Hörverlust gilt als der wichtigste modifizierbare Risikofaktor für Demenz. Die chinesische CHOICE-Studie prüfte erstmals randomisiert, ob eine Hörgeräteversorgung bei älteren Menschen mit leichter kognitiver Störung den Übergang in eine Demenz verhindern kann. Der primäre Endpunkt wurde verfehlt – doch ein sekundäres Ergebnis lässt hoffen: Deutlich mehr Hörgeräteträger erreichten nach 2 Jahren wieder eine normale kognitive Werte. Besonders das Gedächtnis profitierte von der Hörrehabilitation.
Keine Demenzbremse, aber Hörgeräte können kognitive Reserven stabilisieren
Hörverlust gilt als der wichtigste modifizierbare Risikofaktor für eine Demenz. Beobachtungsstudien legen nahe, dass eine konsequente Hörrehabilitation den kognitiven Abbau verzögern könnte. Die bislang größte randomisierte Studie – ACHIEVE – konnte diesen Effekt bei kognitiv gesunden Älteren jedoch nicht bestätigen; nur in einer Hochrisiko-Subgruppe fand sich ein Vorteil. Die Autorinnen und Autoren der chinesischen CHOICE-Studie wählten deshalb gezielt eine Risikopopulation: ältere Menschen, die bereits erste kognitive Defizite (mild cognitive impairment, MCI) und zusätzlich einen Hörverlust aufwiesen. Ihre Hypothese: In dieser Gruppe sollte sich eine Hörgeräteversorgung besonders deutlich auf das Fortschreiten in Richtung Demenz auswirken.
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