Startseite Innere Medizin Kürzere Azacitidin-Zyklen – eine Option bei MDS mit niedrigem Risiko
Effektiv und besser verträglich

Kürzere Azacitidin-Zyklen – eine Option bei MDS mit niedrigem Risiko

|von Stephanie Schikora

Verkürzte Behandlungszyklen mit hypomethylierenden Substanzen könnten für Patienten mit MDS niedrigen Risikos eine wirksame und weniger toxische Alternative sein. Eine auf dem ASH 2025, dem 67. Jahreskongress der American Society of Hematology, präsentierte Studie zeigt: Das 5-tägige Azacitidin-Regime bietet das beste Nutzen-Risikoprofil und verbessert sowohl ereignisfreies als auch Gesamtüberleben – ohne übermäßige Myelosuppression.

Dreidimensionale Darstellung der Molekülstrukturen von Azacitidin in hellblauen Farbtönen. Mehrere glänzende, kugelförmige Atome sind durch feine Verbindungen miteinander verknüpft, im Zentrum eine komplexere chemische Struktur. Der Hintergrund ist unscharf, wodurch das Azacitidin-Molekül im Vordergrund hervorgehoben werden.
Das 5-tägige Azacitidin-Regime bietet das beste Nutzen-Risikoprofil für Patienten mit Niedrig-Risiko-MDS und verbessert sowohl ereignisfreies als auch Gesamtüberleben – ohne übermäßige Myelosuppression.

Hypomethylierende Substanzen wie Azacitidin und Decitabin werden zur Therapie myelodysplastischer Syndrome (MDS) traditionell an 7 bzw. 5 aufeinanderfolgenden Tagen in mindestens 6 Behandlungszyklen verabreicht. Diese Standardregime sind jedoch mit einem erhöhten Risiko für Myelosuppression verbunden. Für Patienten mit MDS niedrigen Risikos könnten kürzere Regime eine vergleichbare Wirksamkeit bei reduzierter Toxizität bieten, so die Hypothese eines US-amerikanischen Forschungsteams.

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