Ziel ist der EVOLVE-Studie ist es, durch zielgerichtete und immunbasierte Therapien den Bedarf an Stammzelltransplantationen zu reduzieren und Behandlungen der Philadelphia-Chromosom-positiven akuten lymphatischen Leukämie (Ph+ ALL) wirksamer sowie verträglicher zu gestalten. Auf dem Kongress der American Society of Hematology (ASH) wurden jetzt erste vielversprechende Ergebnisse präsentiert.
Ph+ ALL: Lässt sich die Stammzelltransplantation durch zielgerichtete Therapien ersetzen?
Die Ergebnisse bei jüngeren Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver akuter lymphoblastischer Leukämie (Ph+ ALL) haben sich durch den Einsatz von Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) und der Stammzelltransplantation verbessert, aber der optimale TKI der ersten Wahl, die Rolle der Chemotherapie, Antikörpertherapien und der Wert der Stammzelltransplantation bleiben umstritten. Diese Lücke soll aktuell die EVOLVE-Studie der German Multicenter Study Group for Adult ALL schließen.
„Wir wollen prüfen, ob eine Kombination aus zielgerichteten Medikamenten, Chemotherapie und Immuntherapie die bisher notwendige Stammzelltransplantation bei bestimmten Patientinnen und Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver akuter lymphatischer Leukämie (Ph+ ALL) ersetzen kann, ohne die Heilungschancen zu verringern“, erklärt Studienleiterin Dr. Nicola Gökbuget, Frankfurt. „Unser Ziel ist es, Therapien so einzusetzen, dass Betroffene wirksamer und zugleich schonender behandelt werden können.“
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