Strukturierte Programme wie „Rauchfrei im Mai“ erhöhen die Erfolgsquote gegenüber unbegleiteten Ausstiegsversuchen um ein Vielfaches. Mehr als 19.000 Menschen nahmen 2026 an der Aktion teil, rund 17% blieben den gesamten Monat rauchfrei. Damit übertrifft das strukturierte Programm die Erfolgsquote unbegleiteter Ausstiegsversuche deutlich – ein wichtiges Signal für die ärztliche Rauchentwöhnungsberatung.
Lungenkrebs-Prävention: Mit strukturierten Programmen fällt ein Rauchstopp leichter
Jeder Rauchstopp zählt: Diese Botschaft steht auch am Weltlungenkrebstag am 1. August im Mittelpunkt. Denn Rauchen ist nach wie vor der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Lungenkrebs. Wie viele Menschen aufhören wollen, zeigt die hohe Beteiligung am Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“: Über 19.000 Menschen haben dieses Jahr gemeinsam den ersten Schritt in ein rauchfreies Leben gemacht.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit
„Mit der richtigen Unterstützung kann ein Rauchstopp gelingen. Die vielen Teilnehmenden von ‚Rauchfrei im Mai‘, die dieses Jahr den Absprung vom Nikotin geschafft haben und in ein gesünderes und freieres Leben gestartet sind, zeigen dies deutlich.“
Die Aktion „Rauchfrei im Mai“ wurde bereits zum 3. Mal vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und der Deutschen Krebshilfe gefördert. Die Organisation übernahm wieder das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel.
Unterstützungsangebote für den Rauchstopp
Ein Rauchstopp lohnt immer. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit unterstützt dabei mit zahlreichen Angeboten auf die Sie Ihre Patientinnen und Patienten hinweisen können.
Infos und Tipps rund um die Themen Rauchen und Nichtrauchen mit unterstützender täglicher E-Mail und einem Forum mit Hilfe durch die rauchfrei-Lotsinnen und Lotsen
Kostenlose Rufnummer 0800-8313131 – erreichbar montags bis donnerstags von 10–22 Uhr und freitags bis sonntags von 10–18 Uhr
„Ja, ich werde rauchfrei“ und „Rauchfrei in der Schwangerschaft und nach der Geburt“. Die Broschüren können bestellt oder direkt aus dem Shop des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) heruntergeladen werden
Infos und alltagsnahe, praktische Tipps, damit aus guten Vorsätzen ein dauerhafter Rauchstopp wird
Strukturierte Rauchstopp-Programme erhöhen Erfolgsquote deutlich
Das Gefühl, den Rauchstopp gemeinsam mit zahlreichen anderen Menschen anzugehen, stärkte die Motivation – ebenso wie die Aussicht auf einen attraktiven Gewinn.
„In den letzten Jahren ist die Anzahl ernsthafter Rauchstoppversuche gesunken. Mit ‚Rauchfrei im Mai‘ möchten wir diesem Trend etwas entgegensetzen, indem wir Menschen zum Rauchstopp motivieren und beim Start in ein nikotinfreies Leben begleiten. Die stolzen Gewinnerinnen und Gewinner sind Vorbild und Ansporn für andere: Jeder kann es schaffen, rauchfrei zu werden.“
Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung
Unter allen, die im Aktionsmonat rauchfrei geblieben waren, wurden insgesamt 17 Geldpreise verlost. Den Hauptgewinn in Höhe von 1.000 Euro gewann ein Teilnehmer aus Köln. Um einen Preis zu erhalten, mussten die Gewinnerinnen und Gewinner mit einem ärztlich begleiteten Test nachweisen, dass sie tatsächlich nicht mehr geraucht hatten.
Auch die Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld wurde gewürdigt: Wer eine nahestehende Person beim Rauchstopp begleitet hatte, konnte einen von 10 Geldpreisen in Höhe von jeweils 150 Euro gewinnen. Insgesamt nahmen 1.474 der Unterstützerinnen und Unterstützer am Gewinnspiel teil.