Startseite Endokrinologie & Diabetes Seite 3

Endokrinologie & Diabetes

Hormonelle Regulation und Stoffwechselprozesse beeinflussen nahezu jedes Organsystem. Der Bereich "Endokrinologie & Diabetes" greift diese Komplexität auf und stellt medizinische Inhalte bereit, die endokrine und diabetologische Fragestellungen in einen klaren klinischen Kontext setzen.

Neuste Artikel

Rotes Warnsymbol unter einer Lupe
GLP-1-RA und SGLT2i praktisch gleichauf

DPP-4-Hemmer mit auffälligem Autoimmunprofil – von protektiv bis risikobehaftet

Moderne Antidiabetika unterscheiden sich nicht nur kardiorenal, sondern offenbar auch immunologisch. DPP-4-Inhibitoren zeigen dabei ein 2-ischneidiges Profil: weniger Psoriasis und Autoimmunthyreoiditis, aber mehr Dermatomyositis, bullöses Pemphigoid und Riesenzellarteriitis. GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT2-Inhibitoren liegen dagegen praktisch gleichauf. it dies jetzt ein Argument dafür, das immunologische Risikoprofil bei der individuellen Substanzwahl mitzudenken?.
Definition von Konsens auf einer Seite in einem Lexikon in englischer Sprache
Erstmals konkrete, praxisnahe Empfehlungen

Konsensuspapier zur sicheren Off-label-Anwendung inkretinbasierter Therapien bei Typ-1-Diabetes

Übergewicht und Adipositas betreffen inzwischen rund zwei Drittel der Menschen mit Typ-1-Diabetes – gleichzeitig erreichen weniger als 30% die HbA1c-Zielwerte. Immer häufiger kommen daher GLP-1- und duale GLP-1/GIP-Rezeptoragonisten off-label zum Einsatz. Ein internationales Expertengremium hat nun praxisnahe Empfehlungen zur sicheren adjunktiven Anwendung veröffentlicht: Sie umfassen Dosistitration, CGM-basierte Insulinanpassung, Ketonmonitoring sowie das Management gastrointestinaler und ophthalmologischer Risiken.
Schwangere auf Waage
Übermäßige Gewichtszunahme

Hilfe per App für adipöse Schwangere

Adipositas geht bei Schwangeren sowie bei ihren Kindern mit gesundheitlichen Risiken einher. Eine Studie hat untersucht, ob eine App eine übermäßige Gewichtszunahme bei den Betroffenen verhindern kann.
Zeichen für einen Rote Hand Brief
Rote-Hand-Brief

Eferox: Neue Zusammensetzung erfordert Kontrolle bei Umstellung

Ab August 2026 ist Eferox® (Levothyroxin-Natrium) in neuer Zusammensetzung mit dem zusätzlichen Hilfsstoff Maisstärke erhältlich. Wegen des engen therapeutischen Fensters von Levothyroxin empfiehlt der Aristo Pharma eine engmaschige Kontrolle der Schilddrüsenstoffwechsellage – inklusive TSH-Bestimmung 6–8 Wochen nach Umstellung.
Amputationsraten senken, Extremitäten erhalten

GLP-1-Rezeptoragonisten senken Amputations- und Sterberisiko bei Typ-2-Diabetes mit pAVK

Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und peripherer arterieller Verschlusskrankheit waren GLP-1-Rezeptoragonisten im 5-Jahres-Verlauf mit einer signifikant niedrigeren Mortalität, weniger Major- und Minor-Amputationen sowie selteneren Revaskularisationen und Hospitalisierungen assoziiert als eine Metformintherapie. Besonders ausgeprägt fiel der Nutzen bei Betroffenen mit chronisch extremitätenbedrohender Ischämie und Adipositas aus – ein Argument für den frühen Einsatz dieser Substanzklasse in der diabetologischen Versorgung.
Frau mit CGM-Sensor am Oberarm liest Glukosewert am Smartphone ab. In der anderen Hand hält sie einen Insulin-Pen
Diabetesversorgung neu gedacht

CGM aus „erster Hand“: Hausärzte erzielen starke Ergebnisse

Die kontinuierliche Glukosemessung ist längst in der Versorgung von Menschen mit insulinpflichtigem Diabetes angekommen – doch verordnet wird sie meist in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis. Aber auch wenn Hausärzte ein CGM-System verordnen, sinken HbA1c-Werte klinisch relevant und deutlich stärker als ohne Sensor. Zugleich gehen wiederkehrende Krankenhausaufenthalte und Notaufnahmebesuche spürbar zurück – auch wenn keine diabetologische Schwerpunktpraxis die Behandlung unterstützt.
Ältere Frau nimmt eine Tablette mit einem Glas Wasser ein
Von der Abnehmspritze zur Abnehmpille

Orales Semaglutid erhält EU-Zulassung zur Adipositastherapie

Jetzt ist es offiziell: Mit der Wegovy® Tablette steht erstmals ein oraler GLP-1-Rezeptoragonist zur Behandlung von Adipositas und Übergewicht mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen zur Verfügung – ganz ohne Spritze. Voraussichtlich im dritten Quartal 2026 wird die neue „Abnehmtablette“ in Deutschland erhältlich sein.
Gesichtshälften im Vergleich: deutlich sichtbare Hyperpigmentierung der Haut als typisches klinisches Zeichen der primären Nebenniereninsuffizienz (Morbus Addison; links).
Selten, aber lebensbedrohlich

Erschöpfung und Hyperpigmentierung? An Morbus Addison denken!

Niedriger Blutdruck, Salzhunger, ungeklärte Müdigkeit und eine braungebrannte Haut ohne Sonne: Die Symptome der primären Nebenniereninsuffizienz sind unspezifisch – und die korrekte Diagnose lässt oft Jahre auf sich warten. Jeder 13. Betroffene erleidet jährlich eine potenziell letale Addison-Krise. Zwei retardierte Hydrocortison-Präparate bilden die zirkadiane Rhythmik unterschiedlich gut nach – mit spürbaren Effekten auf Lebensqualität, Fatigue und Immunprofil.
Rücken einer Frau am Strand mit aufgemalter Sonne aus Sonnencreme
Diabetes im Urlaub

Sonnenbrand und Verletzungen: Kleine Ursache, große Wirkung

Diabetes und Urlaubsverletzungen: Sonnenbrand, Schnittwunden oder Fußverletzungen am Strand können bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes den Glukosestoffwechsel destabilisieren und Infektionen begünstigen. Gerade bei Neuropathie und CGM-Nutzung können kleine Urlaubsverletzungen unbemerkt gefährlich werden – Aspekte, die vielleicht nicht nur Ihre Patientinnen und Patienten unterschätzen?
Nahaufnahme der Hände einer älteren Frau, die verschiedene Tablettenblister hält
GLP-1-RA als Chance zur Reduktion der Medikationslast?

Adipositas erklärt bis zu 25% der Polypharmazie bei Senioren

Ältere Menschen mit Adipositas nehmen nicht selten 5 oder mehr Medikamente gleichzeitig ein – doch wie groß ist der Anteil der Polypharmazie, der tatsächlich auf die Adipositas zurückgeht? Eine neue NHANES-Analyse liefert erstmals belastbare Zahlen. Und sie macht deutlich: GLP-1-Rezeptoragonisten könnten die Medikationslast im Alter zwar spürbar senken – die Mehrheit der Polypharmazie-Fälle werden sie aber nicht auflösen.
Strichzeichnung eines menschlichen Kopfprofils mit dargestelltem Gehirn. Vor dem Kopf befinden sich ein Teller, eine Gabel und ein Messer.
Erste zielgerichtete Therapieoption

Deutliches BMI-Minus bei hypothalamischer Adipositas

Nach Tumoren, Operationen oder Verletzungen im Hypothalamus entwickeln viele Betroffene eine kaum beherrschbare Adipositas mit extremem Hunger – klassische Therapien greifen selten. In der Phase-III-Studie TRANSCEND senkte der Melanocortin-4-Rezeptor-Agonist Setmelanotid den BMI nach 52 Wochen um 16,5%, während er unter Placebo um 3,3% stieg. Auch das Hungergefühl ging signifikant zurück. Damit steht erstmals eine gezielte medikamentöse Option zur Verfügung.
Mann mit Übergewicht greift nachtszum Sandwich aus dem Kühlschrank-
Hunger ohne Stopp-Signal

Hypothalamische Adipositas: Wenn das Sättigungssignal im Gehirn ausfällt

Rasche Gewichtszunahme, unstillbarer Hunger, kaum Sättigung – wenn nach Tumor, OP oder Trauma im Bereich des Hypothalamus die zentrale Steuerung der Nahrungsaufnahme kippt, greifen Diäten, GLP-1-Analoga und bariatrische Chirurgie oft zu kurz. Mit dem MC4R-Agonisten Setmelanotid steht erstmals eine gezielt zugelassene Therapieoption zur Verfügung. Die Erstattung bleibt allerdings ein ungelöstes Problem – die hypothalamische Adipositas gilt sozialrechtlich weiterhin als Lifestyle-Erkrankung.

Endokrinologie & Diabetes: Häufige Fragen zum Themenbereich bei Thieme Praxis

Der Themenbereich bündelt aktuelle, praxisrelevante Beiträge zu hormonellen Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Diabetes mellitus. Im Fokus stehen unter anderem Diagnostik und Therapie bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes, Adipositas, Schilddrüsenerkrankungen sowie seltenen endokrinologischen Krankheitsbildern und ihren Auswirkungen auf weitere Organsysteme.