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Hämatologie & Onkologie

Therapeutische Innovationen, neue Studienergebnisse und sich rasch wandelnde Leitlinien prägen kaum ein Fachgebiet so stark wie die "Hämatologie & Onkologie". Dieser Themenbereich greift genau diese Dynamik auf und bereitet relevante Entwicklungen fachlich fundiert und praxisnah auf – mit klarem Fokus auf ihre Bedeutung für Diagnostik und Therapie.

Sie finden hier aktuelle Inhalte zu malignen und benignen hämatologischen Erkrankungen ebenso wie zu soliden Tumoren, modernen Therapiekonzepten und begleitenden Versorgungsaspekten. "Hämatologie & Onkologie" unterstützt Sie dabei, komplexe Evidenz schnell einzuordnen, Therapieentscheidungen sicher zu treffen und im klinischen Alltag souverän am medizinischen Fortschritt zu bleiben.

Neuste Artikel

Illustration einer menschlichen Lunge in blauen Farbtönen, mit sichtbaren Bronchien und Gefäßen
Mehr entdecken, früher handeln

Erweiterte Screening-Kriterien für Lungenkrebs

Das neue Früherkennungsprogramm für Lungenkrebs soll ab 2026 starten. Wer die Auswahl nicht nur nach Alter und Rauchhistorie trifft, sondern zusätzliche Risikofaktoren berücksichtigt, entdeckt fast 20% mehr Fälle – besonders bei Frauen. Das könnte die Sterblichkeit deutlich senken.
Rote-Hand
Gefahr der Überdosierung

Rote-Hand-Brief zu Melphalan AqVida 90 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Der Zulassungsinhaber informiert in Abstimmung mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) über den folgenden Sachverhalt: Melphalanhydrochlorid - eingesetzt in Kombination mit Zytostatika gegen Mammakarzinom und Ovarialkarzinom - Melphalan AqVida 90 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung erhöht das Risiko einer Überdosierung aufgrund einer höheren Konzentration.
Dreidimensionale Darstellung der Molekülstrukturen von Azacitidin in hellblauen Farbtönen. Mehrere glänzende, kugelförmige Atome sind durch feine Verbindungen miteinander verknüpft, im Zentrum eine komplexere chemische Struktur. Der Hintergrund ist unscharf, wodurch das Azacitidin-Molekül im Vordergrund hervorgehoben werden.
Effektiv und besser verträglich

Kürzere Azacitidin-Zyklen – eine Option bei MDS mit niedrigem Risiko

Verkürzte Behandlungszyklen mit hypomethylierenden Substanzen könnten für Patienten mit MDS niedrigen Risikos eine wirksame und weniger toxische Alternative sein. Eine auf dem ASH 2025, dem 67. Jahreskongress der American Society of Hematology, präsentierte Studie zeigt: Das 5-tägige Azacitidin-Regime bietet das beste Nutzen-Risikoprofil und verbessert sowohl ereignisfreies als auch Gesamtüberleben – ohne übermäßige Myelosuppression.
Rote-Hand

Rote-Hand-Brief: Tranexamsäure-Formulierungen nie intrathekal applizieren!

Injizierbare Tranexamsäure-Formulierungen sind ausschließlich zur intravenösen Anwendung zugelassen. Daher muss mit größter Sorgfalt sichergestellt werden, dass die intrathekale Applikation vermieden wird, da hier schwerwiegende, teils tödliche Zwischenfälle auftreten können.
Person im grauen T-Shirt mit grafischer Darstellung des Verdauungstrakts auf dem Bauch. Die Leber und der Darm sind weiß skizziert, ein roter Lichtpunkt markiert den Bereich der Leber.
Resistenzen überwinden

Neue Immuntherapie-Kombination zerstört Lebermetastasen bei Darmkrebs

Darmkrebs und seine Lebermetastasen sind üblicherweise resistent gegen Immuntherapien. Jetzt aber haben Forschende mit einer neuen Immuntherapie-Kombination einen Weg gefunden, diese Resistenzen zu überwinden. Die Kombination aus LIGHT und Anti-CTLA-4 veränderte im präklinischen Modell das Tumormikromilieu und machte resistente Tumoren angreifbar – und ermöglichte so eine Kontrolle über Lebermetastasen bei Darmkrebs.
Akute myeloische Leukämie (AML)-Zellen im Blutkreislauf – isometrische Ansicht
Neue ASH-Leitlinie 2025

AML-Behandlung bei älteren Patienten: Mehr Optionen, mehr Präzision

Eine kritische Evaluation der aktuellen Evidenz verspricht die aktualisierte ASH-Leitlinie zur Behandlung der neu diagnostizierten AML bei älteren Erwachsenen. Zu ihren zentralen Empfehlungen zählen insbesondere die Priorisierung einer aktiven Behandlung gegenüber einer rein supportiven Behandlung, der bevorzugte Einsatz venetoclaxbasierter Kombinationstherapien anstelle von Monotherapien sowie die Integration von FLT3-Inhibitoren in die etablierte Induktions- und Konsolidierungstherapie.
Frisches Gemüse wie Paprika und Zucchini liegt neben einer roten Hantel auf einem hellen Untergrund.
Weniger Fatigue, Angst und Schmerzen

ASH 2025: Virtuelles Lifestyle-Coaching für Lymphompatienten

Chemotherapie bei Lymphompatienten ist oft mit gravierenden Nebenwirkungen verbunden – bis hin zu Therapieabbrüchen. Eine Interimsanalyse der LIFE-L-Studie, vorgestellt auf dem ASH 2025, zeigt: Ein virtuelles Programm mit Fokus auf Ernährung und Bewegung kann Symptome wie Fatigue und Schmerzen reduzieren und die körperliche Leistungsfähigkeit steigern. Das Ziel: bessere Therapietreue und Behandlungsergebnisse. 
Medizinische Fachkraft in weißem Kittel und Handschuhen hält eine grafische Darstellung der Bauchspeicheldrüse zwischen den Händen.
„Baltimore-Dreieck“ gezielt bestrahlen

Rekordverdächtig niedrige Rezidivrate bei lokal fortgeschrittenem Pankreaskarzinom

Die intraoperative Bestrahlung des sogenannten „Baltimore-Dreiecks“, einer nervenreichen, dreieckigen Region oberhalb des Pankreas, zeigt vielversprechende Ergebnisse bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder grenzwertig resezierbarem Pankreaskarzinom. In Kombination mit einer neoadjuvanten Strahlen(chemo)therapie konnte die Lokalrezidivrate auf nur 5 % gesenkt werden – ein bisher unerreichter Wert.
Ein Arzt hält die Hände eines Patienten – eine Geste der Nähe und des Trostes. Die Szene vermittelt Fürsorge und Empathie
Empathie statt nur Expertise

Krebspatienten wünschen sich Kommunikation auf Augenhöhe

Für Krebspatienten zählt nicht nur die medizinische Kompetenz ihres Chirurgen – sondern vor allem, wie mit ihnen gesprochen wird. Sechs zentrale Kommunikationsbereiche wurden identifiziert, die für das Vertrauen und die Zufriedenheit der Patienten entscheidend sind. Empathie und Optimismus stehen dabei ganz oben.
Kongressbesucher hören einem Vortrag zu - Aufnahme von hinten
Mit freundlicher Unterstützung von hematooncology.com

Neue Perspektiven in der onkologischen Therapie

Auch in diesem Jahr trafen sich die weltweit renommiertesten Onkologie-Experten auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO), um neue Studiendaten und Fortschritte bei der Krebsdiagnostik und -therapie zu diskutieren. Auf unserem Partnerportal hematooncology.com  finden interessierte Ärztinnen und Ärzte einen strukturierten Kongressbericht und kurze Videobeiträge zu den dort präsentierten Daten.
Grafische Darstellung eines Magens mit Tumor, umgeben von Immunzellen
Hoffnungsträger Immuntherapie

MATTERHORN-Studie zeigt Vorteil im Gesamtüberleben bei Magenkarzinom

Laut der finalen Analyse der MATTERHORN-Studie senkt die Kombination aus Durvalumab und perioperativer FLOT-Chemotherapie das Sterberisiko um 22 % und steigert das 3-Jahres-Überleben signifikant. Damit etabliert sich die Immuntherapie als neuer Standard für Patient*innen mit resektablem Karznomen des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs. 
Grafische Darstellung des menschlichen Darms mit hervorgehobenem Tumorbereich.
Metastasierten kolorektalen Karzinom mit hoher Mikrosatelliteninstabilität

Nivolumab plus Ipilimumab: Die Kombi stiehlt der Mono- und Chemotherapie die Show

Die Studie CheckMate 8HW bestätigt die Überlegenheit der kombinierten Immuntherapie mit Nivolumab und Ipilimumab (Nivo-Ipi) gegenüber Monotherapie und Chemotherapie bei metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) mit defizientem Mismatch-Repair und/oder hoher Mikrosatelliteninstabilität (dMMR/MSI-H). Ein signifikant verlängertes progressionsfreies Überleben und ein deutlicher Vorteil beim Gesamtüberleben sprechen für die kombinierte Immuntherapie als Erstlinientherapie.