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Mentale Gesundheit

Der Themenbereich "Mentale Gesundheit" beleuchtet psychische und psychosomatische Aspekte, die in allen medizinischen Fachrichtungen relevant sind. Die Beiträge greifen aktuelle Entwicklungen und fachliche Einordnungen auf und bieten eine sachliche, ärztlich orientierte Grundlage für den Umgang mit diesem zunehmend bedeutenden Themenfeld.

Im Fokus steht die medizinische Perspektive auf psychische Belastungen, kognitive und emotionale Funktionen sowie deren Einfluss auf Krankheitsverläufe und Therapieentscheidungen.

Neuste Artikel

Thermometer vor gleißender Sonne
Risiko für Hirn und Nerven

Wenn das Thermometer steigt, leidet das Nervensystem

Hitzewellen erhöhen nachweislich das Risiko für Schlaganfälle und verschärfen Symptome bei anderen neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Multipler Sklerose und Demenz. Die DGN fordert hitzeresiliente Kliniken, Pflegeeinrichtungen und kühle Notunterkünfte. Neue Daten zeigen zudem, dass eine personalisierte Schlaganfall-Warn-App einen relevanten Teil hitzebedingter Todesfälle verhindern könnte.
Eine junge Frau sitzt mit dem Kopf in den Händen in einem dunklen Schlafzimmer auf dem Fußboden
Zurück ins Leben

Junge Krebspatienten: Online-Training senkt Ängste und Depressionen

Eine Krebsdiagnose trifft junge Erwachsene besonders schwer – zwischen Familie, Beruf und Zukunftsängsten. Das Online-Programm Bright-IDEAS-YA, ein strukturiertes Training zur Problemlösungskompetenz, reduziert mit nur 6 Sitzungen nachweislich Depressions- und Angstsymptome und verbessert die Lebensqualität junger Krebspatienten messbar.
Depression und seelische Überforderung und Abwehrhaltung
Je früher, desto höher das Risiko

Krebs und Psyche: Frühe Depression erhöht Sterberisiko deutlich

Eine US-Kohortenstudie mit über 370.000 Krebspatienten zeigt, wie stark eine neu auftretende psychische Erkrankung die Prognose beeinflusst. Tritt innerhalb eines Jahres nach der Krebsdiagnose erstmals eine Depression, Angststörung oder bipolare Störung auf, steigt das Sterberisiko in den folgenden drei Jahren um 51 Prozent – mit klaren Implikationen für die psychoonkologische Versorgung.
Junge Frau mit Kopfhörern bei einer Videositzung am Laptop
Raus aus dem Grübeln – rein ins Handeln

Schritt für Schritt aus der Krise: Problemlösen hilft bei Krebs

Junge Erwachsene mit Krebs profitieren deutlich von einem strukturierten Probremlösungs-Training, wie es beispielsweise das Programm Bright IDEAS-YA anbietet. Sechs Videositzungen senken Angst und Depression messbar und steigern die Lebensqualität – ein niedrigschwelliger Baustein für die psychoonkologische Versorgung junger Krebspatienten.
Eine Person liegt vollständig in weißer Bettwäsche, ist bis auf die Arme unter Decken verborgen und hält eine Tasse über dem Kopf; im Hintergrund eine hellblaue Wand und ein Kissen mit der Aufschrift „good vibes“.
Wann Müdigkeit zum Warnsignal wird

Dauererschöpft trotz Frühling – was steckt wirklich dahinter?

Müdigkeit, Antriebslosigkeit und ein Körper, der nicht in Schwung kommt: Viele spüren im Frühling einen Tiefpunkt – doch ist das noch normale Frühjahrsmüdigkeit oder bereits eine Depression? Wie wirkt der Hormonwechsel im Frühjahr? Welche Warnsignale sind ernst zu nehmen? Und ab wann wird professionelle Hilfe wichtig?
Eine menschliche Hand hält die Pfote eines Hundes
Vom Hund bis zum Alpaka

Tiergestützte Therapie: Tiere erreichen die Seele

Ängste, Stress und emotionale Erschöpfung sind Begleiter vieler Krebspatientinnen und Krebspatienten in ihrem Therapiealltag. Tiergestützte Therapien können hier insbesondere (aber nicht nur) bei Kindern Unterstützung bieten – durch Beruhigung, Motivation und Nähe. Doch Qualität, Ausbildung und Tierschutz unterscheiden seriöse Angebote von bloßer „Tierbesuchsidee“. Welche Chancen tiergestützte Therapien bieten und wo die Grenzen sind – Antworten auf wichtige Fragen im Überblick. 
World of Music (Gemälde): Illustration mit farbenfrohen Musikinstrumenten wie Saxophon, Gitarre und Klaviertasten vor einem aquarellartigen Hintergrund
Vom klinischen Alltag in die Forschung – und zurück

Musiktherapie stärkt Familien krebskranker Kinder

Das Forschungsprojekt INMUT untersucht, wie gemeinsame Musiktherapie Familien krebskranker Kinder entlasten und ihre Beziehung stärken kann. Erste Ergebnisse zeigen: Die Therapie lässt sich gut in den Klinikalltag integrieren, verbessert die Eltern‑Kind‑Interaktion und steigert das Wohlbefinden. Damit schließt INMUT eine zentrale Forschungslücke in der Kinderonkologie.
patient entering an MRI machine to produce a detailed and intern
Wie der Darm das Denken beeinflusst

Neue DIfE-Gruppe untersucht Darm-Hirn-Signale

Seit Januar 2026 untersucht eine neue Nachwuchsgruppe am DIfE unter Leitung von Dr. Ignacio Rebollo, wie elektrische Rhythmen und hormonelle Signale aus dem Darm die Gehirnaktivität und psychische Gesundheit formen.
Impfgegner: Ein handgeschriebenes Schild mit der Aufschrift „Ich will keine Impfung“ und einer durchgestrichenen Spritze
Faktencheck „Turbokrebs“

Alarm im Netz: Gesundheitslaien schüren die Angst vor Krebs durch Impfungen

Behauptungen über angeblichen „Turbokrebs“ nach Corona-Impfungen kursieren weiterhin in sozialen Netzwerken. Diese Angst vor Krebs durch Impfungen beruht auf Fehlinterpretationen – nicht auf belastbaren Belegen. Sind Fragen rund um Impfungen und Tumorerkrankungen auch Teil Ihres täglichen Praxis- oder Klinikalltags? Was entgegnen Sie Ihren Patientinnen und Patienten? Argumentationshilfen für das Patientengespräch liefert dieser Beitrag.
Eine Person sitzt auf einem Holzsteg am Wasser, umgeben von dichtem Nebel. Die Haltung wirkt nachdenklich und zurückgezogen
Wer ist besonders gefährdet?

Depression, Angst, Schmerzen und Fatigue – die unsichtbaren Langzeitlasten einer Krebserkrankung

Auch Jahre nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung können Betroffene an Depressionen erkranken. Brust- und Darmkrebsüberlebende scheinen dafür besonders gefährdet. Welche Faktoren das Risiko erhöhen und wie Sie  Risikopersonen frühzeitig erkennen können, erfahren Sie hier.
Ein Kind sitzt an einem Tisch, den Kopf auf die Arme gelegt, vor sich ein aufgeschlagenes Heft und ein Stift. Die Körperhaltung deutet auf starke Erschöpfung hin.
Einflussfaktoren: Diagnose, Therapiephase und Steroidgabe

Krebsbedingte Fatigue bei Kindern verläuft wellenförmig

Fatigue ist eine der belastendsten Begleiterscheinungen bei krebskranken Kindern und Jugendlichen – und bislang kaum erforscht. Die ePROtect-Studie liefert erstmals detaillierte Daten: Der Verlauf ist nicht linear, sondern wellenförmig und hängt von Diagnose, Therapiephase und Steroidgabe ab. Echtzeit-Symptommonitoring könnte künftig helfen, Hochrisikoperioden frühzeitig zu erkennen.
Cannabisblüten, Cannabisöl und Kapseln auf einem Tisch
Aktualisierter Cochrane Review

Cannabis gegen Nervenschmerzen – Hoffnungsträger oder Mogelpackung?

Lindern cannabishaltige Arzneimittel chronische Nervenschmerzen – oder schaden sie mehr als sie nützen? Ein aktualisierter Cochrane Review findet keine verlässlichen Belege für eine wirksame Schmerzlinderung. Die Studienlage ist dünn, methodisch schwach und von kurzen Laufzeiten geprägt. Fachleute fordern dringend bessere Langzeitstudien.