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Mentale Gesundheit

Der Themenbereich "Mentale Gesundheit" beleuchtet psychische und psychosomatische Aspekte, die in allen medizinischen Fachrichtungen relevant sind. Die Beiträge greifen aktuelle Entwicklungen und fachliche Einordnungen auf und bieten eine sachliche, ärztlich orientierte Grundlage für den Umgang mit diesem zunehmend bedeutenden Themenfeld.

Im Fokus steht die medizinische Perspektive auf psychische Belastungen, kognitive und emotionale Funktionen sowie deren Einfluss auf Krankheitsverläufe und Therapieentscheidungen.

Neuste Artikel

Fischölkapseln und Sardinen als Omega-3-Quellen auf Holztisch
Auch viel DHA hilft nicht!

Fischöl gegen Alzheimer? Hochdosiertes DHA erreicht das Gehirn – ein kognitiver Nutzen bleibt aus

Fischölpräparate gelten bei älteren Menschen mit erhöhtem Alzheimerrisiko als beliebtes Mittel zur Vorbeugung – doch schützen sie tatsächlich vor kognitivem Abbau? Ein Forscherteam kommt jetzt zu einem ernüchternden Ergebnis: Hochdosiertes DHA (2 g/Tag) gelangt zwar nachweislich ins Gehirn – und das unabhängig von der genetischen Vorbelastung. Auf Gedächtnisleistung, Hirnstruktur oder kognitive Fähigkeiten hatte es über 2 Jahre hinweg jedoch keinerlei Auswirkung.
Blutdruckmessung
Herz-Hirn-Achse

Nicht Hypertonie, sondern Hypotonie – der unterschätzte Risikofaktor für Alzheimer

Der Zusammenhang zwischen kardiovaskulären Erkrankungen und Morbus Alzheimer gilt als etabliert – doch welche kardiale Diagnose wiegt am schwersten? Eine Auswertung zweier großer Biobanken mit fast 800.000 Teilnehmenden liefert überraschende Erkenntnisse. Nicht Hypertonie oder Myokardinfarkt, sondern die vergleichsweise wenig beachtete Hypotonie zeigt die stärkste und robusteste Assoziation mit der Alzheimer-Demenz.
Ältere Frau hält verzweifelt den Kopf, umgeben von symbolischen Gedankenwirren
Rehospitalisierungen ändern wenig

Postoperatives Delir – Brandbeschleuniger für den kognitiven Abbau

Wer nach einer Operation ein Delir durchmacht, baut geistig schneller ab – das ist bekannt. Bislang galt das Delir vielen aber eher als Warnsignal für ohnehin kranke, gebrechliche Patienten, deren kognitiver Abbau vor allem durch wiederholte Klinikaufenthalte vorangetrieben wird. Eine prospektive Kohortenstudie über 5 Jahre räumt mit dieser Annahme auf: Das Delir selbst hinterlässt offenbar dauerhafte Spuren im Gehirn – unabhängig davon, wie oft die Betroffenen anschließend wieder ins Krankenhaus müssen.
Rotes Warnschild mit Ausrufezeichen und Aufschrift „Hitzewelle" vor blauem Himmel.
Sicher durch die Hitze

CALOR-Liste: Praxishilfe für hitzesensible Medikationsanpassung

Hitzewellen werden häufiger – und viele Dauermedikamente erhöhen bei hohen Temperaturen das Risiko für Dehydratation, Elektrolytstörungen oder Nierenversagen. Die neue CALOR-Liste aus dem Projekt ADAPT-HEAT bündelt evidenzbasierte und konsentierte Hinweise zu 27 hitzerelevanten Wirkstoffklassen. Sie unterstützt Praxisteams dabei, Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren, Beratung zu strukturieren und Monitoring gezielt anzupassen – ohne die Grundtherapie zu gefährden.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und Kalender mit Vermerk „krank"
Krankenkassen-Analyse 2025

Krankschreibungen: Lange Ausfälle treiben GKV-Kosten

Die Debatte um nie Neuregelung der Krankschreibung geht weiter. Jetzt meldet sich mit der BKK eine Krankenkasse zu Wort: Nicht kurze Infekte, sondern langwierige psychische und muskuloskelettale Erkrankungen sind die eigentlichen Kostentreiber. Das Krankengeld ist mit 21,6 Milliarden Euro zu einer der größten Ausgabenpositionen geworden – mit deutlich steigender Tendenz.
Paar beugt sich einander zu, um sich zu küssen
Tag des Kusses

Küssen und Gesundheit: Wann Ärzte zum Kussverbot raten sollten

Ein zehnsekündiger Kuss tauscht rund 80 Millionen Bakterien aus, senkt Cortisol und setzt Dopamin frei. Doch bei Lippenherpes, Pfeifferschem Drüsenfieber oder akuten Infekten wird der Kuss zum Übertragungsweg – mit teils dramatischen Folgen für Neugeborene. Worauf Ärztinnen und Ärzte ihre Patienten hinweisen sollten.
Thermometer vor gleißender Sonne
Risiko für Hirn und Nerven

Wenn das Thermometer steigt, leidet das Nervensystem

Hitzewellen erhöhen nachweislich das Risiko für Schlaganfälle und verschärfen Symptome bei anderen neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Multipler Sklerose und Demenz. Die DGN fordert hitzeresiliente Kliniken, Pflegeeinrichtungen und kühle Notunterkünfte. Neue Daten zeigen zudem, dass eine personalisierte Schlaganfall-Warn-App einen relevanten Teil hitzebedingter Todesfälle verhindern könnte.
Eine junge Frau sitzt mit dem Kopf in den Händen in einem dunklen Schlafzimmer auf dem Fußboden
Zurück ins Leben

Junge Krebspatienten: Online-Training senkt Ängste und Depressionen

Eine Krebsdiagnose trifft junge Erwachsene besonders schwer – zwischen Familie, Beruf und Zukunftsängsten. Das Online-Programm Bright-IDEAS-YA, ein strukturiertes Training zur Problemlösungskompetenz, reduziert mit nur 6 Sitzungen nachweislich Depressions- und Angstsymptome und verbessert die Lebensqualität junger Krebspatienten messbar.
Depression und seelische Überforderung und Abwehrhaltung
Je früher, desto höher das Risiko

Krebs und Psyche: Frühe Depression erhöht Sterberisiko deutlich

Eine US-Kohortenstudie mit über 370.000 Krebspatienten zeigt, wie stark eine neu auftretende psychische Erkrankung die Prognose beeinflusst. Tritt innerhalb eines Jahres nach der Krebsdiagnose erstmals eine Depression, Angststörung oder bipolare Störung auf, steigt das Sterberisiko in den folgenden drei Jahren um 51 Prozent – mit klaren Implikationen für die psychoonkologische Versorgung.
Junge Frau mit Kopfhörern bei einer Videositzung am Laptop
Raus aus dem Grübeln – rein ins Handeln

Schritt für Schritt aus der Krise: Problemlösen hilft bei Krebs

Junge Erwachsene mit Krebs profitieren deutlich von einem strukturierten Probremlösungs-Training, wie es beispielsweise das Programm Bright IDEAS-YA anbietet. Sechs Videositzungen senken Angst und Depression messbar und steigern die Lebensqualität – ein niedrigschwelliger Baustein für die psychoonkologische Versorgung junger Krebspatienten.
Eine Person liegt vollständig in weißer Bettwäsche, ist bis auf die Arme unter Decken verborgen und hält eine Tasse über dem Kopf; im Hintergrund eine hellblaue Wand und ein Kissen mit der Aufschrift „good vibes“.
Wann Müdigkeit zum Warnsignal wird

Dauererschöpft trotz Frühling – was steckt wirklich dahinter?

Müdigkeit, Antriebslosigkeit und ein Körper, der nicht in Schwung kommt: Viele spüren im Frühling einen Tiefpunkt – doch ist das noch normale Frühjahrsmüdigkeit oder bereits eine Depression? Wie wirkt der Hormonwechsel im Frühjahr? Welche Warnsignale sind ernst zu nehmen? Und ab wann wird professionelle Hilfe wichtig?
Eine menschliche Hand hält die Pfote eines Hundes
Vom Hund bis zum Alpaka

Tiergestützte Therapie: Tiere erreichen die Seele

Ängste, Stress und emotionale Erschöpfung sind Begleiter vieler Krebspatientinnen und Krebspatienten in ihrem Therapiealltag. Tiergestützte Therapien können hier insbesondere (aber nicht nur) bei Kindern Unterstützung bieten – durch Beruhigung, Motivation und Nähe. Doch Qualität, Ausbildung und Tierschutz unterscheiden seriöse Angebote von bloßer „Tierbesuchsidee“. Welche Chancen tiergestützte Therapien bieten und wo die Grenzen sind – Antworten auf wichtige Fragen im Überblick.