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Studien

Damit Sie relevante wissenschaftliche Veröffentlichungen schnell in den Praxisalltag integrieren, bündelt diese Übersicht klinisch bedeutsame Studien, Metaanalysen und Versorgungsdaten. Unsere Fachredaktion sichtet die aktuelle Datenlage kontinuierlich und ordnet neue Erkenntnisse zu Diagnostik, Therapie und Prävention zielgerichtet für den medizinischen Alltag ein.

Neuste Artikel

Thrombus in einem Blutgefäß:
Onkologische Thromboseprophylaxe

Biomarker bei Krebspatienten: GDF-15, NT-proBNP, hs-TnT und CRP verbessern Thrombose- und Blutungsrisikoabschätzung

Eine Post-hoc-Analyse der AVERT-Studie zeigt, dass GDF-15, NT-proBNP, hs-Troponin T und CRP die Risikoabschätzung für venöse Thromboembolien und Blutungen unter primärer Thromboseprophylaxe deutlich präzisieren. Wie sich die Marker im Verlauf verhalten und welche Konsequenzen sich für die Therapieentscheidung ergeben.
Laufschuhe auf Asphalt
Brustkrebs Nachsorge

Mammakarzinom und Bewegung: Individualisiertes Training senkt 10-Jahres-Mortalität

Eine US-amerikanische Modellanalyse auf Basis der CHALLENGE- und Pathways-Studie zeigt, dass individualisierte Bewegungsstrategien die 10-Jahres-Mortalität bei Brustkrebs-Überlebenden messbar senken. Entscheidend ist die Steigerung auf 60 Minuten intensives oder 120 Minuten moderates Training pro Woche.
3D-gedruckte Klitoris auf blauem Stoff
Weibliche Anatomie

Klitoris-Anatomie: 3D-Studie entschlüsselt erstmals das Nervennetz

Klitoris-Anatomie und Nervenverlauf: Eine hochauflösende 3D-Studie kartiert erstmals die verzweigten Nervenstrukturen des wichtigsten weiblichen Lustorgans. Die Ergebnisse schließen eine jahrzehntelange Wissenslücke und liefern relevante Hinweise für rekonstruktive Eingriffe im Vulvabereich – etwa nach weiblicher Genitalverstümmelung.
Nahaufnahme zweier Erwachsener, die nebeneinandersitzen und ihre Hände auf einem Knie ineinandergelegt halten.
Krebsrisiko Familienstand

Ledige Erwachsene erkranken häufiger an Krebs

Eine US-Registerstudie mit über 4 Millionen Krebsfällen zeigt eine deutlich höhere Inzidenz bei nie verheirateten Erwachsenen – besonders bei Frauen sowie bei infektions- und lebensstilassoziierten Tumoren. Welche Krebsarten besonders betroffen sind und welche sozialen und verhaltensbezogenen Faktoren dahinterstehen.
Knoten in einer Brust grafische Darstellung
Inflammatorischer Brustkrebs

Inflammatorischer Brustkrebs: Trimodale Therapie rückläufig, Überleben stagniert

Eine Analyse mit knapp 48.000 Patientinnen zeigt, dass sich das Brustkrebs-spezifische Überleben bei dieser aggressiven Tumorform zwischen 2010 und 2020 nicht verbessert hat – im Gegensatz zum nicht-inflammatorischen Brustkrebs. Gleichzeitig ging der Einsatz der trimodalen Therapie deutlich zurück. Was hinter den Daten steckt.
Grünes Gerstenfeld in Nahaufnahme, im Hintergrund feiner Sprühnebel beim Ausbringen von Pestiziden über den Pflanzen
Gefährliche Mischung

Kombinierte Pestizid-Exposition erhöht die Krebsgefahr um über 150 %

Nicht einzelne Wirkstoffe, sondern komplexe Pestizidgemische treiben offenbar die Krebsentstehung voran – selbst wenn keiner der Einzelstoffe von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als sicher karzinogen eingestuft ist. Eine großangelegte Studie aus Peru zeigt ein um durchschnittlich 150 % erhöhtes Krebsrisiko in stark belasteten Regionen und liefert erstmals mechanistische Hinweise auf molekularer Ebene.
HPV Testkit
HPV-Selbstabstrich

Vaginaler Selbstabstrich für HPV-Test: Trockentransport bis zu 2 Wochen zuverlässig

Eine Selbstentnahme vaginaler Proben könnte die Teilnahme am Zervixkarzinom-Screening steigern: Eine prospektive Studie verglich verschiedene Selbstentnahme-Workflows – trockene und feuchte Vaginalabstriche sowie Urinproben – gegen den klinisch entnommenen Zervikalabstrich. Besonders eine Entnahmetechnik erwies sich als analytisch zuverlässig.
Ärztin hält Hand einer Patientin
Familienplanung Fertilität

Ungewollte Kinderlosigkeit: Risiko steigt deutlich ab 35

Eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) zeigt, dass 34 Prozent der Frauen im reproduktiven Alter innerhalb von zehn Jahren von Infertilität oder Schwangerschaftsverlust betroffen sind. Besonders stark steigen die Fertilitätsbarrieren ab 35 Jahren – mit deutlichen Folgen für die Familienplanung.
Erstmals absolute 10-Jahres-Risiken

Hautkrebsrisiko bei CLL-Patienten verdoppelt

CLL-Erkrankte weisen ein nahezu doppelt so hohes 10-Jahres-Risiko für Hautkrebs auf – vor allem für Basalzell- und Plattenepithelkarzinome. Die absoluten Risiken für Metastasen und hautkrebsbedingten Tod bleiben jedoch gering. Eine dänische Matched-Kohortenstudie mit über 50.000 Teilnehmenden liefert nun erstmals belastbare absolute Risiken für die klinische Beratung und Surveillance.
Podcast Cover: Study Snacks Gastroenterologie 1200x627
06:01 min
Podcast: Study Snacks – Gastroenterologie

Remission einer MASH nach bariatrischer Operation verlängert Überlebensrate | #054: Study Snacks – Gastroenterologie

Die metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis (MASH) entwickelt sich zunehmend zu einer der zentralen Herausforderungen der modernen Gastroenterologie. Adipositas, Diabetes und das metabolische Syndrom treiben die Prävalenz der chronischen Lebererkrankung kontinuierlich nach oben – mit teils dramatischen Langzeitfolgen: Über Jahre hinweg kann eine MASH in eine Leberzirrhose münden und die leberbedingte Mortalität deutlich erhöhen.
Closeup of female hand with IV drip infusion in treatment session at hospital
Platinresistentes Ovarialkarzinom

Pembrolizumab plus Paclitaxel erzielt erstmals signifikanten Überlebensvorteil

Die Phase-III-Studie ENGOT-ov65/KEYNOTE-B96 belegt erstmals einen signifikanten Gesamtüberlebensvorteil durch die Kombination aus Pembrolizumab und wöchentlichem Paclitaxel – mit besonders ausgeprägtem Nutzen bei PD-L1-positiven Tumoren. Die Zulassung durch die Food and Drug Administration (FDA) und die European Medicines Agency (EMA) ist bereits erfolgt.
Globus auf Weltkarte mit Spielfiguren drum herum
Klimawandel Geburtstrends

Weniger Jungen bei Hitze: Temperatur beeinflusst Geburtenverhältnis

Auswertungen von mehr als fünf Millionen Lebendgeburten aus 33 Ländern südlich der Sahara und Indien zeigen einen klaren Zusammenhang – ab einem Schwellenwert von 20 Grad Celsius steigt das Risiko spontaner Fehlgeburten, und männliche Nachkommen sind überproportional betroffen. Regionale Unterschiede im Trimester-Timing machen das Bild komplex.

Medizinische Studien: FAQ – Häufige Fragen

Die Auswahl konzentriert sich auf Arbeiten mit hoher Relevanz für die evidenzbasierte Medizin. Dazu gehören primär randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), systematische Reviews, Metaanalysen sowie große Kohorten- und Registerstudien. Ergänzt wird die Berichterstattung durch aktuelle Daten aus der Versorgungs- und Gesundheitsforschung, um auch langfristige Trends im Real-World-Kontext abzubilden.