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Studien

Damit Sie relevante wissenschaftliche Veröffentlichungen schnell in den Praxisalltag integrieren, bündelt diese Übersicht klinisch bedeutsame Studien, Metaanalysen und Versorgungsdaten. Unsere Fachredaktion sichtet die aktuelle Datenlage kontinuierlich und ordnet neue Erkenntnisse zu Diagnostik, Therapie und Prävention zielgerichtet für den medizinischen Alltag ein.

Neuste Artikel

Nahaufnahme eines menschlichen Auges mit blauer Iris, umgeben von extrem trockener, rissiger Haut, die an eine ausgetrocknete Wüstenlandschaft erinnert.
Eine immunologisch heterogene Erkrankung

IFNα treibt eigenen Sjögren-Endotyp – neue Perspektive für Präzisionstherapie

Rund 60% der Menschen mit Sjögren-Krankheit weisen deutlich erhöhte Interferon-Alpha-Spiegel auf – verbunden mit Zytopenien, Hypergammaglobulinämie und Autoantikörpern gegen TRIM21/Ro52. Erstmals ließ sich in einem transgenen Mausmodell zeigen, dass chronisch erhöhtes IFNα diesen immunologischen Endotyp kausal auslöst. Die charakteristische Proteinsignatur ist bereits mehr als 10 Jahre vor der klinischen Diagnose im Blut nachweisbar – eine Grundlage für stratifizierte Therapieansätze und Frühdiagnostik.
Zwei Hände bedienen ein Tablet, auf dessen Bildschirm das Wort „Pankreaskarzinom“ groß dargestellt ist.
Hinweisgeber Medikamentenverordnung

Was verraten Verschreibungsmuster vor der Diagnose von Pankreaskrebs?

Rund 20.000 Menschen erkranken in jedem Jahr in Deutschland neu an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Diagnose ist dann oft ungünstig. Denn oftmals wird die Erkrankung erst spät entdeckt. Immer wieder befasst sich die Wissenschaft daher mit Therapieoptionen, die das Überleben verlängern.
Blutdruckmessung
Herz-Hirn-Achse

Nicht Hypertonie, sondern Hypotonie – der unterschätzte Risikofaktor für Alzheimer

Der Zusammenhang zwischen kardiovaskulären Erkrankungen und Morbus Alzheimer gilt als etabliert – doch welche kardiale Diagnose wiegt am schwersten? Eine Auswertung zweier großer Biobanken mit fast 800.000 Teilnehmenden liefert überraschende Erkenntnisse. Nicht Hypertonie oder Myokardinfarkt, sondern die vergleichsweise wenig beachtete Hypotonie zeigt die stärkste und robusteste Assoziation mit der Alzheimer-Demenz.
KI-Avatar sitzt auf einem Smartphone-Display
Modernes Patientenmanagement

Mit dem Chatbot zur HPV-Impfung?

Bei der Rate der Jugendlichen, die gegen HPV geimpft werden, gibt es Luft nach oben. Können Chatbots Eltern erreichen und die Quote steigern?
Frau hält sich Bauch
Kulturelle Hintergründe aktiv einbeziehen

Darm-Hirn-Interaktion: Soziokulturelle Faktoren prägen Symptome

Bauchschmerzen, Sodbrennen, Verstopfung – Störungen der Darm-Hirn-Interaktion betreffen weltweit rund 40 Prozent der Menschen. Eine aktuelle Arbeit im Rahmen der Rom-V-Kriterien zeigt nun, wie stark soziokulturelle Faktoren Wahrnehmung, Arztbesuch und Therapieerfolg beeinflussen – mit weitreichenden Konsequenzen für die gastroenterologische Praxis.
Ausgedrückte Zigarette mit Rauch
Weniger Nikotin, kein Mehrkonsum

Sind nikotinreduzierte Zigaretten der Weg aus der Tabakabhängigkeit?

Könnte eine drastische Reduktion des Nikotingehalts in Zigaretten das Rauchverhalten nachhaltig verändern – und damit Millionen Leben retten? Kritiker befürchten, Raucher könnten den geringeren Nikotingehalt schlicht durch mehr Zigaretten oder andere nikotinhaltige Produkte ausgleichen. Doch dies scheint tatsächlich nicht der Fall zu sein, so das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse. Ihr Ergebnis: Kompensatorisches Rauchen bleibt die Ausnahme, nicht die Regel.
Knoten in einer Brust grafische Darstellung
Cholesterinmedikation

Mammakarzinom: Besseres Überleben durch Statine?

Brustkrebspatientinnen können von Statinen profitieren, wie Studien zeigen. Aber gilt das pauschal für alle Tumorsubtypen?
Impfstoffampullen und Spritze auf einem gelben Impfpass – Symbolbild für die Hochdosis-Grippeimpfung bei Senioren.
Weniger Hospitalisierungen bei Senioren

Hochdosis-Grippeimpfstoff schützt Senioren besser vor Klinikeinweisungen

Der Hochdosis-Influenzaimpfstoff enthält die 4-fache Antigenmenge des Standardimpfstoffs – und hält, was er verspricht: Ältere Menschen müssen deutlich seltener wegen laborbestätigter Influenza, Pneumonie oder kardiorespiratorischer Komplikationen ins Krankenhaus. Die Gesamtsterblichkeit ändert sich dadurch allerdings nicht.
ndoskop während einer Koloskopie mit Monitoransicht des Darminneren zur Abklärung eines positiven Stuhltests im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.
Darmreinigung neu gedacht

PEG-Ascorbat: Ein Liter genügt für die optimale Koloskopie

Eine niedrigvolumige Koloskopie-Vorbereitung mit nur einem Liter PEG-Ascorbat liefert in einer randomisierten Studie an 665 Patienten bessere Reinigungsergebnisse und höhere Akzeptanz als zwei oder vier Liter. Besonders im rechten Kolon zeigen sich Vorteile.
Marathon-Läufer
Endspurt mit Risiko

Plötzlicher Herzstillstand beim Marathon: Männer auf der Zielgeraden besonders gefährdet

Die letzten Meter eines Langstreckenlaufs sind offenbar die gefährlichsten – vor allem für männliche Läufer. Eine Pariser Registerauswertung über mehr als ein Jahrzehnt zeigt eine deutliche Häufung plötzlicher Herzstillstände im Schlusskilometer, verbunden mit einem auffälligen geschlechtsspezifischen Beschleunigungsmuster. Trotz umfangreicher kardiologischer Abklärung blieb bei knapp der Hälfte der Betroffenen die Ursache ungeklärt. Bemerkenswert hoch fiel hingegen die Überlebensrate aus – mit Implikationen für die medizinische Absicherung von Großveranstaltungen.
Hantavirus mit Nager im Hintergrund
Hantaviren – die unterschätzte neurologische Gefahr

Vom Nagerkot zur Hypophysenapoplexie – neurologische Facetten der Hantavirus-Infektion

Nach dem Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff im Mai 2026 rücken Hantaviren erneut in den Fokus – mit einer Letalität von bis zu 50 % beim pulmonalen Syndrom und einem breiten neurologischen Symptomspektrum, das vom Kopfschmerz über Meningoenzephalitis bis zur Hypophysenapoplexie mit plötzlichem Visusverlust reicht. Ein aktueller Review in JAMA Neurology bündelt, was zu Erregerspektrum, Pathophysiologie und Management bekannt ist – und weshalb Neurologen bei jedem schweren Fieber mit renalem oder pulmonalem Versagen auch an ZNS-Komplikationen denken sollten.
Nahaufnahme zweier Erwachsener, die nebeneinandersitzen und ihre Hände auf einem Knie ineinandergelegt halten.
Beziehungsstatus

Weniger Krebs bei Verheirateten?

Krebspatienten in einer Ehe haben Untersuchungen zufolge eine bessere Prognose. Aber kann die Beziehung auch vor Krebs schützen? Eine Studie hat untersucht, ob verheiratete Menschen seltener an Krebs erkranken - mit spannenden Ergebnissen.

Medizinische Studien: FAQ – Häufige Fragen

Die Auswahl konzentriert sich auf Arbeiten mit hoher Relevanz für die evidenzbasierte Medizin. Dazu gehören primär randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), systematische Reviews, Metaanalysen sowie große Kohorten- und Registerstudien. Ergänzt wird die Berichterstattung durch aktuelle Daten aus der Versorgungs- und Gesundheitsforschung, um auch langfristige Trends im Real-World-Kontext abzubilden.