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Studien

Damit Sie relevante wissenschaftliche Veröffentlichungen schnell in den Praxisalltag integrieren, bündelt diese Übersicht klinisch bedeutsame Studien, Metaanalysen und Versorgungsdaten. Unsere Fachredaktion sichtet die aktuelle Datenlage kontinuierlich und ordnet neue Erkenntnisse zu Diagnostik, Therapie und Prävention zielgerichtet für den medizinischen Alltag ein.

Neuste Artikel

Schwimmern Sport
Kardiorespiratorische Fitness

Sportliche Jugend zahlt sich aus – trotz leicht erhöhtem Vorhofflimmern-Risiko

Junge Ausdauersportler mit exzellenter kardiorespiratorischer Fitness gelten als Risikogruppe für späteres Vorhofflimmern. Doch wie relevant ist dieser Zusammenhang wirklich – und wie steht er im Verhältnis zum kardiovaskulären Nutzen? Eine schwedische Kohortenstudie mit über 1,1 Millionen Wehrpflichtigen liefert erstmals einen geschwisterkontrollierten Blick auf die Langzeitbilanz. Das Ergebnis relativiert bisherige Bedenken deutlich – und rückt die präventive Bedeutung körperlicher Leistungsfähigkeit im Jugendalter in ein neues Licht.
Frauenfüße auf einer Waage
Ovarialkarzinom

Risikofaktor Adipositas? Auf das Stoffwechselprofil kommt es an

Eine aktuelle Metaanalyse mit 230 untersuchten Expositionen belegt einen klaren Zusammenhang zwischen Endometriose, spätem Menopausenalter, Adipositasparametern und einem erhöhten Ovarialkarzinomrisiko. Welche Faktoren zudem protektiv wirken und was das für die gynäkologische Praxis bedeutet.
Mann hält sich Bauch mit beiden Händen
Alles aus dem Takt?

Wenn nächtliches Essen den Darm durcheinanderbringt

Bauchschmerzen, Rumoren im Darm und ein Völlegefühl: Ein fettiges und schweres Essen am Abend ist keine gute Idee. Und auch mit Salat hat der Darm eine Menge zu tun. Die Folge: Wir schlafen schlecht. Und das ist nicht nur ein Gefühl. So zeigen auch Studien, dass wir mit einigen Lebensmitteln besser schlafen als mit anderen.
Das Bild zeigt eine stehende Person von hinten in einem blauen Sportoberteil und einer blauen Shorts. Eine eingeblendete anatomische Grafik des Beckens macht die Hüftgelenke sichtbar. Das linke Hüftgelenk ist durch einen rot-orange leuchtenden Bereich hervorgehoben
Effekt ist geringer als gedacht

Sport ist kein „Wundermittel“ gegen Schmerzen bei Hüftarthrose

Bewegung gilt als Basismaßnahme bei Hüftarthrose – doch wie groß ist der analgetische Effekt wirklich? Laut einem aktuellen Cochrane-Review reduzieren strukturierte Trainingsprogramme Schmerzen und Funktionseinschränkungen im Mittel nur um wenige Punkte auf einer 100-Punkte-Skala. Damit bleiben die Effekte unterhalb der Schwelle einer klinisch relevanten Verbesserung. Als Add-on zu anderen Therapien senkt Bewegung immerhin das Risiko unerwünschter Ereignisse leicht.
PSA-Test -
Präzisere Diagnostik

Stockholm3-Test schlägt PSA-Test bei Prostatakrebs-Früherkennung

Die Früherkennung von Prostatakrebs ist weiterhin eine Herausforderung. Der Stockholm3-Test kombiniert PSA-Wert, Proteinbiomarker, polygenen Risikoscore und klinische Faktoren – und eseine Sensitivität ist der des klassischen PSA-Test klar überlegen. So könnten potenziell deutlich mehr klinisch signifikante Prostatakarzinome erkannt werden, ohne die Rate unnötiger Folgeuntersuchungen zu erhöhen.
Schwangere hält Körperwaage in der Hand
Gewicht in der Schwangerschaft

Lustige Sprüche – ernste Folgen

Gewichtsstigmatisierung ist ein allgegenwärtiges Problem. In der Schwangerschaft bleibt sie oft nicht ohne Folgen.
Dermatologische Untersuchung der Haut am Arm mit dem Tablet
Nützlich sind die Algorithmen trotzdem

Hautkrebsdiagnostik: Berufserfahrung schlägt Künstliche Intelligenz

Moderne KI-Modelle sind nicht per se diagnostisch genauer als Hautärzte. Zumindest erfahrene Dermatologen übertreffen moderne KI-Modelle weiterhin in Genauigkeit und Sensitivität. Nützlich sind die Algorithmen trotzdem: Insbesondere weniger erfahrene Diagnostiker könnten von einer KI-Unterstützung profitieren. Die Zukunft liegt daher offenbar nicht im Wettstreit, sondern in der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.
Die trabekuläre Knochenstruktur im Hüftgelenk bei Osteoporose.
Notwebduge Sekundärprävention hat Vorrang

Grünes Licht für frühe Osteoporosetherapie nach Fragilitätsfrakturen

Nach einer Fragilitätsfraktur wird die medikamentöse Osteoporosetherapie oft verzögert oder pausiert – aus Sorge vor Heilungsstörungen. Diese Sorge scheint jedoch unbegründet; diesen Schluss lässt eine aktuelle Metaanalyse zu: Bisphosphonate beeinträchtigen demnach weder die Zeit bis zur Knochenheilung noch die Rate an Pseudarthrosen. Teriparatid könnte die Frakturheilung sogar um durchschnittlich 3 Wochen verkürzen. Die Sekundärprävention sollte daher zeitnah eingeleitet oder fortgeführt werden.
Ein Kind trägt ein rotes T-Shirt und blaue Jeans und hält sich mit beiden Händen den Bauch, was auf Bauchschmerzen hinweist.
Defektes Gen lässt Darmschleimhaut versagen

Morbus Crohn bei Kindern: Internationales Team findet bislang unbekannte Genursache

Warum manche Kinder besonders schwer an Morbus Crohn erkranken, war lange unklar. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des LMU Klinikums hat jetzt mit BIRC3 ein bislang unbekanntes Krankheitsgen entlarvt. Der Befund eröffnet neue diagnostische Wege für betroffene Familien und liefert einen vielversprechenden Ansatzpunkt für zielgerichtete Therapien.
Nahaufnahme eines Auges mit digitaler Analyse-Overlay
Gemeinsame biologische Mechanismen

Altersbedingter Sehverlust korreliert mit leicht erhöhtem Krebsrisiko

Augenerkrankung oder Hinweis auf mehr? Menschen mit neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration erkranken etwas häufiger an bestimmten Krebsarten. Eine Ursache könnten gemeinsame biologische Mechanismen beider Erkrankungen sein. Konsequenzen für die Krebsfrüherkennung oder Präventionsstrateg sind aber eher nicht zu erwarten.
Niere
Neuer Biomarker fürs ccRCC

14q-Deletion und EDNRB sagen Immuntherapie-Ansprechen beim Nierenzellkarzinom vorher

Beim klarzelligen Nierenzellkarzinom fehlen bislang verlässliche prädiktive Marker für eine Immuncheckpoint-Blockade. Eine multi-omische* Analyse an 825 Patientenproben zeigt jetzt: Die 14q-Deletion geht mit einer aberranten NF-κB-Aktivierung, verstärkter CD8+-T-Zell-Infiltration und einer einzigartigen EDN1-EDNRB-Achse zwischen Tumor- und dendritischen Zellen einher. Die Kombination aus 14q-Status und EDNRB-Expression ermöglicht eine deutlich bessere Vorhersage des progressionsfreien Überlebens unter Nivolumab als etablierte Marker.
Thermometer vor Himmel mit Wolken im Hintergrund.
Wenn Hitze zur Stoffwechselfalle wird

Hitze treibt Hypoglykämierisiko bei Typ-1-Diabetes nach oben

Heiße Sommertage sind für Menschen mit Typ-1-Diabetes mehr als eine Belastung – sie sind ein echtes Stoffwechselrisiko. Besonders auffällig: Der Effekt setzt bereits am ersten Hitzetag ein und klingt in den Folgetagen nur langsam wieder ab. Bei Menschen mit niedrigen HbA1c-Werten oder eingeschränkter Hypoglykämiewahrnehmung empfiehlt sich daher eine vorausschauende Anpassung der Basalinsulindosis, sobald Hitze angekündigt ist. Bemerkenswert: Auch Kälte erhöht das Hypoglykämierisiko – allerdings deutlich schwächer als hohe Temperaturen.

Medizinische Studien: FAQ – Häufige Fragen

Die Auswahl konzentriert sich auf Arbeiten mit hoher Relevanz für die evidenzbasierte Medizin. Dazu gehören primär randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), systematische Reviews, Metaanalysen sowie große Kohorten- und Registerstudien. Ergänzt wird die Berichterstattung durch aktuelle Daten aus der Versorgungs- und Gesundheitsforschung, um auch langfristige Trends im Real-World-Kontext abzubilden.