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Studien

Die medizinische Forschung entwickelt sich rasant: Täglich erscheinen neue Studien, Analysen und wissenschaftliche Bewertungen. Doch nicht jede Veröffentlichung hat unmittelbare Auswirkungen auf die Versorgung oder den klinischen Alltag.

Im Themenbereich „Studien“ finden Sie deshalb eine redaktionell kuratierte Auswahl wissenschaftlicher Arbeiten mit besonderer klinischer Relevanz. Unsere Redaktion sichtet und bewertet kontinuierlich die aktuelle Studienlage und fokussiert auf Erkenntnisse, die Diagnostik, Therapie, Prävention, Patientenmanagement oder Leitlinien beeinflussen können.

Berücksichtigt werden unter anderem große Kohorten- und Registerstudien, randomisierte kontrollierte Studien, Metaanalysen sowie wichtige Versorgungs- und Gesundheitsforschungsdaten. Neue Entwicklungen aus Bereichen wie Präzisionsmedizin, Risikostratifizierung und patientenzentrierter Versorgung werden ebenso eingeordnet wie relevante Erkenntnisse aus der klinischen Forschung.

Durch die gezielte Auswahl und fachliche Einordnung erhalten Ärztinnen und Ärzte einen schnellen Überblick über die Entwicklungen, die für ihre tägliche Arbeit von Bedeutung sind. So lassen sich wissenschaftliche Erkenntnisse effizient in evidenzbasierte Entscheidungen und eine hochwertige Patientenversorgung überführen.

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Gewichtsprobleme

Ernährung in den Wechseljahren: Welche Kost vor Gewichtszunahme schützt

Eine Auswertung der Nurses' Health Study II mit über 38.000 Frauen zeigt, welche Ernährungsmuster die menopausale Gewichtszunahme am wirksamsten bremsen. Pflanzenbasierte Kost, Mittelmeerdiät und ein niedriger Insulin-Index schneiden besonders gut ab – die Details für die Praxis.
Junge Frau mit Kopfhörern bei einer Videositzung am Laptop
Raus aus dem Grübeln – rein ins Handeln

Schritt für Schritt aus der Krise: Problemlösen hilft bei Krebs

Junge Erwachsene mit Krebs profitieren deutlich von einem strukturierten Probremlösungs-Training, wie es beispielsweise das Programm Bright IDEAS-YA anbietet. Sechs Videositzungen senken Angst und Depression messbar und steigern die Lebensqualität – ein niedrigschwelliger Baustein für die psychoonkologische Versorgung junger Krebspatienten.
Frau tastet rot leuchtende Brust ab
Metastasiertes Mammakarzinom

Mehr metastasierte Brustkrebsdiagnosen – aber bessere Überlebenschancen

Seit über einem Jahrzehnt nimmt die Zahl primär metastasierter Mammakarzinome in den USA kontinuierlich zu – bei Frauen wie bei Männern, in allen Altersgruppen und über sämtliche Tumorsubtypen hinweg. Eine populationsbasierte Auswertung von mehr als 760 000 Brustkrebsdiagnosen liefert nun aktuelle Zahlen zu Inzidenz, Stadienverteilung und Gesamtüberleben – und wirft Fragen zu Screening, Tumorbiologie und Versorgungsrealität auf.
Abstract image of the uterus. female reproductive system
Risikofaktor Schilddrüse

Endometriumkarzinom: Erhöht eine Hypothyreose das Krebsrisiko?

Eine dänische Kohortenstudie mit über einer Million Frauen untersuchte, ob Hypothyreose oder Hyperthyreose das Risiko für Endometriumkrebs erhöhen. Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion erkrankten zwar häufiger und vermehrt an Typ-1-Tumoren – doch die Ergebnisse zeigen ein überraschendes Bild.
Dialysegerät auf der Intensivstation
Pilotstudie

Präeklampsie: sFlt-1-Apherese verlängert Schwangerschaft um zehn Tage

Präeklampsie und Apherese: Eine neue Antikörper-basierte Adsorptionssäule senkt den sFlt-1-Spiegel im mütterlichen Blut um rund 50 Prozent und verlängert die Schwangerschaft bei früh einsetzender Präeklampsie im Median um zehn Tage. Warum das Verfahren auch für das Geburtsgewicht der Kinder Vorteile bringt.
Zusätzlicher Schutzmechanismus?

GLP-1-Agonisten bei Brustkrebs: Bessere Überlebensraten bei Adipositas und Diabetes

Brustkrebspatientinnen können mit einer Therpaie mit GLP-1-Rezeptorantagonisten ihr Rezidiv- und Mortalitätsraten reduzieren – sofern sie gleichzeitig stark übergewichtig oder an einen Typ-2-Diabetes erkrankt sind. Damit wird die Substanzklasse durchaus onkologisch interessant, auch wenn die aktuelle Studienlage noch keine Aussagen darüber zulässt, ob der Effekt rein auf die metabolische Kontrolle durch die „Abnehmspritze" zurückzuführen ist, oder ob eventuell auch darüber hinausgehende Schutzeffekte eine Rolle spielen.
Plazenta nach der Geburt auf blauem OP-Tuch
Geburtshilfe Forschung

Vorzeitige Plazentaablösung: Erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko bei Kindern

Eine Analyse der PACER-Kohorte mit fast drei Millionen Schwangerschaften zeigt ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Kindern, die unter einer Plazentaablösung geboren wurden. Die Hazard-Ratio für kardiovaskuläre Mortalität liegt bei 4,64 – mit dem größten Anstieg im ersten Lebensjahr.
Hirnmetastasen
Mammakarzinom Forschung

Hirnmetastasen bei Brustkrebs: Immunlandschaften sagen längeres Überleben voraus

Eine aktuelle Analyse des Tumormikromilieus identifiziert zwei Immunlandschaften, die mit einem verlängerten Überleben bei Brustkrebs assoziiert sind. Geweberesistente Gedächtnis-T-Zellen und geordnete Immunzellansammlungen rücken als prognostische Marker in den Fokus – mit Potenzial für personalisierte Therapien.
Closeup of doctor hands in protective gloves injecting vaccination in arm of unrecognizable female patient in clinic,
Impfschutz Schwangerschaft

Influenza- und COVID-19-Impfung: Schwangere zu selten geschützt

Influenza- und COVID-19-Impfung in der Schwangerschaft: Eine norwegische Registerstudie mit 50.000 Frauen zeigt deutliche Impflücken – nur 29,9 Prozent erhielten eine Grippeimpfung, 12,1 Prozent eine COVID-19-Impfung. Welche regionalen und altersspezifischen Unterschiede sich zeigen und was das für die Praxis bedeutet.
Vitamin-D-Kapseln auf Holzuntergrund
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Mammakarzinom: Vitamin-D-Spiegel verbessert Prognose und Überleben

Eine Kohortenanalyse mit fast 4.000 Patientinnen zeigt, dass ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel mit besserem Gesamtüberleben, längerem krankheitsfreien Überleben und einem geringeren kardiometabolischen Risiko einhergeht. Warum die routinemäßige Bestimmung sinnvoll ist und welche Fragen zur Supplementierung offenbleiben.
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Podcast: Study Snacks – Gastroenterologie

Zanzalintinib-Atezolizumab verbessert Gesamtüberleben bei Patienten mit kolorektalem Karzinom | Study Snacks – Gastroenterologie #055

Das metastasierte Kolorektalkarzinom zählt nach wie vor zu den prognostisch ungünstigsten Tumorerkrankungen: Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei lediglich rund 15 %. Während Immuncheckpoint-Inhibitoren bei Tumoren mit Defekten im DNA-Reparatursystem deutliche Fortschritte gebracht haben, profitiert die große Mehrheit der Patientinnen und Patienten bislang nicht von diesen Therapien. Etablierte Monotherapien wie Regorafenib, Trifluridin-Tipiracil oder Fruquintinib erzielen ein medianes Gesamtüberleben von gerade einmal sieben Monaten – der Bedarf an wirksamen neuen Behandlungsoptionen ist also hoch.
Ärztin oder Radiologin betrachtet ein Mammografie-Bild am Befundungsmonitor
4 Jahrzehnte Nachbeobachtung

Mammografie-Screening verschiebt Stadienverteilung – Brustkrebsmortalität sinkt europaweit

Seit Ende der 1970er-Jahre wurden in Europa flächendeckend Mammografie-Screeningprogramme etabliert – mit messbaren Folgen für Inzidenz und Mortalität des Mammakarzinoms. Eine populationsbasierte Auswertung aus 21 Ländern zeigt nun, wie sich Stadienverteilung und Sterblichkeit über vier Jahrzehnte entwickelt haben. Während in-situ- und Stadium-I-Karzinome deutlich häufiger entdeckt werden, gehen fortgeschrittene Tumoren und Brustkrebstodesfälle zurück – allerdings mit erheblichen Unterschieden zwischen den Ländern.