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Studien

Damit Sie relevante wissenschaftliche Veröffentlichungen schnell in den Praxisalltag integrieren, bündelt diese Übersicht klinisch bedeutsame Studien, Metaanalysen und Versorgungsdaten. Unsere Fachredaktion sichtet die aktuelle Datenlage kontinuierlich und ordnet neue Erkenntnisse zu Diagnostik, Therapie und Prävention zielgerichtet für den medizinischen Alltag ein.

Neuste Artikel

Eine Frau liegt nach einem Sturz auf einer Außentreppe aus Betonstufen; ein Bein ist angewinkelt, ein Arm ausgestreckt.
Sturzbremse

Digitale Entscheidungshilfe in der Hausarztpraxis senkt Sturzrate bei Senioren

Ein dezenter Hinweis in der elektronischen Patientenakte, ein individualisiertes Übungsprogramm per Mausklick und bei Bedarf eine Physiotherapie-Überweisung: Mehr braucht es nicht, um Stürze und sturzbedingte Verletzungen bei älteren Patienten messbar zu reduzieren. Auch im Setting der (Hausarzt-)Praxis lassen sich aktuellen Studienergebnissen zufolge digitale Entscheidungshilfen zur Sturzprävention wirksam in den Praxisalltag integrieren – mit geringem Aufwand und hohem Potenzial für die Versorgung.
Doctor measuring obese man waist body fat. Obesity and weight loss.
Darmkrebs

Bessere Überlebenschancen durch höheres Gewicht?

Über Gewicht wird im Zusammenhang mit Darmkrebs häufig gesprochen. Aber stimmt es, dass Übergewicht mit einem verbesserten Überleben einhergeht, wie einige Untersuchungen zeigen? Eine aktuelle Studie hat hier Licht ins Dunkel gebracht.
Thrombus in einem Blutgefäß:
Provozierte VTE = niedriges Rezidivrisiko?

Rezidivrisiko nach provozierter VTE höher als gedacht – Neubewertung der Antikoagulationsdauer

Eine provozierte venöse Thromboembolie gilt als prognostisch günstig – doch das stimmt so nicht. Eine prospektive Kohortenstudie zeigt: Nach großen transienten Risikofaktoren erleidet fast jeder fünfte Patient innerhalb von 2 Jahren ein Rezidiv. Bei kleinen Risikofaktoren ist das Bild uneinheitlich, hormonassoziierte VTE bei Frauen bleiben dagegen weitgehend rezidivfrei. Die Ergebnisse sprechen für eine differenziertere Entscheidung über die Dauer der Antikoagulation.
Eine ältere Frau in heller Kleidung hält eine Hand mit der anderen und betrachtet die Finger. Die Hände sind scharf fokussiert, während der Hintergrund und das Gesicht unscharf erscheinen.
Remission erreicht – kann die Therapie jetzt pausieren?

Nicht nur DAS28 zählt: So erleben RA-Patienten das Absetzen von TFN-Inhibitoren

Das Absetzen eines TNF-Inhibitors bei rheumatoider Arthritis in stabiler Remission ist verlockend – doch wie wirkt sich die Deeskalation auf das Befinden der Patienten aus? Die neue STARA-Analyse hat erstmals detailliert eruiert, was Patienten selbst in dieser Phase erleben: Schmerzen nehmen zu, die körperliche Funktion verschlechtert sich und vor allem die soziale Teilhabe leidet. Die stärksten Veränderungen treten bereits in den ersten 12 Wochen auf. Nach Wiederaufnahme der Therapie normalisieren sich die Werte jedoch bei den meisten Betroffenen wieder. All dies sind wichtige Aspekte für eine parizipative Therapieentscheidung.
Mehrere bläulich dargestellter Antikörper in Y‑Form vor einem unscharfen, hellen Hintergrund
Atezolizumab bei frühem triple-negativen Brustkrebs:

Verbesserte Heilungschancen durch Immuntherapie?

Mit der Immuntherapie hat sich die Behandlung verschiedener Krebserkrankungen grundlegend verändert. Dabei wirkt die Immuntherapie, indem sie das Immunsystem aktiviert. So wird es dabei unterstützt, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen.
Hand hält Holzwürfel mit Pause- und Play-Symbol
Pausieren ohne Nutzen, aber mit Risiko

COVID-19-Booster bei Rheuma: Pausieren von Biologika und JAKi bringt keinen Impfvorteil

Sollten Patienten mit rheumatoider Arthritis, Psoriasisarthritis oder axialer Spondyloarthritis ihre Biologika oder JAK-Inhibitoren rund um eine COVID-19-Auffrischimpfung pausieren? Die COVER-Studie liefert eine klare Antwort: Eine 2-wöchige Therapiepause verbessert die Antikörperantwort nicht, erhöht aber das Risiko für Krankheitsschübe teils deutlich.
Eine medizinische Fachperson hält eine transparente, digital dargestellte Bauchspeicheldrüse in den Händen; darunter liegen holografische Symbole und Daten
Replikationsstress als Waffe gegen den Krebs

Neue Therapiestrategie beim duktalen Pankreas-Adenokarzinom

Das duktale Pankreas-Adenokarzinom zählt zu den aggressivsten Tumorerkrankungen. Forschende setzen nun genau dort an, wo die Krebszellen besonders verwundbar sind: bei ihrem ausgeprägten Replikationsstress. Der PCNA-Hemmer AOH1996 verstärkt DNA-Konflikte gezielt und bringt Tumorzellen zum Absterben. Präklinische Daten sowie erste klinische Erfahrungen deuten auf ein vielversprechendes Potenzial bei chemotherapierefraktären Tumoren hin.
Sanduhr
Weniger ist mehr

Nur ein Monat duale Therapie nach PCI bei Vorhofflimmern reicht aus

Bei Vorhofflimmern nach perkutaner Koronarintervention (PCI) balanciert die duale antithrombotische Therapie zwischen Thromboseschutz und Blutungsrisiko. Eine japanische Multizenterstudie mit mehr als 1.000 Patienten hat jetzt eine auf einen Monat verkürzte Kombination aus DOAK und P2Y12-Inhibitor gegen die klassische Zwölfmonatstherapie geprüft.
Platte mit fettreichen Fast Food
Fettleber aus der Tüte

66% mehr MASLD-Risiko: Wenn Takeaway zur Leberfalle wird

Pizza, Burger, Döner zum Mitnehmen – für viele längst Alltag. Doch der häufige Griff danach hinterlässt Spuren in der Leber. Eine internationale Analyse mit mehr als 103.000 Erwachsenen und bioptisch gesicherten Daten zeigt: Männer, die regelmäßig Takeaway-Food essen, haben ein um 66% erhöhtes Risiko für eine metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) – und je öfter, desto schwerer die Verläufe.
Ein älterer Herr in Sportkleidung steht am Strand und führt eine seitliche Dehnübung aus, mit Meer und hellem Himmel im Hintergrund.
Training gegen den Krebs

Mehr Sport – geringeres Sterberisiko?

Der positive Nutzen von Bewegung und Sport im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung wird immer wieder diskutiert. Eine aktuelle Studie hat sich nun mit den möglichen Auswirkungen strukturierter Bewegungsprogramme auf das Überleben befasst.
Baby wird an Brust der Mutter gestillt
Frühgeburt

Warum das Immunsystem bei spontanen Frühgeburten eine Schlüsselrolle spielen könnte

Bei spontanen Frühgeburten fehlen oft eindeutige Vorzeichen. In den Fokus der Wissenschaft rückt zunehmend das mütterliche Immunsystem. Eine aktuelle Studie hat hier nun genau hingeschaut.
Arzt zieht Handschuh im OP an
Neue Schwelle für die OP-Indikation

Mitralklappeninsuffizienz – frühere OP verlängert Überleben deutlich

Bei asymptomatischer degenerativer Mitralklappeninsuffizienz gilt eine effektive Regurgitationsöffnungsfläche (ERO) ≥40 mm² als OP-Indikation. Eine prospektive Kohortenstudie der Mayo Clinic mit bis zu 34 Jahren Nachbeobachtung zeigt jetzt aber, dass bereits Patienten mit ERO zwischen 30 und 39 mm² signifikant von einer frühzeitigen chirurgischen Korrektur profitieren.

Medizinische Studien: FAQ – Häufige Fragen

Die Auswahl konzentriert sich auf Arbeiten mit hoher Relevanz für die evidenzbasierte Medizin. Dazu gehören primär randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), systematische Reviews, Metaanalysen sowie große Kohorten- und Registerstudien. Ergänzt wird die Berichterstattung durch aktuelle Daten aus der Versorgungs- und Gesundheitsforschung, um auch langfristige Trends im Real-World-Kontext abzubilden.