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Studien

Damit Sie relevante wissenschaftliche Veröffentlichungen schnell in den Praxisalltag integrieren, bündelt diese Übersicht klinisch bedeutsame Studien, Metaanalysen und Versorgungsdaten. Unsere Fachredaktion sichtet die aktuelle Datenlage kontinuierlich und ordnet neue Erkenntnisse zu Diagnostik, Therapie und Prävention zielgerichtet für den medizinischen Alltag ein.

Neuste Artikel

Eher quantitative Eigenschaften entscheidend

Darmmikrobiom: Menge der Bakterien wichtiger als Zusammensetzung

Ballaststoffreiche Ernährung und Intervallfasten wirken im Darm ähnlich entzündungshemmend – obwohl sie die bakterielle Zusammensetzung des Mikrobioms unterschiedlich verändern. Eine Studie der Universität Hohenheim rückt daher die absolute Menge der Darmbakterien in den Fokus.
Schwarz-weiß Fotos aus einem Fotoalbum in den Händen einer alten Frau
Neue Erkenntnisse aus der Demenz-Forschung

Alzheimer – eine Frage der Hormone?

Wo geht es nochmal zum Supermarkt? Wo liegt der Hausschlüssel? Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis, Orientierungsschwierigkeiten und Wortfindungsschwierigkeiten. Was zunächst ganz harmlos klingt, kann ein erster Hinweis auf Alzheimer sein. Und während die Betroffenen ihren Alltag zu Beginn meist noch weitestgehend selbstständig meistern können, brauchen sie im weiteren Verlauf mehr und mehr Unterstützung.
Transgender-Symbol vor rosa-blauem Hintergrund
Ungleiche Krebsprävention

Queere Menschen seltener bei gynäkologischer Krebsvorsorge

Wer als Frau geboren wurde, sich aber nicht als solche identifiziert, geht seltener zur Vorsorge. Gleich gilt für homo- und bisexuelle Frauen. Wissenschaftler machen Barrieren im Gesundheitssystem dafür verantwortlich.
Mehrere bläulich dargestellter Antikörper in Y‑Form vor einem unscharfen, hellen Hintergrund
Erste RCT-Daten zu Dupilumab

Eosinophile Gastritis: IL-4/IL-13-Blockade reduziert Eosinophilenlast um die Hälfte

Für die eosinophile Gastritis existiert bislang keine zugelassene Therapie. Der monoklonale Antikörper Dupilumab, der die Typ-2-Zytokine IL-4 und IL-13 blockiert, könnte diese Lücke schließen. In einer Phase-II-Studie reduzierte die Substanz die gastrale Eosinophilenzahl signifikant und verbesserte auch endoskopische sowie histologische Parameter deutlich. Ein Effekt auf die Symptomlast blieb dagegen aus – möglicherweise ein Dosis- oder Zeitfrage.
Pilz Candida albicans
Mund prägt Darmimmunität

Morbus Crohn: Candida-Immunantwort aus dem Mund treibt Darmentzündung

Kieler Forschende haben aufgedeckt, dass Th17-Immunzellen gegen den Hefepilz Candida albicans vermutlich in der Mundschleimhaut geprägt werden und im entzündeten Darm bei Morbus Crohn gewebsschädigende Eigenschaften entwickeln. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Ansatzpunkte für gezielte Biologika-Therapien und rücken die immunologische Achse zwischen Mund und Darm stärker in den Fokus der Entzündungsmedizin.
Medizinische Illustration mit Symbolen von Lunge, Nieren, Knochen und Herz vor dunklem Hintergrund, verbunden mit einem zentralen Schutzschild-Symbol mit medizinischem Kreuz.
Reaktivierte Killerzellen beseitigen Fibrosegewebe

Neuer Therapieansatz bei Rheuma-Komplikation: Das Immunsystem als Verbündeter gegen Lungenfibrose

Lungenfibrose bei systemischer Sklerose und rheumatoider Arthritis gilt als kaum reversibel – ein Heidelberger Forschungsteam zeigt nun einen Ausweg: Über den Antikörper Monalizumab lassen sich natürliche Killerzellen reaktivieren, die seneszente Fibroblasten gezielt eliminieren. Erste präklinische Daten deuten sogar auf eine Rückbildung fibrotischer Prozesse hin.
Arzt untersucht Hand einer älteren Patientin.
Alterserkrankungen im Wandel

Herzinfarkt seltener, Krebs häufiger: Medizinischer Fortschritt verschiebt Krankheitslast

Herzinfarkt, Schlaganfall und Hüftfraktur werden seltener, Krebsdiagnosen dagegen häufiger – und immer mehr Patienten überleben schwere Erkrankungen deutlich länger. Eine neue Auswertung schwedischer Registerdaten des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung und des Karolinska-Instituts zeigt, wie Prävention und bessere Therapien die Krankheitslast im Alter grundlegend verändern.
Ärztin misst Bauchumfang eines Patienten mit Adipositas
Deutlich ausbaufähig

Adipositasversorgung in Deutschland: Große Lücke zwischen Leitlinie und gelebter Praxis

Übergewicht und Adipositas sind in Deutschland weit verbreitet – doch die Nutzung evidenzbasierter Behandlungsangebote bleibt weit hinter den Leitlinienempfehlungen zurück: Drei von vier versuchen die Gewichtsreduktion im Alleingang, weniger als die Hälfte spricht überhaupt mit dem Hausarzt darüber, und nur ein Bruchteil nutzt strukturierte Verhaltensprogramme, digitale Gesundheitsanwendungen oder Pharmakotherapie. Bekanntheit und Interesse klaffen dabei besonders bei DiGAs deutlich auseinander.
Hand platziert Würfel mit Ungleichheitszeichen zwischen rosa und blauer Spielfigur
Umbenennung könnte viele Leben retten

Niedriggradiges Prostatakarzinom – schon Krebs oder nur präkanzerös?

Eine Umbenennung des niedriggradigen Prostatakarzinoms (Grade Group 1) in eine Krebsvorstufe könnte mehr Todesfälle verhindern als verursachen. Der Grund: Mehr Männer würden an der PSA-Früherkennung teilnehmen, wenn die Angst vor Überdiagnose und Übertherapie sinkt. Ein Modell aus Los Angeles liefert die Daten.
Frühchen im Inkubator mit Messsonde am Fuß
Frühgeborene

Die Geburt voraussagen und Frühgeburten verhindern

Sie sind klein, zerbrechlich und wiegen im Extremfall weniger als ein Paket Mehl - Frühgeborene. Einige von ihnen kommen bereits dann auf die Welt, wenn ihre Organe noch nicht richtig entwickelt, das Atmen noch anstrengend und der Darm noch sehr empfindlich ist. Nach Angaben der WHO wurden im Jahr 2020 13,4 Millionen Kinder weltweit vor der abgeschlossenen 37. Schwangerschaftswoche geboren.
Alveolen und Kapillaren im Detail
Pulmonale AML-Infiltration

Mechanismen des Atemversagens bei AML entschlüsselt

Bei akuter myeloischer Leukämie (AML) ist Atemversagen eine gefürchtete Komplikation. Eine aktuelle Analyse zeigt, wie Leukämiezellen die Alveolarwand durchbrechen, fibrotischen Umbau auslösen und die Immunabwehr in der Lunge kippen. Prednison bessert die Lungenfunktion binnen Stunden und mit Lgals9 und IL-33 rücken 2 neue Targets in den Fokus.
Eine Person misst ihren Blutdruck mit einem elektronischen Handgelenk-Blutdruckmessgerät.
Ein Zielwert für alle hat ausgedient

Ischämischer Schlaganfall: Reperfusionsangepasste Blutdrucksenkung nach Thrombektomie verbessert Outcome

Nach erfolgreicher endovaskulärer Thrombektomie erreicht rund die Hälfte der Betroffenen trotz angiografisch gelungener Reperfusion kein zufriedenstellendes funktionelles Ergebnis. Bisherige Studien zur intensivierten Blutdrucksenkung enttäuschten – oder schadeten sogar. Ein neuer Ansatz differenziert die systolischen Zielwerte nach dem tatsächlichen Reperfusionsgrad und liefert erstmals positive Ergebnisse: mehr funktionell unabhängige Patienten nach 90 Tagen, weniger hämorrhagische Transformationen – ohne Zunahme schwerer Ereignisse.

Medizinische Studien: FAQ – Häufige Fragen

Die Auswahl konzentriert sich auf Arbeiten mit hoher Relevanz für die evidenzbasierte Medizin. Dazu gehören primär randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), systematische Reviews, Metaanalysen sowie große Kohorten- und Registerstudien. Ergänzt wird die Berichterstattung durch aktuelle Daten aus der Versorgungs- und Gesundheitsforschung, um auch langfristige Trends im Real-World-Kontext abzubilden.