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Studien

Damit Sie relevante wissenschaftliche Veröffentlichungen schnell in den Praxisalltag integrieren, bündelt diese Übersicht klinisch bedeutsame Studien, Metaanalysen und Versorgungsdaten. Unsere Fachredaktion sichtet die aktuelle Datenlage kontinuierlich und ordnet neue Erkenntnisse zu Diagnostik, Therapie und Prävention zielgerichtet für den medizinischen Alltag ein.

Neuste Artikel

Closeup of doctor hands in protective gloves injecting vaccination in arm of unrecognizable female patient in clinic,
Zervixkarzinom

HPV-Impfung – und wie sie die Sterberate senken kann

4.388 Frauen sind im Jahr 2022 in Deutschland nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten neu an Gebärmutterhalskrebs erkrankt, 1.413 Sterbefälle wurden verzeichnet. Zuverlässigen Schutz - so zeigen verschiedene Studien - bietet die Impfung gegen Humane Papillomviren.
Eine 3D-Illustration verschiedener blauer und violetter Viren und Bakterien auf dunkelblauem Hintergrund
Dritthäufigste Todesursache

Infektionen bei Diabetes – ein unterschätztes Risiko mit potenziell tödlichen Folgen

Infektionen bei Diabetes werden noch immer unterschätzt, dabei sind sie häufig, verlaufen oft schwer und sind nicht selten tödlich – sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes und Prädiabetes. Bei Typ-2-Diabetes sind Infektionen – nach Herzerkrankungen und Krebs – sogar die dritthäufigste Todesursache. Entscheidend ist dabei nicht nur der HbA1c-Wert an sich, sondern auch seine Variabilität. Umso wichtiger erscheint eine effiziente Glukosekontrolle und die Früherkennung von Infektionen in der täglichen Praxis. Auch in den Leitlinien sollte das Infektionsmanagement stärker zum Tragen kommen.
Ein übergewichtiges junges Paar steht eng zusammen und ist mit einem Maßband umwickelt.
Übergewicht

GLP-1-Agonisten und Brustkrebsrisiko

Übergewicht gilt mit Blick auf Brustkrebs als wichtiger Risikofaktor. Doch wie sind GLP-1-Präparate mit dem Brustkrebsrisiko assoziiert?
Holografische 3D-Darstellung der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen über den ausgestreckten Händen einer Person in medizinischer Kleidung.
Unterschätzte Krankheitslast

Zwei Drittel der pHPT-Patienten entwickeln Endorganschäden – Operation bleibt selten

Der primäre Hyperparathyreoidismus gilt vielfach als harmlose Zufallsdiagnose – doch eine große US-Kohortenstudie mit über 43.000 Betroffenen zeichnet ein anderes Bild: Bereits bei Diagnosestellung weist jeder Zweite Skelett- oder Nierenschäden auf, ein weiteres Drittel entwickelt sie im Verlauf. Obwohl die Parathyreoidektomie das Frakturrisiko nachweislich um 24–63% senkt und die Vorteile die Risiken klar überwiegen, wird nur jeder fünfte Patient mit Endorganschaden operiert.
Kinesiotaping der Schulter bei muskuloskelettalen Beschwerden durch eine Physiotherapeut
Kurzfristiger Nutzen, unsichere Evidenz

Kinesiotaping bei muskuloskelettalen Beschwerden auf dem Prüfstand

Kinesiotapes sind in Sport und Physiotherapie allgegenwärtig – doch was leisten sie wirklich bei muskuloskelettalen Erkrankungen? Eine umfassende Analyse liefert ernüchternde Antworten: Unmittelbar und kurzfristig lassen sich Schmerzen zwar lindern und die Funktion verbessern, mittelfristig verpuffen die Effekte weitgehend. Zudem ist die methodische Qualität der Evidenz überwiegend kritisch niedrig.
Weit geöffneter Mund mit Blick auf Zunge und Mundschleimhaut
Zuverlässig – auch ohne Skalpell

Bürstentest ersetzt schmerzhafte Biopsie zur Diagnostik von Mundhöhlenkarzinomen

Ein neuer Multigen-mRNA-Bürstentest aus England erkennt Mundhöhlenkarzinome zuverlässig und ohne Skalpell. Mit einer Falsch-Positiv-Rate von 4,9% und einer Falsch-Negativ-Rate von 4,3% erlaubt er eine präzise Risikostratifizierung. Damit rückt eine schmerzfreie, wiederholbare Alternative sowohl zur Früherkennung als auch zur Überwachung von Mundhöhlen-Plattenepithelkarzinomen zur Gewebebiopsie in greifbare Nähe – zuerst muss jedoch ein geeigneter Industriepartner gefunden werden.
Übergewichtige Frau walkt
Semaglutid, Tirzepatid, Sleeve-Gastrektomie

Bariatrische Chirurgie erreicht kombinierte Therapieziele häufiger als GLP-1-Analoga

Laut Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2025 17,9 Prozent der Erwachsenen in Deutschland adipös. Für die Betroffenen geht das mit großen gesundheitlichen Risiken einher. So sind sie etwa häufiger von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen betroffen. Adipositas und Typ-2-Diabetes gehen häufig Hand in Hand – hier haben sich die therapeutischen Optionen deutlich erweitert. Direkte Vergleiche zwischen den modernen GLP-1- bzw. GIP/GLP-1-Analoga und der bariatrischen Chirurgie unter Alltagsbedingungen sind jedoch rar.
Eine Besprechungsrunde am Tisch von oben gesehen
Mehr Krebs, höhere Mortalität

Lange Sitzphasen sind ein eigenständiger Krebs-Risikofaktor – Bewegung schützt

Nicht die Gesamtdauer, sondern die Länge einzelner Sitzphasen beeinflusst das Krebsrisiko. Aber auch die Krebsmortalität erhöht sich durch langes, ununterbrochenes Sitzen – und zwar um 9% pro zusätzlicher Stunde. Es lässt sich aber auch mit einfachen Mitteln gegensteuern: Kurze Bewegungspausen senken das Risiko messbar und sind damit ein neuer Ansatz für die Krebsprävention.
Schwangere auf der Waage
Schwangerschaft

Mehr Risiken für Mutter und Kind durch GLP-1-Rezeptoragonisten?

Die Verwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten hat Experten zufolge bei Frauen im reproduktiven Alter zugenommen. Doch wie steht es um die Sicherheit in der frühen Schwangerschaft?
weiße Kapseln und Tabletten
Erhöhtes Rezidivrisiko in großer Kohortenstudie

Kalziumsupplemente bei kardiovaskulärer Vorerkrankung – riskant vor allem ohne Vitamin D

Kalziumpräparate gelten als harmlose Unterstützung der Knochengesundheit – doch bei Patientinnen und Patienten mit bereits manifester kardiovaskulärer Erkrankung könnte die Rechnung anders aussehen. Eine populationsbasierte Kohortenstudie aus Hongkong mit über 35.000 gematchten Personen liefert nun deutliche Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für erneute kardiovaskuläre Ereignisse. Besonders auffällig: Männer und Anwender einer reinen Kalzium-Monotherapie ohne Vitamin D trifft es stärker. Die Ergebnisse werfen Fragen zur Verordnungspraxis in einer besonders vulnerablen Patientengruppe auf.
Zwei Gläser Wein, eins rot, eins weiß
Die versteckte Gefahr im Glas

Alkohol und Krebs: Ein Tröpfchen schadet nicht?

Alkoholkonsum ist gesellschaftlich anerkannt. Doch wie gefährlich sind bereits geringe Mengen mit Blick auf das Krebsrisiko? Besonders gastroenterologische Krebsarten wie Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Leberkrebs zeigen eine klare Verbindung zu Alkohol – auch bei niedrigem Konsum.
Vitamin D Kapseln
Mammakarzinom

Viel Vitamin D, wenig Schmerzen?

Vitamin D und postoperative Schmerzen nach Mastektomie: Eine aktuelle Studie mit 184 Brustkrebspatientinnen zeigt, dass ein präoperativer Vitamin-D-Mangel mit stärkeren Schmerzen, höherem Opioidbedarf und längeren Krankenhausaufenthalten einhergeht.

Medizinische Studien: FAQ – Häufige Fragen

Die Auswahl konzentriert sich auf Arbeiten mit hoher Relevanz für die evidenzbasierte Medizin. Dazu gehören primär randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), systematische Reviews, Metaanalysen sowie große Kohorten- und Registerstudien. Ergänzt wird die Berichterstattung durch aktuelle Daten aus der Versorgungs- und Gesundheitsforschung, um auch langfristige Trends im Real-World-Kontext abzubilden.