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Koronardiagnostik auf dem Prüfstand

Intermediäre Koronarstenosen: Bildgestützte FFR hält mit Druckdraht mit

|von Simone Ritter

Die druckdrahtbasierte fraktionelle Flussreserve gilt als Referenz zur funktionellen Bewertung intermediärer Koronarstenosen – wird im klinischen Alltag aber nur zurückhaltend eingesetzt. Eine rein aus Angiografiebildern berechnete FFR könnte den Eingriff vereinfachen. Ob dieser bilddatenbasierte Ansatz auch klinisch mithalten kann, prüfte jetzt eine internationale Nichtunterlegenheitsstudie an knapp 2.000 Patienten im Herzkatheterlabor – mit klarem Ergebnis nach 12 Monaten.

Angiografiebasierte FFR-Bestimmung bei intermediären Koronarstenosen: klinisch gleichwertig zur Druckdrahtmessung. (© crevis/stock.adobe.com)

Trotz überzeugender Evidenz für die druckdrahtgestützte Messung der fraktionellen Flussreserve (fractional flow reserve, FFR) bei intermediären Koronarstenosen bleibt deren Nutzung in der klinischen Routine gering. Aus Angiografiebildern berechnete FFR-Werte (FFRangio) korrelieren gut mit den invasiven Messwerten – klinische Endpunktdaten fehlten bisher jedoch. Diese Lücke schließt die internationale ALL-RISE-Studie.

Studiendesign mit hartem kombinierten Endpunkt

Aufgenommen wurden 1.930 Patienten, bei denen im Rahmen einer Koronarangiografie mindestens eine intermediäre Stenose gefunden wurde. Randomisiert erfolgte die funktionelle Beurteilung entweder mittels FFRangio (n = 965) oder druckdrahtbasiert (n = 965). Das mittlere Alter lag bei 68,4 Jahren, 25,0% der Teilnehmenden waren Frauen. Primärer Endpunkt war ein Komposit aus Tod, Myokardinfarkt oder ungeplanter, klinisch indizierter koronarer Revaskularisation nach einem Jahr; die Nichtunterlegenheitsgrenze wurde auf 3,5 Prozentpunkte festgelegt.

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