Fortschritte in Typisierungstechnologie, GvHD-Prophylaxe und supportiver Versorgung haben die Rolle der HLA-Kompatibilität in der allogenen Stammzelltransplantation verändert. Die EBMT hat nun erstmals konsensbasierte Empfehlungen zur Spenderauswahl, zum Umgang mit Anti-HLA-Antikörpern und zum Stellenwert von Post-Transplant-Cyclophosphamid veröffentlicht. Sie bieten einen praxisnahen Leitfaden – von der Erstdiagnose bis zum Rezidiv-Monitoring.
HLA-Matching in der Stammzelltransplantation: neue EBMT-Empfehlungen für die Praxis
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Die allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (HCT) ist bei zahlreichen hämatologischen, immunologischen und metabolischen Erkrankungen eine potenziell kurative Therapieoption. Ihr Erfolg hängt maßgeblich von der immunologischen Kompatibilität zwischen Spender und Empfänger ab – insbesondere von der Übereinstimmung der humanen Leukozytenantigene (HLA). Zugleich haben sich in den letzten Jahren die technischen Möglichkeiten der HLA-Typisierung, die Optionen der Graft-versus-Host-Disease-(GvHD-)Prophylaxe sowie die supportive Versorgung deutlich weiterentwickelt.
Vor diesem Hintergrund hat die European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) im Rahmen ihres 3. Practice Harmonisation & Guidelines Workshops erstmals konsensbasierte Empfehlungen zur Rolle der HLA-Kompatibilität in der modernen HCT erarbeitet. Koordiniert wurde die Arbeit von Prof. Katharina Fleischhauer und PD Dr. Esteban Arrieta-Bolaños vom Institut für Zelltherapeutische Forschung (IZTF) der Universitätsklinik Essen gemeinsam mit einer internationalen Expertengruppe aus 8 Ländern.
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