Fast jeder trägt das Epstein-Barr-Virus in sich – doch bei Menschen mit HIV wird es zur echten Gefahr: Das Lymphomrisiko ist bis zu 60-fach erhöht. Jetzt zeigt eine neue Analyse des kompletten EBV-Antikörperprofils, warum. Das Immunsystem reagiert bei HIV-Koinfektion viel breiter auf EBV-Proteine, erkennt mehr Virusbestandteile – ein deutliches Zeichen für häufigere Reaktivierungen. Die identifizierten Antikörpermuster könnten künftig helfen, das individuelle Krebsrisiko gezielt einzuschätzen.
EBV und HIV: Warum das Lymphomrisiko so stark steigt – Antikörperprofil liefert Hinweise
Fast jeder Erwachsene trägt es in sich: Das Epstein-Barr-Virus (EBV) steckt in rund 95 % der Weltbevölkerung – meist still und unbemerkt. Doch das Virus hat eine dunkle Seite. Es kann Lymphome, Nasopharynxkarzinome und andere Tumoren anstoßen und ist jährlich für etwa 300.000 neue Krebsfälle und knapp 200.000 Todesfälle verantwortlich. Besonders brenzlig wird es, wenn HIV ins Spiel kommt: Ohne antiretrovirale Therapie (ART) ist das Risiko für ein EBV-assoziiertes Lymphom bei Menschen mit HIV (PWH) 60-fach höher. Und selbst unter wirksamer ART bleibt die Gefahr – etwa für ein Hodgkin-Lymphom – deutlich erhöht. Warum eigentlich? Welche Rolle spielt dabei die Antikörperantwort gegen EBV? Eine neue Studie liefert jetzt überraschend klare Hinweise.
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