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Erst den Salat, dann die Pasta?

Meal Sequencing bremst den Blutzuckeranstieg nur kurzfristig

Zunächst das Gemüse essen, dann erst Kohlenhydrate – hält das den Blutzucker in Schach? Diesen simplen Ernährungstrick, der fast zu schön klingt als wahr zu sein, hat die Wissenschaft genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Der Effekt ist real, aber kurzlebig – und insbesondere für Menschen mit Typ-2-Diabetes ist dieser durchaus populäre Trend längst nicht so eindeutig, wie manche hoffen. Eine nachhaltige Verbesserung des Langzeitblutzuckers lässt sich bislang nicht belegen. Damit fehlt die Grundlage für eine allgemeine Empfehlung zum „Meal Sequenzing“.

Gemüsereiche Suppe mit Karotten, Bohnen, Kohl, Tomaten und Nudeln in einer weißen Schüssel; Aufnahme aus der Vogelperspektive auf dunkler Holzoberfläche.
Die Essreihenfolge macht einen Unterschied, allerdings nur auf Zeit: Gemüse vor kohlenhydratreichen Lebensmitteln zu essen, kann den postprandialen Blutzuckeranstieg vorübergehend bremsen. © S. Bütow/Thieme

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Bestandteile einer Mahlzeit in einer bestimmten Reihenfolge zu essen, ist das Prinzip von Meal Sequencing. Zum Beispiel werden zuerst Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index verzehrt, insbesondere Gemüse oder Salat, bevor kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Reis, Kartoffeln oder Nudeln mit einem höheren glykämischen Index folgen. Diese Reihenfolge soll den postprandialen Blutzuckeranstieg abflachen. Stimmen aus dem Gesundheits- und Ernährungsbereich vermuten, dass dies auch im Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes von Interesse sei.

Das Prinzip hinter dem Ernährungstrend

Der vermutete Mechanismus hinter dem Prinzip, Gemüse vor Kohlenhydraten zu essen, lässt sich durch die im Gemüse enthaltenen Ballaststoffe erklären. Gelangen diese zuerst in den Magen-Darm-Trakt, kann das die Aufnahme von Glukose,aus den Kohlenhydraten verlangsamen. Wie gut diese Annahme wissenschaftlich belegt werden kann, haben Forschende des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) in einer systematischen Übersichtsarbeit untersucht- Sie haben für ihre Metaanalyse 18 randomisierte kontrollierte Studien mit Erwachsenen ausgewertet, die ihren strengen Auswahl- und Qualitätskriterien entsprachen.

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