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Abstrakte Darstellung eines weiblichen Oberkörpers mit blau leuchtenden, digitalen Linien und hervorgehobener Brustregion vor dunklem Hintergrund, ergänzt durch grafische Lichteffekte.
Weniger ist mehr

Frühes Mammakarzinom: PAM50-Test ermöglicht einen Verzicht auf Chemotherapie

Beim frühen ER+/HER2-negativen Mammakarzinom liefert die auf dem dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology, dem ASCO 2026, vorgestellte OPTIMA-Studie überzeugende Evidenz für eine personalisierte Therapiesteuerung: Bei Patient*innen ab 40 Jahren mit bis zu 9 befallenen Lymphknoten kann anhand des PAM50-Tests (ROR ≤60) in vielen Fällen sicher auf eine Chemotherapie verzichtet werden – ohne Einbußen beim krankheitsfreien Überleben.
DNA-Doppelhelix vor blau-orangem Hintergrund
Wie Schwerelosigkeit Lebergewebe verändert

Leberorganoide im All: ATAC-Sequenzierung enthüllt Genaktivität unter Schwerelosigkeit

Im Rahmen der DLR-Cellbox-Mission untersucht ein Dresdner Forschungsteam erstmals Maus-Leberorganoide unter realer Mikrogravitation im Erdorbit. Mittels ATAC-Sequenzierung wird sichtbar, welche Gene unter Schwerelosigkeit und kosmischer Strahlung aktiv sind – mit Potenzial für neue Erkenntnisse in Strahlenschutz und regenerativer Medizin.
leuchtende abstrakte Leber in den Händen
Lebererkrankungen früh ausbremsen

Leberfibrose: γδ-T-Zellen und dendritische Zellen als neue Therapieziele

Bei cholestatischen Leberschäden treiben dendritische Zellen und seltene γδ-T-Zellen über Interleukin-17 Entzündung und Fibrose voran. Eine Würzburger Einzelzell-Analyse macht diesen Zell-Dialog erstmals sichtbar und zeigt, wie sich die Kettenreaktion unterbrechen lässt – mit Perspektive auf gezielte Therapien bei Cholangitis und weiteren Lebererkrankungen.
Darmmikrobiom mit Bakterien im Hintergrund
Im Fokus

Darmmikrobiom bei CED: KI ebnet Weg zur personalisierten Therapie

Das Darmmikrobiom rückt bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) zunehmend in den Fokus personalisierter Therapieansätze. Im NRW-Verbundprojekt MikrobiomProCheck entwickeln Forschende KI-basierte Analysen von Genen, Metaboliten und Proteinen aus Stuhlproben. Damit sollen künftig individuelle Behandlungen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa möglich werden – und Koloskopien zur Verlaufskontrolle ersetzt.
Laborantin mit Schutzkleidung und Maske hantiert mit Pipette
Präzisionsmedizin für PSC

Primär sklerosierende Cholangitis: Pathoblocker als neuer Therapieansatz

Ein Forschungsteam aus Hannover entwickelt im Projekt StopPSC maßgeschneiderte Pathoblocker, die bakterielle Sialidasen in den Gallengängen gezielt hemmen sollen und damit erstmals eine ursachennahe Therapie der primär sklerosierenden Cholangitis (PSC) ermöglichen könnten. Der Ansatz basiert auf optimierten Grippemedikamenten und soll die Prognose deutlich verbessern.
Lupe auf Darm-Symbol vor Arztkittel
Weniger ist mehr

Ileozökalresektion bei Morbus Crohn: Erweiterte Mesenterialresektion ohne Vorteil

Die erweiterte Mesenterialresektion bei Ileozökalresektion galt bislang als potenziell rezidivsenkende Option bei Morbus Crohn. Die prospektive SPICY-Studie widerlegt diese Annahme nun eindeutig – und zeigt zugleich ein höheres Risiko für Anastomoseninsuffizienzen und schwerere postoperative Komplikationen im Vergleich zur konventionellen mesenterialsparenden Technik.
Human intestines colon organ shape with hands. Digestive tract p
Schluss mit dem Begriffs-Wirrwarr

Darmgesundheit: Internationale ISAPP-Definition schafft erstmals Klarheit

Ein internationales ISAPP-Expertengremium mit Beteiligung der Universität Hohenheim legt erstmals eine einheitliche wissenschaftliche Definition von Darmgesundheit vor. Der Konsensus schafft eine gemeinsame Basis für Forschung, Diagnostik und Patientenkommunikation und zeigt zugleich, warum Mikrobiomanalysen allein keine belastbare Beurteilung erlauben.
Lupe auf Darm-Symbol vor Arztkittel
Molekulare Türklingel

CED-Therapie: Neuer Darm-Signalweg als Angriffspunkt identifiziert

Ein Team der Universität Siegen hat ein Sensor-Protein im Darmepithel identifiziert, das über die Duale Oxidase die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies steuert und bei Morbus Crohn sowie Colitis ulcerosa aus dem Gleichgewicht gerät. Der entschlüsselte Signalweg könnte zur Grundlage neuer CED-Medikamente werden – erforscht an Käferlarven statt an Mäusen.
Holzfigur sitzt auf einer Rolle Toilettenpapier wegen Verstopfung
Dyssynergie ist nicht gleich Dyssynergie

Obstruktive Defäkation: Bionische Sonde identifiziert 3 Dyssynergie-Phänotypen

Beim obstruktiven Defäkationssyndrom lassen sich mithilfe einer bionischen Sonde erstmals drei distinkte Dyssynergie-Phänotypen unter physiologischen Bedingungen unterscheiden. Die Befunde korrelieren eng mit der Symptomlast und liefern neue Anhaltspunkte für die gezielte Wahl zwischen Biofeedback und strukturell orientierten Therapieoptionen.
Hände halten eine leuchtende Darm-Illustration
Weniger Komplikationen

ICG-Fluoreszenzangiografie senkt Anastomoseninsuffizienz nach Kolorektalchirurgie

Eine neue Metaanalyse aus 9 randomisierten Studien mit 4.754 Patienten liefert robuste Evidenz für die ICG-Fluoreszenzangiografie in der Kolorektalchirurgie. Die intraoperative Perfusionsmessung mit Indocyaningrün senkt die Anastomoseninsuffizienzrate bei linksseitigen und rektalen Resektionen signifikant – und entfaltet bei adipösen Patienten einen besonders ausgeprägten protektiven Effekt.
Paar umarmt sich auf einem Pier
Kuss mit Folgen?

Zöliakie und Küssen: Studie entkräftet Sorge vor Glutenübertragung

Die Therapie der Zöliakie basiert auf einer strikt glutenfreien Diät. Viele Betroffene berichten von erheblicher Angst vor unbeabsichtigtem Glutenkontakt – auch durch intime Berührungen wie das Küssen ihres nicht erkrankten Partners. Belastbare Daten zu dieser Sorge fehlten bislang. Eine prospektive US-Studie zeigt nun, dass selbst nach hoher Glutenlast des Partners nur in Ausnahmefällen relevante Mengen im Speichel von Zöliakiepatienten ankommen.
Ein Glas wird mit klarem Wasser gefüllt, Wasser spritzt über den Rand.
Bei Hitzewellen ist Vorsicht geboten

Klimawandel: Hitze lässt Risiko für Nierensteine steigen

Mit zunehmenden Hitzewellen ist auch hierzulande mit mehr Fällen von Urolithiasis zu rechnen. Nierensteine entwickeln sich damit zu einer relevanten Begleiterscheinung der Sommermonate. Anlässlich des Hitzeaktionstags am 11. Juni 2026 weist die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie auf die Bedeutung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr von rund 2,5 Litern täglich hin und empfiehlt eine gezielte Risikoabklärung in der Praxis – insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit entsprechender Vorgeschichte.