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Evidenzbasierte Entscheidungshilfen für Diagnostik und Therapie

Der Themenbereich „Leitlinien" bündelt aktuelle Empfehlungen für evidenzbasierte Entscheidungen in Diagnostik und Therapie.

Neuste Artikel

Mikroskopische Darstellung von Blutzellen mit hervorgehobener rosafarbener Stammzelle
Kompass für die Spenderwahl

HLA-Matching in der Stammzelltransplantation: neue EBMT-Empfehlungen für die Praxis

Fortschritte in Typisierungstechnologie, GvHD-Prophylaxe und supportiver Versorgung haben die Rolle der HLA-Kompatibilität in der allogenen Stammzelltransplantation verändert. Die EBMT hat nun erstmals konsensbasierte Empfehlungen zur Spenderauswahl, zum Umgang mit Anti-HLA-Antikörpern und zum Stellenwert von Post-Transplant-Cyclophosphamid veröffentlicht. Sie bieten einen praxisnahen Leitfaden – von der Erstdiagnose bis zum Rezidiv-Monitoring.
Früh, gezielt, risikoadaptiert

Rheumatoide Arthritis: Neue S3-Leitlinie schärft Treat-to-Target und Glukokortikoid-Stopp

Sofortiger Therapiestart nach Diagnose, anhaltende Remission als Ziel und Kontrollen alle 1 bis 3 Monate: Die neue S3-Leitlinie zur rheumatoiden Arthritis stellt Treat-to-Target konsequent in den Mittelpunkt. Methotrexat bleibt Grundlage der Erstlinie, Glukokortikoide werden auf maximal drei Monate begrenzt. Vor jeder Eskalation steht die konsequente Optimierung der csDMARD-Strategie. Neu sind zudem die risikoadaptierte Positionierung von JAK-Inhibitoren, flexiblere Switching-Optionen und eine eigenständige Deeskalationsempfehlung – ohne vollständiges Absetzen der DMARD-Therapie.
Nahaufnahme eines Sportlers in Laufkleidung im Park, der sich mit beiden Händen an sein schmerzendes Knie fasst. Das Knie ist durch eine rote Färbung als Schmerzzentrum markiert, zudem sind die Ober- und Unterschenkelknochen angedeutet. Im Hintergrund ist unscharf ein weiterer Läufer zu sehen.
Weniger Sitzen, mehr Bewegung

EULAR hat die Bewegungsempfehlungen bei Arthritis und Arthrose aktualisiert

Regelmäßige körperliche Aktivität und kürzere Sitzzeiten gehören bei entzündlicher Arthritis und Arthrose in die Regelversorgung. Die EULAR hat ihre aktualisierten Empfehlungen vor Kurzem publziert und dabei erstmals sedentäres Verhalten, digitale Anwendungen und verhaltensbezogene Strategien systematisch berücksichtigt. Unsere 7 praxisorientierten Handlungsempfehlungen geben konkrete Orientierung für Screening, Beratung und individuelle Bewegungsverordnung – von der strukturierten Verordnung nach FITT-VP-Prinzip bis zum gezielten Einsatz von Wearables und kurzen Aktivitätsphasen im Alltag.
Impfstoff-Ampullen mit Spritze
Infektionsrisiko messbar senken

DGRh konkretisiert Impf-Empfehlungen zu Zoster, HPV, Polio und Co.

Welche Impfungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sind jenseits von Atemwegs- und Reiseimpfungen relevant? Und welche Besonderheiten bei Indikation, Schema und Sicherheit gelten? Mit diesen Fragen befasst sich ein aktuelles Positionspapier der DGRh. Die zentrale Botschaft: Impfungen Zoster, HPV, Polio und Co. sollen weder durch aktive Krankheitsphasen noch durch geplante Therapieeskalationen verzögert werden. Vor allem die Zoster-Impfung ab 18 Jahren, das erweiterte HPV-Schema und die konsequente Nutzung von Totimpfstoffen bieten konkrete Ansatzpunkte, das Infektionsrisiko dieser vulnerablen Patientengruppe im Alltag messbar zu senken.
Neue S3-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs
Molekular, individuell, zielgerichtet

Neue S2k-Leitlinie für primäre ZNS-Lymphome definiert Diagnostik und Therapie neu

Nach mehr als 10 Jahren liegt eine grundlegend überarbeitete S2k-Leitlinie zu primären ZNS-Lymphomen vor. Sie stellt das primäre diffuse großzellige B-Zell-Lymphom des ZNS in den Fokus und integriert konsequent molekularpathologische Verfahren wie MYD88-Analysen und DNA-Methylierungsprofile. Therapeutisch prägt ein alters- und fitnessadaptiertes Konzept mit hochdosiertem Methotrexat, thiotepabasierter Konsolidierung und neu bewerteter Ganzhirnbestrahlung die Erstlinie. Für das Rezidiv stehen erstmals BTK-Inhibitoren und CAR-T-Zelltherapien im Empfehlungsrahmen.
Alte Frau steht mit Krankenschwester am Fenster
Palliativversorgung Krebs

Aktualisierte S3-Leitlinie Palliativmedizin: Angehörige und Spiritualität neu im Fokus

Palliativmedizin bei Krebs: Die aktualisierte S3-Leitlinie erweitert die Empfehlungen um zwei neue Themenbereiche – die multiprofessionelle Unterstützung von Angehörigen und die Integration spiritueller Bedürfnisse. Zudem wurden Empfehlungen zu Atemnot, Tumorschmerzen, opioidbedingter Obstipation und Fatigue systematisch überarbeitet.
Ein Mann und eine Frau beim Nordic Walking
Aktualisierte S3-Leitlinie

Darmkrebs-Nachsorge: Strukturiertes Bewegungsprogramm verbessert Überleben

Bewegung nach Darmkrebs wird zum festen Bestandteil der Nachsorge. Die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ empfiehlt nach Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie erstmals angeleitete körperliche Aktivität. Grundlage sind Daten der CHALLENGE-Studie, die ein deutlich besseres krankheitsfreies Überleben und Gesamtüberleben durch strukturiertes Training belegen.
Definition von Konsens auf einer Seite in einem Lexikon in englischer Sprache
Erstmals konkrete, praxisnahe Empfehlungen

Konsensuspapier zur sicheren Off-label-Anwendung inkretinbasierter Therapien bei Typ-1-Diabetes

Übergewicht und Adipositas betreffen inzwischen rund zwei Drittel der Menschen mit Typ-1-Diabetes – gleichzeitig erreichen weniger als 30% die HbA1c-Zielwerte. Immer häufiger kommen daher GLP-1- und duale GLP-1/GIP-Rezeptoragonisten off-label zum Einsatz. Ein internationales Expertengremium hat nun praxisnahe Empfehlungen zur sicheren adjunktiven Anwendung veröffentlicht: Sie umfassen Dosistitration, CGM-basierte Insulinanpassung, Ketonmonitoring sowie das Management gastrointestinaler und ophthalmologischer Risiken.
Das Wort Leitlinie steht in einer Blase, die von einer Person in Kittel und Stethoskop abgehört wird
Empfehlungen für alle Versorgungsbereiche – einheitlich und evidenzbasiert

GeriPAIN: Neue S3-Leitlinie für das Schmerzmanagement bei geriatrischen Patienten

Chronische Schmerzen im Alter werden häufig übersehen oder unterbehandelt – insbesondere bei kognitiven Beeinträchtigungen. Die neue S3-Leitlinie GeriPAIN gibt erstmals settingübergreifende, evidenzbasierte Empfehlungen zu Screening, Assessment und Therapie bei geriatrischen Patienten. Im Fokus stehen ein hierarchischer Erfassungsprozess mit systematischer Fremdeinschätzung, der Vorrang nicht medikamentöser Interventionen sowie eine besonders vorsichtige Pharmakotherapie nach dem Prinzip „start low, go slow".
Das Wort Leitlinie steht in einer Blase, die von einer Person in Kittel und Stethoskop abgehört wird
Herz und Gefäße im Blick

Erstmals S3-Leitlinie zur kardiovaskulären Prävention bei Rheuma

Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Thromboembolien treten bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen deutlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung – bei manchen Entitäten in einer Größenordnung, die mit einem Diabetes mellitus vergleichbar ist. Erstmals hat die DGRh praxisnahe Empfehlungen zur Risikoerfassung, Therapieauswahl und Prävention kardiovaskulärer Ereignisse in einer S3-Leitlinie gebündelt. Zentral sind eine konsequente Kontrolle der Krankheitsaktivität, ein risikoadaptierter Einsatz antirheumatischer Substanzen sowie eine konsequente Therapie klassischer Risikofaktoren.
Modell einer Gebärmutter
Gebärmutterkörperkrebs aktuell

Aktualisierte S3-Leitlinie Endometriumkarzinom: risikoadaptierte Therapie und molekulare Klassifikation

Die überarbeitete Empfehlung stellt die risikoadaptierte, molekular-basierte Therapie in den Mittelpunkt, präzisiert Indikationen zur Sentinel-Lymphadenektomie und definiert, wann auf adjuvante Chemo- oder Strahlentherapie verzichtet werden kann – für weniger Übertherapie und mehr Lebensqualität.
Neue S3-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs
Aktualisierte S3-Leitlinie

Therapie des Lungenkarzinoms wird immer individueller

Die S3-Leitlinie zum Lungenkarzinom wurde erneut aktualisiert. Zentrale Neuerungen betreffen die Systemtherapie beim kleinzelligen Lungenkarzinom mit Checkpoint-Inhibitoren und dem T-Cell-Engager Tarlatamab, eine erstmals 3-dimensionale Bewertung der Operabilität beim NSCLC in den Stadien II und III sowie 10 überarbeitete und 4 neue Empfehlungen zur interventionellen Therapie. Auch das Alter zählt nicht mehr als alleiniges Ausschlusskriterium für eine Operation.

Themenbereich „Leitlinien“

Der Themenbereich „Leitlinien“ bündelt aktuelle Empfehlungen und systematisch entwickelte Handlungskorridore, die Ärzten und Gesundheitsfachkräften dabei helfen, medizinische Entscheidungen auf Grundlage der besten verfügbaren Evidenz zu treffen.

Leitlinien strukturieren Diagnostik und Therapie, fördern hohe Versorgungsqualität und unterstützen dabei, komplexe Sachverhalte klar und praxisnah einzuordnen.