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Innere Medizin

Studien, Leitlinien-Updates und Praxiswissen

Der Themenbereich Innere Medizin bietet Ihnen fundierte Orientierung im breiten Spektrum internistischer Disziplinen. Von aktuellen Leitlinien-Updates und neuen Therapieempfehlungen über Sicherheitswarnungen bis hin zu praxisrelevanten Studiendaten aus Infektiologie, Gastroenterologie und Nephrologie: Wir bereiten komplexe Evidenz prägnant für Ihren internistischen Versorgungs- und Klinikalltag auf.

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Neuste Artikel

Mehrere Hände von Personen in medizinischer Kleidung liegen übereinander - Zusammenhalt, Teamarbeit, Konsens
Länger leben mit weniger Belastung

Oligometastasierter Krebs: Zwei neue patientenrelevante Studienendpunkte definiert

Klassische Studienedpunkte wie das progressionsfreie Überleben bilten den Nutzen metastasengerichteter Therapien nicht ausreichend ab. Eine internationale Expertengruppe hat nun 2 neue Messgrößen definiert, die behandlungsfreie Zeit und minimale Nebenwirkungen erfassen – Faktoren, die für Patienten unmittelbar relevant sein können. Ihr Konsenspapier, so die Studienautoren, markiere einen Paradigmenwechsel in der Krebsvorschung.
Darstellung eines Kopfes mit einem Wecker anstelle des Gehirns vor einem farblich geteilten Hintergrund; der Tag wird mit einem hellen Roséton, die Nacht in dunkelblau mit Sternen symbolisiert
Zirkadiane Rhythmen in der Krebstherapie

„Früher Vogel“ – Wirkt die Immuntherapie morgens besser?

Die innere Uhr beeinflusst weit mehr als nur Schlaf und Hormone – offenbar auch das Ansprechen auf Checkpoint-Inhibitoren. Wer PD-1- und PD-L1-Blocker früh am Tag erhält, hat deutlich bessere Überlebenschancen. Der Effekt zieht sich durch nahezu alle untersuchten Tumorentitäten – und könnte einen pragmatischen Ansatz für die onkologische Praxis darstellen.
Ein übergewichtiges junges Paar steht eng zusammen und ist mit einem Maßband umwickelt.
Metabolische Risikofaktoren in den Fokus rücken

Darmkrebs bei jungen Erwachsenen: Adipositas und Diabetes als Risikotreiber

Darmkrebs trifft zunehmend auch junge Erwachsene unter 50 Jahren. Eine internationale Metaanalyse mit Daten von über 117.000 Personen rückt in diesem Zusammenang 5 metabolische Risikofaktoren in den Fokus: Adipositas erhöht das Risiko um 45%, aber auch Typ-2-Diabetes, Hyperlipidämie, arterielle Hypertonie und das metabolische Syndrom sind eng mit der steigenden Inzidenz verknüpft. Prävention und Screening müssen daher früher ansetzen.
Podcast Cover: Study Snacks Pneumologie 1200x627
04:45 min
Podcast: Study Snacks – Pneumologie

Neoadjuvante Therapie des resektablen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) | Study Snacks – Pneumologie #031

Kann eine Kombination aus Immuntherapie und Chemotherapie vor der Operation das Leben von Patient*innen mit Lungenkrebs verlängern? Diese Frage steht im Mittelpunkt der aktuellen Folge des Thieme-Podcasts Study Snacks aus dem Fachbereich Onkologie. Im Fokus: eine im August 2025 im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie von Forde et al., die neue Langzeitdaten der bekannten Phase-III-Studie CHECKMATE 816 vorlegt.
Ambulante Chemotherapie: Im Vordergrund liegen Chemotherapie-Infusionsmaterialien auf einem Tablett, im Hintergrund sitzt eine Patientin mit Kopftuch entspannt in einem Behandlungsstuhl während der Therapie.
Machbar und sicher

Chemotherapie zu Hause: Versorgungswege neu denken

Intravenöse Chemotherapien lassen sich im häuslichen Umfeld sicher und ohne Infusionsreaktionen oder Katheterinfektionen verabreichen. Mobile Versorgungsteams und eine virtuelle Leitstelle ermöglichen eine engmaschige Überwachung – mit hoher Patientenzufriedenheit und spürbarem Gewinn an Lebensqualität.
Große Datenbasis, klare Signale

Krampfanfall im Erwachsenenalter: Hinweis auf okkulten Tumor?

Ein erstmaliger Krampfanfall jenseits des Kindesalters kann mehr als ein isoliertes neurologisches Ereignis sein: Besonders im ersten Jahr nach dem Anfall ist das Risiko für Hirntumoren massiv erhöht – doch auch extrazerebrale Malignome treten häufiger auf als erwartet. Welche Patienten sollten besonders aufmerksam abgeklärt werden?
Histologisches Bild eines diffus großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL)
MYC- und BCL2-Koexpression

Tucidinostat plus R-CHOP: Neue Erstlinienoption beim Double-Expressor-DLBCL?

Double-Expressor-Lymphome mit Koexpression von MYC und BCL2 gelten unter R-CHOP als prognostisch ungünstig. Die Phase-III-Studie DEB zeigt nun: Die zusätzliche Gabe des oralen Histon-Deacetylase-Inhibitors Tucidinostat senkt das Risiko für Progress, Rezidiv oder Tod signifikant – bei beherrschbarem Nebenwirkungsprofil und höherer kompletter Remissionsrate.
ndoskop während einer Koloskopie mit Monitoransicht des Darminneren zur Abklärung eines positiven Stuhltests im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.
Vorsorge mit Augenmaß

Darmkrebsvorsorge ab 75: Wann verliert die Koloskopie an Bedeutung?

Die Koloskopie senkt das Darmkrebsrisiko – doch bei über 75-Jährigen mit zuvor entdeckten Adenomen überwiegen konkurrierende Todesursachen das Risiko, an Darmkrebs zu versterben, deutlich. Beo älteren Erwachsenen kann es daher tatsächlich sinnvoll ein, der Vorsorgekoloskopie gegenüber anderen gesundheitlichen Anliegen eine geringere Priorität einzuräumen.
p53 in der Krebsforschung

Mini-Antikörper reaktivieren p53: Neuer Ansatz gegen Krebsmutationen

Maßgeschneiderte Mini-Antikörper, sogenannte DARPins, stabilisieren in präklinischen Studien zahlreiche Varianten des mutierten „Wächters des Genoms" p53 und könnten via mRNA-Lipid-Nanopartikel gezielt in Tumorzellen eingeschleust werden. Erste präklinische Daten deuten darauf hin, dass dieser Ansatz das Potenzial hat, die p53-gerichtete Krebstherapie grundlegend zu verändern – die klinische Validierung soll jetzt starten.
Ganz so einfach scheint es nicht zu sein!

Weniger Fleisch auf dem Speiseplan = weniger Krebs?

Schützt der Verzicht auf Fleisch vor Krebs – oder birgt er neue Risiken? Eine der größten Metaanalysen weltweit mit über 1,8 Millionen Teilnehmenden vergleicht Fleischesser, Vegetarier, Veganer und Pescetarier. Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Während einige Krebsarten seltener auftreten, steigt das Risiko für andere deutlich an.
Ösophaguskarzinom (Illustration)
Argument für Paradigmenwechsel?

Ösophaguskarzinom: Roboterchirurgie verlängert Überleben gegenüber Thorakoskopie

Robotergestützte Ösophagektomie überzeugt in der Phase-III-Studie RAMIE: Beim resektablen Plattenepithelkarzinom des Ösophagus erreichten Patienten mithilfe einer robotergestützten minimalinvasiven Ösophagektomie eine 5-Jahres-Überlebensrate von 69,4% gegenüber 56,2% nach einem thorakoskopischen Eingriff – bei vergleichbarem Sicherheitsprofil. Das stärkt die Rolle der Robotik in der minimalinvasiven Ösophaguschirurgie.
Ein Wegweiser mit zwei Schildern mit den Aufschriften „Landleben“ und „Stadtleben“ an einer Metallstange vor blauem Himmel mit Wolken.
Sozioökonomische Einflüsse auf das kolorektale Karzinom

Darmkrebs-Mortalität: Entscheidet der Wohnort über das Überleben?

In sozioökonomisch schwachen Wohngegenden ist das Sterberisiko bei Darmkrebs deutlich erhöht. Entscheidende Faktoren sind späte Diagnosen, ein häufiger Verzicht auf die Operation und die Art der Krankenversicherung – selbst Privatversicherte sind betroffen. Die zugrundeliegenden Mechanismen offenbaren wichtige therapeutische Stellschrauben.

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