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Innere Medizin

Studien, Leitlinien-Updates und Praxiswissen

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Neuste Artikel

Laparoskopie im OP-Saal
OP aufschieben – aber zu welchem Preis?

Akute Appendizitis ohne OP: Langzeitrisiken neu bewertet

Bei akuter Appendizitis muss nicht zwingend sofort operiert werden – ein konservatives Vorgehen gewinnt in der Praxis an Bedeutung. Doch wie verlässlich ist diese Strategie auf lange Sicht? Eine kanadische Kohortenstudie mit über 13.000 nicht operierten Patienten zeigt nun, dass Notfall-Reinterventionen seltener auftreten als bislang angenommen. Dennoch unterzieht sich jeder fünfte Betroffene innerhalb von fünf Jahren einer elektiven Appendektomie.
3D-Darstellung von T-Zellen und Tumorzellen
Rückt der bispezifische Antikörper in der Therapielinie nach vorn?

MajesTEC-9: Teclistamab empfiehlt sich als neue Option ab dem ersten Myelom-Rezidiv

Die MajesTEC-9 verschiebt den Einsatz von Teclistamab beim rezidivierten multiplen Myelom nach einer Lenalidomid- und Anti-CD38-Vorbehandlung deutlich nach vorn: Der bispezifische Antikörper übertrifft bereits ab dem ersten Rezidiv etablierte Tripel- und Dublett-Regime klar – mit einem 71% geringerem Progressionsrisiko, deutlich höheren Remissionsraten und signifikantem Überlebensvorteil bei vorbehandelten Patienten. Unabdingbar sind allerdings eine strikte Infektionsprophylaxe und eine konsequente IgG-Substitution in den ersten Therapiemonaten.
Nur zur Symptomlinderung

Chemotherapieinduzierte Neuropathie: Duloxetin scheitert in der Prävention

Periphere Neuropathien zählen zu den belastendsten Nebenwirkungen einer Oxaliplatin-Therapie – eine wirksame Prophylaxe fehlt bislang. Könnte das bei bestehenden Beschwerden eingesetzte Duloxetin auch präventiv wirken? Eine aktuelle Phase-III-Studie liefert nun eine klare Antwort.
Medizinische Illustration des Darms mit einem Tumor im Dickdarm
Nachsorge bei Darmkrebs

Darmkrebsrezidiv: Frühes Wiederauftreten erhöht Sterberisiko deutlich

Darmkrebsrezidiv und Prognose: Eine Analyse mit über 34.000 operierten Patienten zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Rezidivs und dem Mortalitätsrisiko. Vor allem im ersten postoperativen Jahr ist die Gefahr besonders hoch – mit konkreten Konsequenzen für die Nachsorgestrategie und das Therapiefenster.
Holzwaage mit Würfeln
G-BA

Arzneimittel-Nutzenbewertungen aus dem Mai 2026

Nicht jedes neue Medikament ist automatisch besser als die etablierte Therapie. Deshalb prüft der Gemeinsame Bundesausschuss (G‑BA) seit 2011 systematisch, ob ein neu zugelassener Wirkstoff tatsächlich einen Zusatznutzen bietet. Hier finden Sie eine kompakte Übersicht über die Entscheidungen, die der G‑BA im Mai 2026 veröffentlicht hat.
drei Hände, die jeweils ein Puzzleteil hochhalten - eines rot, eines blau, eines gelb
Neue Klasse von Inkretin-Mimetika in der Adipositastherapie

Topline-Daten aus TRIUMPH-1: Bis zu 30% Gewichtsverlust mit Triple-Agonist

Bis zu 38,5 kg weniger Körpergewicht nach 104 Wochen – der Triple-Agonist Retatrutid aus der Phase-III-Studie TRIUMPH-1 nähert sich in der höchsten Dosierung Ergebnissen, die bislang nur die bariatrische Chirurgie erzielte. Auch die niedrige 4-mg-Dosis senkte das Gewicht um durchschnittlich 19%. Zusätzlich besserten sich Taillenumfang, Lipidprofil, Blutdruck und hsCRP. Die Verträglichkeit blieb auf dem Niveau bekannter Inkretin-Therapien.
Erhhöhtes Risiko späterer Krebsdiagnosen

Lungenkrebs-Screening: Zufallsbefunde im CT mit klinischer Relevanz

Zufallsbefunde im Lungenkrebs-Screening sollten keine Nebensache sein. Denn solche sogenannten significant incidental findings (SIFs) gehen nicht selten mit zeitnahen Krebsdiagnosen einher – vor allem bei Tumoren im Harnsystem, bei Lymphomen, Leukämien sowie im Magen-Darm-Trakt. Bislang war dieser Zusammenhang nicht eindeutig belegt.
Behandschuhte Hände halten Holzwürfel mit Leber-, Mikroskop- und Labor-Symbolen
Hepatitis-D-Therapie

Hepatitis D: FDA lässt Bulevirtid aus Heidelberger Forschung zu

Bulevirtid gegen Hepatitis D: Die FDA hat den in Heidelberg entwickelten Entry-Inhibitor für den US-Markt zugelassen. Damit steht die weltweit erste zugelassene Therapie gegen die aggressive Virusinfektion, die häufig in Leberzirrhose und Leberkrebs mündet, nun auch Millionen Patienten in den USA zur Verfügung – ein Meilenstein nach 30 Jahren Forschung.
DNA-Molekül, das sich im Reagenzglas des Bluttestgeräts bildet.
Differenzierter MDT-Einsatz

Oligometastasen: Metastasengerichtete Therapie verlängert progressionsfreies Überleben

Mehr Therapie bei oligometastasierten Tumoren– aber für wen lohnt sie sich? Die auf dem ESTRO-Kongress 2026 in Stockholm vorgestellte EXTEND-Studie liefert erstmals klare, histologiespezifische Antworten: Besonders Patienten mit Prostata- und Pankreaskarzinom profitieren von einer metastasengerichteten Bestrahlung mit deutlichem PFS-Gewinn. Gleichzeitig deutet sich ein Paradigmenwechsel an – weg vom Zählen von Metastasen, hin zu ctDNA als präzisem Biomarker für Therapieentscheidungen, denn ein dynamischer ctDNA-Abfall korreliert mit längerem progressionsfreien Überleben.
Wecker auf weißem Teller mit Besteck
Zwischen Nutzen und Risiko

Intervallfasten und Co.: Wann wird Fasten gefährlich?

Intervallfasten gilt als gesunder Trend, doch der Grat zwischen Nutzen und Risiko ist schmal. Wer nach Uhrzeit statt nach Hungergefühl isst, riskiert Heißhunger, Essanfälle und ein gestörtes Körpergefühl. Besonders bei Neigung zu restriktivem Essverhalten kann Fasten problematisch werden – diese Warnsignale sollten Sie kennen.
Podcast Cover: Study Snacks Gastroenterologie 1200x627
05:51 min
Podcast: Study Snacks – Gastroenterologie

Zanzalintinib-Atezolizumab verbessert Gesamtüberleben bei Patienten mit kolorektalem Karzinom | Study Snacks – Gastroenterologie #055

Das metastasierte Kolorektalkarzinom zählt nach wie vor zu den prognostisch ungünstigsten Tumorerkrankungen: Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei lediglich rund 15 %. Während Immuncheckpoint-Inhibitoren bei Tumoren mit Defekten im DNA-Reparatursystem deutliche Fortschritte gebracht haben, profitiert die große Mehrheit der Patientinnen und Patienten bislang nicht von diesen Therapien. Etablierte Monotherapien wie Regorafenib, Trifluridin-Tipiracil oder Fruquintinib erzielen ein medianes Gesamtüberleben von gerade einmal sieben Monaten – der Bedarf an wirksamen neuen Behandlungsoptionen ist also hoch.
Schematische Darstellung der Prostata
Hormontherapie hinauszögern

PSMA-Therapie beim Prostatakarzinom: 20 Monate länger progressionsfrei

Die PSMA-Radioligandentherapie zeigt in der niederländischen BULLSEYE-Studie auch im hormonsensitiven, oligometastasierten Stadium des Prostatakarzinoms beeindruckende Ergebnisse: Das progressionsfreie Überleben stieg von 5 auf 25 Monate, die belastende Hormontherapie ließ sich deutlich hinauszögern – bei guter Verträglichkeit der Behandlung.

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