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Innere Medizin

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Neuste Artikel

Darmtrakt mit DNA-Doppelhelix vor blauem Hintergrund
Mikrobiom-Forschung

Darmmikrobiom-Analyse: Shotgun-Metagenomik im systematischen Benchmark

Metagenomsequenzierung des Darmmikrobioms: Ein Team der Uniklinik RWTH Aachen hat erstmals systematisch geprüft, welche Sequenzierungstiefe für taxonomische, funktionelle und stammspezifische Analysen tatsächlich nötig ist – mit klaren Empfehlungen für Studienplanung, Kostenkalkulation und die Vergleichbarkeit zwischen Laboren.
Magen-Darm-Trakt
Intensivmedizin

Selektive Darmdekontamination auf der Intensivstation: Weniger Infektionen, aber kein Überlebensvorteil

Selektive Darmdekontamination bei beatmeten Intensivpatienten: Die internationale SuDDICU-Studie mit 20.000 Patienten zeigt keinen Effekt auf die Krankenhaussterblichkeit, reduziert jedoch Bakteriämien und resistente Erregerisolate deutlich. Warum eine breite klinische Implementierung dennoch fraglich bleibt – die Ergebnisse im Detail.
Mikrobiom Darmschleimhaut mit Bakterien
Menge wichtiger als Aufnahmemuster

Darmmikrobiom: Tägliche Mikrobenmenge entscheidender als Aufnahmemuster

Ein neues mathematisches Modell zeigt, dass die tägliche Gesamtzahl aufgenommener Mikroorganismen die Diversität der Darmflora stärker beeinflusst als die Verteilung der Einnahme über den Tag. Welche Konsequenzen sich daraus für Probiotika-Dosierung und Ernährungsempfehlungen ableiten lassen.
Hand hält Spritze vor unscharfem Hintergrund
Doppelter Nutzen

Semaglutid schützt Herz und Leber bei Hochrisiko-Adipositas

Adipositas und metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) treten häufig gemeinsam auf und teilen pathophysiologische Mechanismen wie viszerale Adipositas, Insulinresistenz und subklinische Inflammation – was das Risiko für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen (ASCVD) zusätzlich erhöht. Eine präspezifizierte Analyse der SELECT-Studie belegt nun für den GLP-1-Rezeptoragonist Semaglutid eine deutliche Reduktion schwerer kardiovaskulärer Ereignisse auch bei erhöhtem FIB-4-Index.
Mehrere Hände halten farbige Schleifen vor rosa Hintergrund:
Wer ist besonders gefährdet?

Wachsende Gruppe von Krebsüberlebenden – wachsendes Risiko für Zweittumoren

Um rund 22% wird die Zahl der Krebsüberlebenden in den nächsten 10 Jahren steigen, so US-amerikanische Schätzungen. Eine überstandene Krebserkrankung bedeutet aber bekanntermaßen nicht automatisch Entwarnung. Alter, Geschlecht und die erste Tumorart beeinflussen maßgeblich, wie hoch das Risiko für einen weiteren, unabhängigen Krebs ist - eine Erkenntnis, die wichtige Impulse für eine gezieltere Nachsorge liefert.
Person in ruhiger Meditationshaltung auf einer Yogamatte
Krebs besiegt – Lebensqualität gewonnen

Yoga statt Tabletten: Bessere Schlafqualität, weniger Fatigue und Angst

Sanftes Yoga zeigt in der onkologischen Nachsorge bemerkenswerte Effekte: Bereits 2 Yoga-Sitzungen pro Woche können Schlafstörungen, Fatigue, Angst und Stimmungsstörungen messbar lindern – und damit eine nicht medikamentöse Option für gleich 4 zentrale Folgesymptome eröffnen, wie jetzt auf dem ASCO Annual Meeting 2026 zu hören war. Damit sei Yoga ein kostenkünstiger und niederschwelliger nicht medikamentöser Ansatz, der Krebsüberlebenden aktiv angetragen werden sollte, so das Fazit der Autorinnen und Autoren der präsentierten Studie.
Mehrere weiße Tassen mit klarer, gelblicher Gemüsebrühe
Fasten gegen Chemoresistenz

Ovarialkarzinom: Kurzzeitfasten verdreifacht Chemo-Ansprechen

Kurzzeitfasten und Ovarialkarzinom: Beim fortgeschrittenen, high-grade serösen Ovarialkarzinom (HGSOC) gilt Insulin als möglicher Treiber von Tumorprogression und Chemoresistenz. Kurzzeitfasten (short-term fasting, STF) könnte über eine Suppression insulingetriebener Survival-Signale die Wirksamkeit zytotoxischer Therapien steigern – belastbare klinische Daten fehlten dazu bislang. Eine jetzt auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellte Pilotstudie aus Rom liefert nun erstmals einen klaren Hinweis: Fasten wirkt.
Zusätzlicher Schutzmechanismus?

GLP-1-Agonisten bei Brustkrebs: Bessere Überlebensraten bei Adipositas und Diabetes

Brustkrebspatientinnen können mit einer Therpaie mit GLP-1-Rezeptorantagonisten ihr Rezidiv- und Mortalitätsraten reduzieren – sofern sie gleichzeitig stark übergewichtig oder an einen Typ-2-Diabetes erkrankt sind. Damit wird die Substanzklasse durchaus onkologisch interessant, auch wenn die aktuelle Studienlage noch keine Aussagen darüber zulässt, ob der Effekt rein auf die metabolische Kontrolle durch die „Abnehmspritze" zurückzuführen ist, oder ob eventuell auch darüber hinausgehende Schutzeffekte eine Rolle spielen.
Stilisierte anatomische Darstellung der Bauchspeicheldrüse mit angrenzenden Strukturen vor einem Hintergrund aus Tabletten
Wird die Bestimmung des RAS-Status ins Zentrum der Therapieplanung rücken?

RAS-Inhibitor Daraxonrasib verdoppelt Überleben bei metastasiertem Pankreaskarzinom

Mit Daraxonrasib steht in der Zweitlinientherapie des metastasierten Pankreaskarzinoms erstmals eine zielgerichtete orale Option zur Verfügung, die das mediane Gesamtüberleben gegenüber der Standard-Chemotherapie verdoppelt und das Sterberisiko um 60% senkt. Diese Daten aus der RASolute-302-Studie wurden gerade im Rahmen des Jahreskongresses der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago präsentiert. Klinisch besonders relevant: Schmerzen und Lebensqualität bleiben länger stabil, Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen sind selten. Da über 90% der duktalen Adenokarzinome des Pankreas RAS-Mutationen aufweisen, eröffnet sich ein breit anwendbarer Therapieansatz – ein möglicher Paradigmenwechsel?
Molekülmodell eines Proteins
Darm-Hirn-Achse

Parkinson und CED: KI-Projekt sucht molekulare Verbindungen

Das Erlanger Projekt AI-PREDICT nutzt künstliche Intelligenz und Deep Learning, um molekulare Signaturen aufzuspüren, die Parkinson und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen verbinden. Ziel ist eine Risikostratifizierung Jahre vor dem Auftreten erster Parkinson-Symptome – und eine Blaupause für die Erforschung weiterer Komorbiditäten.
Faltige Hand eines alten Mannes auf einem Gehstock
Altersbedingte Dysbiose

Darmmikrobiom im Alter: Immunüberwachung steuert Dysbiose

Darmmikrobiom und Altern: Forschende des Leibniz-Instituts in Jena präsentieren in „PLoS Biology" eine neue Hypothese zur altersbedingten Dysbiose. Demnach verliert nicht das Mikrobiom selbst sein Gleichgewicht – vielmehr lässt die Immunüberwachung nach, sodass dominante Mikroorganismen die Oberhand gewinnen. Ein Ansatz mit Folgen für künftige Mikrobiomtherapien.
Eine blau behandschuhte Hand hält ein transparentes Probengefäß mit gelber Urinprobe vor weißem Hintergrund.
Personaliserte Nachsorge

Liquid Biopsy bei Blasenkrebs: Tumor-DNA im Urin sicher nachweisen

Ein verfeinerter Urintest könnte neue Präzision in die Nachsorge des nicht muskelinvasiven Blasenkrebses bringen: Durch die statistische Korrektur des sogenannten Feldeffekts lässt sich tumorassoziierte DNA verlässlich von harmlosen Hintergrundmutationen unterscheiden. Damit könnte man Rückfallrisiken frühzeitig identifizieren, was neue Möglichkeiten für eine risikoadaptierte, personalisierte Therapieplanung eröffnet.

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