Ein dezenter Hinweis in der elektronischen Patientenakte, ein individualisiertes Übungsprogramm per Mausklick und bei Bedarf eine Physiotherapie-Überweisung: Mehr braucht es nicht, um Stürze und sturzbedingte Verletzungen bei älteren Patienten messbar zu reduzieren. Auch im Setting der (Hausarzt-)Praxis lassen sich aktuellen Studienergebnissen zufolge digitale Entscheidungshilfen zur Sturzprävention wirksam in den Praxisalltag integrieren – mit geringem Aufwand und hohem Potenzial für die Versorgung.
Digitale Entscheidungshilfe in der Hausarztpraxis senkt Sturzrate bei Senioren
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Ein unauffälliger Hinweis zum Sturzrisiko in der Patientenakte, ein Klick auf ein vorkonfiguriertes Übungspaket, eine optionale Physiotherapie-Überweisung – mehr braucht es im Praxisalltag nicht, um die Sturzrate bei älteren Patienten messbar zu senken. Das ist die praktische Essenz der US-amerikanischen eSTEPS-Studie (Electronic Strategies for Tailored Exercise to Prevent Falls), die den Nutzen einer in die elektronische Patientenakte eingebetteten, digitalen Entscheidungshilfe (Clinical Decision Support; CDS) prüfte. Das Ergebnis: knapp 10% weniger Stürze, weniger sturzbedingte Verletzungen und eine leicht reduzierte Hospitalisierungsrate.
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