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Kongress

Der Themenbereich „Kongress“ fasst die wichtigsten Trends, Erkenntnisse und Impulse von nationalen und internationalen medizinischen Fachkongressen zusammen. Hier treffen Experten verschiedener Disziplinen aufeinander, teilen neueste Forschungsergebnisse, diskutieren innovative Therapieansätze und geben Einblicke in zukünftige Entwicklungen der Medizin.

So entsteht ein kompakter Überblick darüber, welche Fortschritte und Debatten aktuell die Fachwelt bewegen – interdisziplinär, praxisnah und stets am Puls der Zeit.

Neuste Artikel

Buchstaben legen das Wort Hormone aus, umgeben von Tablettenblistern und einem Stethoskop
Foko Kongressbericht

Brustkrebs und Hormonentzug: Fertilität, Menopause und Osteoporose managen

Aktuelle Daten zeigen, dass eine zeitweise Unterbrechung der endokrinen Therapie die Prognose vieler Patientinnen nicht verschlechtert. Gleichzeitig stellen postmenopausale Beschwerden und Osteoporose unter Hormonentzug relevante Herausforderungen dar. Ein Überblick über Fertilitätserhalt, Hormonersatztherapie (HRT) und Knochenschutz – praxisnah zusammengefasst vom FOKO 2026.
Grafische Darstellung der Nicht-invasiven Pränataldiagnositk
FOKO Kongressbericht

NIPT in der Kritik: Wird der Pränataltest zu oft eingesetzt?

Seit der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen nutzen 48 % aller Schwangeren den nichtinvasiven Pränataltest (NIPT) – auch in Altersgruppen mit niedrigem Ausgangsrisiko. Bei unter 30-Jährigen bestätigt ein auffälliges Ergebnis nur in etwa der Hälfte der Fälle eine chromosomale Störung. Wird der NIPT entgegen seiner Zweckbestimmung als Routinescreening eingesetzt?
Auf einem Holztisch liegen ein Tablet mit einer grafischen Darstellung der menschlichen Prostata, medizinische Fragebögen, Wattestäbchen und ein Stethoskop
Umdenken beim Prostatakrebs-Screening?

Auf Augenhöhe: Prostatakrebs-Früherkennung ähnlich effektiv wie das Brustkrebs-Screening

Das PSA-basierte Prostatakrebs-Screening erreicht bei Diagnosequalität und Anzahl vermiedener Überdiagnosen ein ähnliches Niveau wie das etablierte Brustkrebs-Screening. Eine aktuelle Auswertung von PROBASE, präsentiert auf dem 41. Jahreskongress der European Association of Urology (EAU), stellt die bisherigen Vorbehalte gegenüber dem PSA-Test infrage – und eröffnet eine neue Debatte zur Früherkennung.
Konzept des Multiplen Myeloms und Plasmazellkrebs als Krebsgeschwür im Knochenmark mit 3D-Illustrationselementen.
Rezidiviertes/refraktäres multiples Myelom

Antikörper-Kombination soll mehr Betroffene dauerhaft in Remission bringen

Eine innovative Antikörper‑Kombination könnte die Therapie des rezidivierten/refraktären multiplen Myeloms grundlegend verändern: In der Phase‑III‑Studie MajesTEC‑3 erreichten Patient*innen mit Teclistamab plus Daratumumab außergewöhnlich hohe Raten an langanhaltender Remission – begleitet von einem frühen und signifikanten Überlebensvorteil. Auf dem ASH Annual Meeting 2025 wurde sogar von einem Potenzial für eine funktionelle Heilung zu hören.
Stilisierte Illustration von vier medizinischen Fachkräften im weißen Kittel mit Stethoskopen und Akten, die in einem Krankenhausgang stehen; im Hintergrund ist links ein großes Fenster mit schwarzem Rahmen sichtbar, die Figuren sind in gedeckten Blau- und Grautönen dargestellt.
Mit freundlicher Unterstützung von hematooncology.com

Innovative Zell- und Antikörpertherapien definieren Behandlungsstandards beim multiplen Myelom neu

Die Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 zeigte: Die Myelomtherapie befindet sich in einer Phase rasanter Innovationen, geprägt von personalisierten Therapieansätzen, neuen zellulären Technologien und verbesserten Möglichkeiten zur MRD-Diagnostik (MRD: minimale Resterkrankung). Die dort vorgestellten Daten eröffnen den Patienten somit künftig noch präzisere und effektivere Behandlungsoptionen. Auf unserem Partnerportal hematooncology.com  finden interessierte Ärzte jetzt einen strukturierten Bericht und kurze Videobeiträge zu neuen Erkenntnissen hinsichtlich des multiplen Myeloms, die auf dem ASH-Kongress 2025 präsentiert wurden.
Illustration von vernetzten, sternförmigen Thrombozyten
Essenzielle Thrombozythämie

Interferon-Option greift, wenn Standardtherapien versagen

Für Patient*innen mit essenzieller Thrombozythämie, bei denen etablierte zytoreduktive Therapien nicht wirksam oder nicht verträglich sind, könnte sich eine neue Option abzeichnen: In der auf dem ASH Annual Meeting vorgestellten ROP‑ET‑Studie erreichte Ropeginterferon alpha‑2b bei fast der Hälfte der Behandelten ein anhaltendes Ansprechen – bei niedriger Dosierung und guter Verträglichkeit.
Histologischer Mikroskopieschnitt eines Hodgkin-Lymphoms mit zahlreichen Tumor- und Entzündungszellen in violett-rosa Färbung.
Neue Benchmark in der Erstlinientherapie

Hodgkin-Lymphom: BrECADD ist eBEACOPP nach 5 Jahren weiter überlegen

Die PET-gesteuerte BrECADD-Therapie könnte die Behandlungsstandards beim fortgeschrittenen Hodgkin-Lymphom neu definieren, das legen die Daten der finalen Analyse der Phase-III-Studie GHSG HD21 nahe, die auf dem ASH Annual Meeting 2025 präsentiert wurden: Unter dem BrECADD-Regime erreichten Patient*innen eine 5‑Jahres-PFS‑Rate von 94 % – signifikant besser als unter eBEACOPP. Gleichzeitig traten weniger Organtoxizitäten und Langzeitfolgen auf, bei besserem Fertilitätserhalt.
Blutbild bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), mikroskopisch analysiert, Originalvergrößerung 1000-fach
Zeitlich begrenzt oder kontinuierlich?

Moderne CLL-Therapien im direkten Kopf-an-Kopf-Vergleich

Erstmals wurden in der randomisierten CLL17-Studie 2 moderne Therapiestrategien bei der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) direkt miteinander verglichen: eine zeitlich begrenzte Kombinationstherapie versus eine dauerhafte BTK-Inhibitor-Monotherapie. Nach 3 Jahren ist das progressionsfreie Überleben gleichwertig – bei unterschiedlichen Sicherheitsprofilen und der Aussicht auf therapiefreie Intervalle. 
Illustrative 3D‑Darstellung von Lymphozyten im Blut bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL)
CLL-Therapie im Wandel

Nicht kovalenter BTK-Inhibitor bald für die Erstlinientherapie?

Bislang ist der nicht kovalente BTK‑Inhibitor Pirtobrutinib zugelassen für die Therapie der rezidivierten oder refraktären chronischen lymphatischen Leukämie (CLL). Jetzt zeigt Pirtobrutinib in 2 Phase‑III‑Studien eine eindrucksvolle Wirksamkeit bereits in der Erstlinie. Im Vergleich zu einer Chemoimmuntherapie oder zu Ibrutinib verbessert der BTK-Inhibitor das progressionsfreie Überleben deutlich – bei gleichzeitig besserer Verträglichkeit. Besonders ältere und weniger fitte Patienten und Patientinnen könnten profitieren, so das Fazit der Studienautoren auf dem ASH 2025 . 
Holzwürfel mit der Aufschrift „AML“ liegen auf einer hellen Fläche, umgeben von einem Stetoskop
Aza‑Ven statt intensiver Chemotherapie?

Akute myeloische Leukämie – neue Induktionstherapien im Fokus

Die Kombination aus Azacitidin und Venetoclax (Aza‑Ven) zeigt in der PARADIGM‑Studie ein deutlich längeres ereignisfreies Überleben als eine intensive Induktionschemotherapie – selbst bei Patientinnen, die für eine intensive Therapie geeignet sind. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine chemotherapiefreie Induktion künftig für deutlich mehr AML‑Patientinnen infrage kommen könnte.
Dreidimensionale Darstellung der Molekülstrukturen von Azacitidin in hellblauen Farbtönen. Mehrere glänzende, kugelförmige Atome sind durch feine Verbindungen miteinander verknüpft, im Zentrum eine komplexere chemische Struktur. Der Hintergrund ist unscharf, wodurch das Azacitidin-Molekül im Vordergrund hervorgehoben werden.
Effektiv und besser verträglich

Kürzere Azacitidin-Zyklen – eine Option bei MDS mit niedrigem Risiko

Verkürzte Behandlungszyklen mit hypomethylierenden Substanzen könnten für Patienten mit MDS niedrigen Risikos eine wirksame und weniger toxische Alternative sein. Eine auf dem ASH 2025, dem 67. Jahreskongress der American Society of Hematology, präsentierte Studie zeigt: Das 5-tägige Azacitidin-Regime bietet das beste Nutzen-Risikoprofil und verbessert sowohl ereignisfreies als auch Gesamtüberleben – ohne übermäßige Myelosuppression.
Frisches Gemüse wie Paprika und Zucchini liegt neben einer roten Hantel auf einem hellen Untergrund.
Weniger Fatigue, Angst und Schmerzen

ASH 2025: Virtuelles Lifestyle-Coaching für Lymphompatienten

Chemotherapie bei Lymphompatienten ist oft mit gravierenden Nebenwirkungen verbunden – bis hin zu Therapieabbrüchen. Eine Interimsanalyse der LIFE-L-Studie, vorgestellt auf dem ASH 2025, zeigt: Ein virtuelles Programm mit Fokus auf Ernährung und Bewegung kann Symptome wie Fatigue und Schmerzen reduzieren und die körperliche Leistungsfähigkeit steigern. Das Ziel: bessere Therapietreue und Behandlungsergebnisse.