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Kongress

Erkenntnisse, Trends und Highlights aktueller Fachkongresse

Der Themenbereich „Kongress“ fasst die wichtigsten Trends, Erkenntnisse und Impulse von nationalen und internationalen medizinischen Fachkongressen zusammen.

Neuste Artikel

Stilisierte Illustration von vier medizinischen Fachkräften im weißen Kittel mit Stethoskopen und Akten, die in einem Krankenhausgang stehen; im Hintergrund ist links ein großes Fenster mit schwarzem Rahmen sichtbar, die Figuren sind in gedeckten Blau- und Grautönen dargestellt.
EHA-Kongress 2026 in Stockholm

Neue Immuntherapien und zielgerichtete Ansätze treiben die Hämatoonkologie voran

Die Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2026 zeigte: Innovative Immuntherapien, neue zielgerichtete Substanzen und differenzierte Therapiestrategien prägen zunehmend die Behandlung hämatologischer Erkrankungen. Die vorgestellten Daten liefern wichtige Impulse für eine stärker individualisierte Therapie unter anderem beim multiplen Myelom, bei myeloproliferativen Neoplasien und bei der chronischen myeloischen Leukämie. Auf unserem Partnerportal hematooncology.com finden Ärzte strukturierte Berichte und kurze Videos vom EHA-Kongress 2026 – kompakt zusammengefasst und klinisch eingeordnet._
Multiples Myelom (Biopsie)
Progressionsrisiko halbiert

Mezigdomid verdoppelt PFS beim rezidivierten multiplen Myelom

Beim vorbehandelten multiplen Myelom werden die Optionen schnell knapp. Jetzt liefert die Phase-III-Studie SUCCESSOR-2 starke Argumente für eine neue Tripeltherapie: Mezigdomid plus Carfilzomib-Dexamethason verdoppelte das progressionsfreie Überleben von 8,3 auf 18,0 Monate – und das konsistent über alle Subgruppen hinweg, beispielsweise auch bei Hochrisikozytogenetik. Auf dem Jahreskongress der European Hematology Association (EHA 2026) in Stockholm wurde diese Tripletherapie daher als möglicher neuer Therapiestandard avisiert.
Zwei parallel verlaufende und sich teilende Eisenbahnschienen in einer ländlichen Landschaft mit Bäumen, Wiesen und blauem Himmel.
Personalisierung kommt in der klinischen Realität an

Ovarialkarzinom erfolgreich therapieren: Bessere Strategie schlägt mehr Wirkstoffe

Nicht die Zahl neuer Substanzen ist es, was beim Ovarialkarzinom über den Therapieerfolg entschiedet, sondern die intelligente Sequenz aus optimaler Chirurgie, Chemotherapie, PARP-Inhibitoren, Antiangiogenese und – in selektierten Subgruppen – Immuntherapie. Tumorbiologie und Biomarker rücken damit ins Zentrum einer personalisierten Behandlungsstrategie.
Whiskyglas, Tabletten in unterschiedlichen Farben, Cannabisblüten und weißes Pulver in einem Plastikbeutel sowie eine aufgerollte Banknote auf einem Holztisch – Symbolbild für Mischkonsum von Alkohol, Medikamenten und illegalen Drogen.
Riskanter Mix

Ältere konsumieren immer öfter Alkohol mit Cannabis und Medikamenten

Knapp die Hälfte der 60- bis 99-Jährigen greift regelmäßig zu Alkohol, fast 10% berichten von Rauschtrinken – und der Konsum bleibt selten allein: Cannabis, Nikotin, Schmerzmittel und Stimulanzien kommen häufig hinzu. Mischkonsum, körperliche Schmerzen und psychische Belastungen sind eng verknüpft. Gerade körperlich und kognitiv vitale Senioren mit aktivem sozialem Leben tragen ein erhöhtes Risiko – werden im klinischen Alltag jedoch selten als suchtgefährdet wahrgenommen.
Visualisierung einer Handskelettstruktur mit Blutzellen und Datenflächen
EULAR 2026: Neue Wege bei Psoriasisarthritis

Synovialbiopsie und Gewichtsverlust verbessern Therapieerfolg bei Psoriasisarthritis

Zwei neue Ansätze könnten die PsA-Therapie verändern und das Ergebnis für Betroffene wesentlich verbessern: Eine biopsiegesteuerte Therapieauswahl brachte 68 % der Betroffenen in Remission oder geringe Krankheitsaktivität – deutlich mehr als das klinische Standardvorgehen. Und die DIPSA-Studie verweist auf den wichtigen Beitrag einer Gewichtsreduktion bei übergewichtigen PsA-Patienten. Denn diese senkt die Krankheitsaktivität – unabhängig davon, welche Ernährungsstrategie dahintersteckt.
systemischer Lupus erythematodes
Präziser definieren, gezielter behandeln

SLE und APS: Neue Definitionen und Biomarker schärfen Diagnostik und Risikostratifizierung

Systemischer Lupus erythematodes (SLE) und Antiphospholipid-Syndrom (APS) überschneiden sich klinisch häufig. Trotz therapeutischer Fortschritte fehlen weiterhin tragfähige Definitionen für refraktäre Verläufe und verlässliche Biomarker für klinisch relevante Subgruppen. Auf dem Jahreskongress 2026 der EULAR (European Alliance of Associations for Rheumatology) in London standen 3 Ansätze im Fokus: eine pragmatische Definition des schwer refraktären SLE, Autoantikörpersignaturen für die kardiovaskuläre Risikostratifizierung bei juvenilem SLE sowie ein neuartiger Autoantikörper beim seronegativen APS.
Glasfläschchen mit DNA- bzw. mRNA-Doppelhelix und Injektionsspritze
Klarer Überlebensvorteil

mRNA-Impfstoff beim Melanom: Rückfallrisiko nahezu halbiert

Ein personalisierter mRNA-Impfstoff könnte die adjuvante Melanomtherapie verädern: Intismeran kombiniert mit Pembrolizumab senkt laut den 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-942-Studie das Rückfallrisiko um 49% und das Risiko einer Fernmetastasierung um 59%. Die auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präseniterten Phase-II-Ergebnisse könnten ein möglichet Wendepunkt in der Onkologie sein – die Phase-III-Studie läuft bereits.
Stilisierte Illustration von vier medizinischen Fachkräften im weißen Kittel mit Stethoskopen und Akten, die in einem Krankenhausgang stehen; im Hintergrund ist links ein großes Fenster mit schwarzem Rahmen sichtbar, die Figuren sind in gedeckten Blau- und Grautönen dargestellt.
Mit freundlicher Unterstützung von hematooncology.com

ASCO-Kongress 2026: Neue Daten unterstreichen Fortschritte und Herausforderungen in der Onkologie

Die Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 zeigte: Präzisionsonkologische Ansätze, neue Immuntherapien und differenzierte Therapiestrategien prägen weiterhin den klinischen Fortschritt in der Onkologie. Die vorgestellten Daten liefern wichtige Impulse für eine immer individuellere Behandlung in verschiedenen Tumorentitäten. Auf unserem Partnerportal hematooncology.com finden interessierte Ärzte jetzt einen strukturierten Bericht und kurze Videobeiträge vom ASCO-Kongress 2026, die die wichtigsten Highlights zur gynäkologischen Onkologie, zum kolorektalen Karzinom und zum kleinzelligen Lungenkarzinom kompakt zusammenfassen und klinisch einordnen.
Illustration menschlicher Atemwege mit hervorgehobener Lunge; im Zentrum ein schematisch dargestellter Tumorbereich
Kombinierte EGFR-Blockade

Atypische EGFR-Mutationen beim NSCLC: Amivantamab plus Lazertinib verlängert Überleben

Atypische EGFR-Mutationen beim NSCLC gelten als therapeutisch herausfordernd. Aktuelle Daten der Phase-I/II-Studie CHRYSALIS-2 mit längerem Follow-up zeigen unter der Kombination aus Amivantamab und Lazertinib ein medianes Gesamtüberleben von 41 Monaten – ein deutlicher Fortschritt gegenüber bisherigen TKI-Strategien in dieser prognostisch ungünstigen Patientengruppe. Prof. Joel W. Neal, Stanford (Kalifornien; USA), hat das CHRYSALIS-2-Update auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO 2026) vorgestellt.
Abstrakte Darstellung eines weiblichen Oberkörpers mit blau leuchtenden, digitalen Linien und hervorgehobener Brustregion vor dunklem Hintergrund, ergänzt durch grafische Lichteffekte.
Weniger ist mehr

Frühes Mammakarzinom: PAM50-Test ermöglicht einen Verzicht auf Chemotherapie

Beim frühen ER+/HER2-negativen Mammakarzinom liefert die auf dem dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology, dem ASCO 2026, vorgestellte OPTIMA-Studie überzeugende Evidenz für eine personalisierte Therapiesteuerung: Bei Patient*innen ab 40 Jahren mit bis zu 9 befallenen Lymphknoten kann anhand des PAM50-Tests (ROR ≤60) in vielen Fällen sicher auf eine Chemotherapie verzichtet werden – ohne Einbußen beim krankheitsfreien Überleben.
DBLCD: 3D-Illustration maligner B-Zell-Cluster
Progressionsrisiko um 25 % gesenkt

DLBCL-Erstlinie: Tafasitamab plus Lenalidomid schlägt R-CHOP-Standard

Die auf dem ASCO-Kongress 2026 präsentierte Phase-III-Studie frontMIND zeigt erstmals seit über 20 Jahren eine signifikante Verbesserung gegenüber dem Erstlinienstandard R-CHOP beim diffus großzelligen B-Zell-Lymphom. Die Ergänzung um Tafasitamab plus Lenalidomid senkt das Progressions- oder Sterberisiko um 25 % – konsistent über ABC- und GCB-Subtypen hinweg. Damit rückt für Patienten mit Hochrisiko-DLBCL ein neuer Therapiestandard in greifbare Nähe.
Person in ruhiger Meditationshaltung auf einer Yogamatte
Krebs besiegt – Lebensqualität gewonnen

Yoga statt Tabletten: Bessere Schlafqualität, weniger Fatigue und Angst

Sanftes Yoga zeigt in der onkologischen Nachsorge bemerkenswerte Effekte: Bereits 2 Yoga-Sitzungen pro Woche können Schlafstörungen, Fatigue, Angst und Stimmungsstörungen messbar lindern – und damit eine nicht medikamentöse Option für gleich 4 zentrale Folgesymptome eröffnen, wie jetzt auf dem ASCO Annual Meeting 2026 zu hören war. Damit sei Yoga ein kostenkünstiger und niederschwelliger nicht medikamentöser Ansatz, der Krebsüberlebenden aktiv angetragen werden sollte, so das Fazit der Autorinnen und Autoren der präsentierten Studie.

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Die Auswahl konzentriert sich auf Arbeiten mit hoher Relevanz für die evidenzbasierte Medizin. Dazu gehören primär randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), systematische Reviews, Metaanalysen sowie große Kohorten- und Registerstudien. Ergänzt wird die Berichterstattung durch aktuelle Daten aus der Versorgungs- und Gesundheitsforschung, um auch langfristige Trends im Real-World-Kontext abzubilden.