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Rheumatologie

Entzündliche Gelenkbeschwerden, systemische Manifestationen und ein oft langwieriger Krankheitsverlauf machen rheumatologische Erkrankungen besonders anspruchsvoll. Der Bereich "Rheumatologie" greift diese Vielschichtigkeit auf und stellt medizinische Inhalte bereit, die klinische Fragestellungen in einen fachlich fundierten Zusammenhang setzen.

Statt isolierter Informationen steht die Einordnung im Vordergrund: Wie lassen sich neue Erkenntnisse sinnvoll bewerten, und welche Konsequenzen ergeben sich für Diagnostik und Therapie? "Rheumatologie" bietet eine fachlich fundierte Grundlage, um immunvermittelte Erkrankungen differenziert zu beurteilen und diagnostische wie therapeutische Entscheidungen sicher abzustützen.

Neuste Artikel

Eine junge Frau sitzt am Rand eines Bettes und fasst sich mit der Hand an den unteren Rücken, in dem stilisiert eine Wirbelsäule eingezeichnet ist.
Effekt verpufft schnell

Chronische Rückenschmerzen: Konservative Therapien wirken nicht nachhaltig

Akupunktur, Bewegungstraining, Massage oder multidisziplinäres Schmerzmanagement können Beschwerden bei chronischen unspezifischen Kreuzschmerzen kurzfristig deutlich lindern. Doch nach spätestens 12 Monaten verschwindet der klinisch relevante Nutzen weitgehend. Aktive und passive Verfahren wirken dabei ähnlich stark – ein Umdenken in Richtung langfristiger Managementstrategien erscheint überfällig.
Zeichen für einen Rote Hand Brief
Rote-Hand-Brief

Tavneos® (Avacopan): EMA empfiehlt Zulassungswiderruf

Tavneos® (Avacopan) verliert die Wirksamkeitsgrundlage: Datenintegritätsprobleme in der pivotalen ADVOCATE-Studie und neue Fälle von arzneimittelinduzierten Leberschäden bewegen den CHMP zur Empfehlung, die EU-Zulassung zu widerrufen. Das bedeutet: Patienten mit aktiver Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) oder mikroskopischer Polyangiitis (MPA) dürfen nicht mehr neu auf Avacopan eingestellt werden, laufende Therapien sind zu beenden, und unter noch aktiven Therapien sind die Leberwerte engmaschig zu kontrollieren.
Das Wort Leitlinie steht in einer Blase, die von einer Person in Kittel und Stethoskop abgehört wird
Herz und Gefäße im Blick

Erstmals S3-Leitlinie zur kardiovaskulären Prävention bei Rheuma

Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Thromboembolien treten bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen deutlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung – bei manchen Entitäten in einer Größenordnung, die mit einem Diabetes mellitus vergleichbar ist. Erstmals hat die DGRh praxisnahe Empfehlungen zur Risikoerfassung, Therapieauswahl und Prävention kardiovaskulärer Ereignisse in einer S3-Leitlinie gebündelt. Zentral sind eine konsequente Kontrolle der Krankheitsaktivität, ein risikoadaptierter Einsatz antirheumatischer Substanzen sowie eine konsequente Therapie klassischer Risikofaktoren.
Eine stilisierte Holzfigur stemmt sich mit ausgestreckten Armen und gebeugtem Körper gegen eine große graue Kugel, auf der in Großbuchstaben „AUTOIMMUNE DISEASE“ steht.
Kortison-Ausstieg lohnt sich

Glukokortikoide bei Vaskulitiden – früh ausschleichen oder doch fortführen?

Glukokortikoide sind der Eckpfeiler der Erstbehandlung bei Vaskulitiden und dienen dazu, Entzündungen schnell unter Kontrolle zu bringen und lebenswichtige Organe zu schützen. Dies ist den Empfehlungen der EULAR – der Europäischen Allianz der Rheumatologieverbände – klar zu entnehmen. Die Evidenzbasis zu ihrer Anwendung wächst jedoch weiter: Auf dem EULAR-Kongress 2026 stand insbesondere die Langzeitanwendung von Glukokortikoiden im Fokus.
Rotes Warnschild mit Ausrufezeichen und Aufschrift „Hitzewelle" vor blauem Himmel.
Sicher durch die Hitze

CALOR-Liste: Praxishilfe für hitzesensible Medikationsanpassung

Hitzewellen werden häufiger – und viele Dauermedikamente erhöhen bei hohen Temperaturen das Risiko für Dehydratation, Elektrolytstörungen oder Nierenversagen. Die neue CALOR-Liste aus dem Projekt ADAPT-HEAT bündelt evidenzbasierte und konsentierte Hinweise zu 27 hitzerelevanten Wirkstoffklassen. Sie unterstützt Praxisteams dabei, Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren, Beratung zu strukturieren und Monitoring gezielt anzupassen – ohne die Grundtherapie zu gefährden.
Visualisierung einer Handskelettstruktur mit Blutzellen und Datenflächen
EULAR 2026: Neue Wege bei Psoriasisarthritis

Synovialbiopsie und Gewichtsverlust verbessern Therapieerfolg bei Psoriasisarthritis

Zwei neue Ansätze könnten die PsA-Therapie verändern und das Ergebnis für Betroffene wesentlich verbessern: Eine biopsiegesteuerte Therapieauswahl brachte 68 % der Betroffenen in Remission oder geringe Krankheitsaktivität – deutlich mehr als das klinische Standardvorgehen. Und die DIPSA-Studie verweist auf den wichtigen Beitrag einer Gewichtsreduktion bei übergewichtigen PsA-Patienten. Denn diese senkt die Krankheitsaktivität – unabhängig davon, welche Ernährungsstrategie dahintersteckt.
systemischer Lupus erythematodes
Präziser definieren, gezielter behandeln

SLE und APS: Neue Definitionen und Biomarker schärfen Diagnostik und Risikostratifizierung

Systemischer Lupus erythematodes (SLE) und Antiphospholipid-Syndrom (APS) überschneiden sich klinisch häufig. Trotz therapeutischer Fortschritte fehlen weiterhin tragfähige Definitionen für refraktäre Verläufe und verlässliche Biomarker für klinisch relevante Subgruppen. Auf dem Jahreskongress 2026 der EULAR (European Alliance of Associations for Rheumatology) in London standen 3 Ansätze im Fokus: eine pragmatische Definition des schwer refraktären SLE, Autoantikörpersignaturen für die kardiovaskuläre Risikostratifizierung bei juvenilem SLE sowie ein neuartiger Autoantikörper beim seronegativen APS.
Podcast Cover: Study Snacks Rheumatologie 1200x627
06:14 min
Podcast: Study Snacks - Rheumatologie

Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis: Braucht es Cyclophosphamid wirklich? | Study Snacks – Rheumatologie #051

Eine aktuelle Registerstudie aus vier europäischen Ländern stellt den routinemäßigen Einsatz von Cyclophosphamid bei EGPA-Patientinnen und -Patienten ohne ungünstige Prognosefaktoren infrage. Die Daten zeigen: Ein zusätzlicher Nutzen gegenüber Glukokortikoiden allein lässt sich nicht belegen.