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Solide Tumoren

Die Seite "Solide Tumoren" bündelt relevante Inhalte zu häufigen und seltenen Entitäten, modernen Systemtherapien und begleitenden Versorgungskonzepten. Sie erhalten komprimierte, fachlich fundierte Informationen für Ihren Überblick im dynamischen onkologischen Umfeld.

Neuste Artikel

Hologramm einer Gebärmutter
BRCA-Mutation

Eierstockkrebs vorbeugen, sexuelle Funktion erhalten

Um das Risiko für Eierstockkrebs zu senken, können Frauen mit erhöhtem Risiko Eierstöcke und Eileiter in einer Operation entfernen lassen. In einem alternativen Verfahren werden zunächst nur die Eileiter entfernt. Die Eierstöcke verbleiben erst einmal im Körper. Eine Studie zeigt nun, welche Auswirkungen die beiden Verfahren auf die sexuelle Funktion haben.
Anatomische Illustration eines menschlichen Oberkörpers mit dunkel dargestellten Lungen und orange hervorgehobenem Thymus zwischen den Lungenflügeln.
Thymusfunktion unter der Lupe

Bestrahlung des Thymus hat Folgen für Lungenkrebspatienten

Der Thymus gilt bei Erwachsenen oft als Organ ohne große Bedeutung. Eine unbeabsichtigte Mitbestrahlung des Immunorgans schwächt bei NSCLC-Patienten jedoch die Immunabwehr und verschlechtert die Prognose: Das Risiko für Fernmetastasen steigt deutlich. Experten fordern deshalb einen besseren „Strahlenschutz“ des Immunorgans.
Operationsteam in blauer OP-Kleidung führt einen robotergestützten minimalinvasiven Eingriff mithilfe eines chirurgischen Robotersystem durch.
Weniger Blutverlust und kürzere Klinikaufenthalte

Magenkrebs-OP: Robotergestützte Gastrektomie schlägt Laparoskopie

Die robotergestützte Gastrektomie bei Magenkrebs punktet mit weniger Blutverlust, selteneren Umstiegen auf offene Operationen und kürzeren Klinikaufenthalten gegenüber der Laparoskopie. Der Zeitaufwand ist jedoch deutlich höher – und die Vorteile fallen je nach Resektionsart unterschiedlich aus.
Arzt in medizinischer Kleidung mit Stethoskop präsentiert eine stilisierte 3D-Darstellung von Prostata und Harnblase, umgeben von Icons zu kardiologischer und urologischer Diagnostik.
Herzschutz mit Grenzen

Prostatakarzinom: Kardiologische Mitbetreuung senkt Cholesterin, aber nicht Herzinfarkte

Männer mit Prostatakarzinom tragen ein hohes kardiovaskuläres Risiko – besonders unter Androgendeprivationstherapie. Ob eine systematische Überweisung an Kardiologen oder Internisten dieses Risiko messbar senkt, prüfte die internationale RADICAL-PC2-Studie, deren Daten erstmals auf dem ESC 2026, dem diesmährigen jahreskongress der European Society of Cardiology präsentiert wurden. Die spezialisierte Mitbetreuung verbesserte die Cholesterinkontrolle deutlich und erhöhte die Statinverordnungen von 40 auf 63%. Auf harte kardiovaskuläre Endpunkte wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder kardiovaskulären Tod hatte die Intervention nach knapp 6 Jahren jedoch keinen signifikanten Einfluss.
Stilisierte Darstellung der weiblichen Fortpflanzungsorgane mit Eierstöcken vor blauem Hintergrund mit Zellstrukturen, DNA-Molekülen und Krebsschleifen.
Forschende entdecken Schutzschild des Tumors

Entzündungskaskade als Schlüssel für Chemoresistenz beim Ovarialkarzinom entlarvt

Warum sprechen Patientinnen mit High-Grade Serous Carcinoma so häufig nicht auf Platin und Taxane an? Eine Antwort auf diese Frage liefert jetzt ein US-amerikanisches Forschungsteam: Eine IL-1β-gesteuerte Entzündungskaskade lockt Neutrophile in den Tumor – und sabotiert dort die Wirksamkeit der Chemotherapie. Der Mechanismus dahinter: Die angelockten Immunzellen setzen sogenannte NETs frei – netzartige Strukturen, die Krebszellen regelrecht vor den Medikamenten abschirmen.
Wasser wird aus Karaffe in Wassergläser gegossen
Chloriertes Trinkwasser

Unterschätztes Risiko für das Endometriumkarzinom

Trihalomethane und Halogenessigsäuren entstehen bei der Chlorung von Trinkwasser – und stehen im Verdacht, das Risiko für gynäkologische Malignome zu erhöhen. Eine prospektive Kohortenstudie an über 53.000 kalifornischen Lehrerinnen liefert nun neue Hinweise: Langfristige Exposition gegenüber bestimmten Desinfektionsnebenprodukten war mit einem erhöhten Risiko für Uteruskarzinome assoziiert – und zwar histotypspezifisch. Nitrat, Arsen und Uran zeigten dagegen keinen Zusammenhang
Lupe vergrößert eine blaue Figur inmitten vieler brauner Holzfiguren
Evidenzlücke bremst Ausweitung

G-BA lehnt Ausweitung des Darmkrebs-Screenings auf jüngere Risikopersonen ab

Bei jüngeren Personen mit familiärem Darmkrebsrisiko bleibt die individuelle Risikoberatung und kurative Abklärung der zentrale Versorgungspfad – ein organisiertes, einladungsbasiertes Screening wird es vorerst nicht geben. Die Anamneseerhebung zum familiären Risiko im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung sowie die niederschwellige Koloskopie zur Abklärung von Beschwerden bleiben die wichtigsten Instrumente, um Betroffene früh zu identifizieren.
Drei Frauen unterschiedlichen Alters im Profil nebeneinander
Genetische Risikoanalyse

Familiärer Brustkrebs: Jeder fünfte Verwandte trägt Risikogen

Fast 20% der gesunden Verwandten von Brust- und Eierstockkrebspatientinnen tragen pathogene Genvarianten – bei Männern sogar mehr als ein Drittel. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Tumorsuppressorgene BRCA1 und BRCA2 – doch auch Varianten in weiteren Genen können das Krebsrisiko in betroffenen Familien erheblich erhöhen.
Lupe fokussiert auf rote Spielfigur inmitten weißer Figuren
Diagnostische Lücke schließt sich

Kombiniertes Zervix-Screening deckt deutlich mehr Adenokarzinom-Vorstufen auf

Seit 2020 setzt Deutschland bei Frauen ab 35 Jahren auf die Kombination aus HPV-Test und Zytologie - mit Erfolg, wie die Ergebnisse einer bundesweiten Auswertung deutscher Krebsregisterdaten nun nahelegen: Die Zahl diagnostizierter Adenocarcinomata in situ ist seither deutlich gestiegen – mit einem jährlichen Zuwachs von 27,5% in der Zielgruppe. Gleichzeitig deuten die Daten auf einen Rückgang invasiver Adenokarzinome hin, einer Tumorform, bei der die konventionelle Zytologie an ihre Grenzen stieß.
Darstellung des menschlichen Darms in einer futuristischen, digitalen Umgebung mit medizinischen Symbolen und Datenvisualisierungen.
KI-Hype gebremst?

Darmkrebsvorsorge bei Lynch-Syndrom: KI bringt keinen Zusatznutzen in Expertenhand

KI-Assistenzsysteme in der Koloskopie gelten als vielversprechendes Werkzeug zur Adenom-Detektion. Doch bei Menschen mit Lynch-Syndrom zeigt die internationale CADLY2-Studie unter Leitung des Universitätsklinikums Bonn ein unerwartetes Bild. In spezialisierten Zentren mit erfahrenen Untersuchenden erkennt die künstliche Intelligenz nicht mehr Krebsvorstufen als die hochwertige Standarduntersuchung.
Pärchen hält Händchen beim Arzt
Kleines Risiko, große Unsicherheit

Assistierte Reproduktion und hormonabhängige Krebserkrankungen: Signal oder Störgröße?

Erhöhen ART, intrauterine Insemination oder Clomifencitrat das Risiko für hormonabhängige Tumoren? Eine australische Kohortenstudie mit rund 1,75 Millionen Frauen liefert differenzierte Antworten: Zwar zeigen sich für Mamma-, Ovarial-, Uterus- und Schilddrüsenkarzinome erhöhte Hazard Ratios nach reproduktionsmedizinischer Behandlung – die Absolutzahlen bleiben jedoch klein. Vieles spricht dafür, dass Detektionsbias und nicht erfasste Confounder wie Endometriose oder PCOS die beobachteten Assoziationen zumindest teilweise erklären.
Anatomische 3D-Illustration menschlicher Nieren vor blauem Hintergrund
Nierenzellkarzinom nach Checkpointblockade

Belzutifan plus Lenvatinib schlägt Cabozantinib beim vorbehandelten Nierenzellkarzinom

Nach Versagen einer Immuncheckpoint-Blockade fehlt beim fortgeschrittenen klarzelligen Nierenzellkarzinom bislang ein klar definierter Therapiestandard. Die Phase-III-Studie LITESPARK-011 liefert nun einen vielversprechenden Kandidaten: Die Kombination aus dem HIF-2α-Inhibitor Belzutifan und dem Multikinaseinhibitor Lenvatinib verlängerte das progressionsfreie Überleben gegenüber Cabozantinib um rund 4 Monate.

Solide Tumoren: Häufige Fragen zum Themenbereich bei Thieme Praxis

Der Themenbereich bündelt aktuelle und praxisrelevante Beiträge zu häufigen sowie seltenen soliden Tumorerkrankungen. Im Fokus stehen moderne Systemtherapien, diagnostische Entwicklungen, supportive Maßnahmen, Nachsorge und interdisziplinäre Versorgungskonzepte – von der Erstdiagnose bis zur Behandlung fortgeschrittener Erkrankungen.