Startseite Alle Beiträge Innere Medizin Mezigdomid verdoppelt PFS beim rezidivierten multiplen Myelom
Progressionsrisiko halbiert

Mezigdomid verdoppelt PFS beim rezidivierten multiplen Myelom

|von Friederike Klein

Beim vorbehandelten multiplen Myelom werden die Optionen schnell knapp. Jetzt liefert die Phase-III-Studie SUCCESSOR-2 starke Argumente für eine neue Tripeltherapie: Mezigdomid plus Carfilzomib-Dexamethason verdoppelte das progressionsfreie Überleben von 8,3 auf 18,0 Monate – und das konsistent über alle Subgruppen hinweg, beispielsweise auch bei Hochrisikozytogenetik. Auf dem Jahreskongress der European Hematology Association (EHA 2026) in Stockholm wurde diese Tripletherapie daher als möglicher neuer Therapiestandard avisiert.

Multiples Myelom (Biopsie)
Mezigdomid plus Carfilzomib-Dexamethason verdoppelt in der Phase-III-Studie SUCCESSOR-2 das progressionsfreie Überleben beim rezidivierten/refraktären multiplen Myelom. (© David A Litman / stock.adobe.com)

Beim ersten Rezidiv eines multiplen Myeloms sind heute viele Patienten bereits mit einem Anti-CD38-Antikörper und Lenalidomid vorbehandelt – die therapeutischen Optionen werden damit zusehends knapper. Genau hier setzt Mezigdomid an: Der orale Cereblon-E3-Ligase-Modulator (CELMoD) baut die Transkriptionsfaktoren Ikaros und Aiolos schnell und nahezu vollständig ab. Die Folge: eine deutlich stärkere Zytotoxizität gegen Myelomzellen und eine kräftigere Immunstimulation als bei klassischen immunmodulatorischen Substanzen (IMiDs). Die Phase-III-Studie SUCCESSOR-2 prüfte, ob sich dieser Mechanismus in einen klinischen Vorteil übersetzt – in Kombination mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd).

Medianes PFS mehr als verdoppelt – Progressionsrisiko halbiert

Artikel kostenlos freischalten und weiterlesen

Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu exklusiven Artikeln auf Thieme Praxis. Registrieren Sie sich jetzt kostenlos mit wenigen Klicks – oder nutzen Sie Ihren bestehenden Thieme Account.


Mehr zum Thema