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GCAptAIN-Studie: Neue Daten, neue Fragen

IL-17-Blockade bei Riesenzellarteriitis punktet vor allem bei Frauen

|von Stephanie Schikora

Nach positiven Phase-II-Daten galt der IL-17A-Inhibitor Secukinumab als vielversprechende Ergänzung zur Glukokortikoidtherapie bei Riesenzellarteriitis. Die internationale Phase-III-Studie GCAptAIN prüfte den Antikörper in 2 Dosierungen gegen Placebo – jeweils kombiniert mit einem Prednison-Tapering. Der primäre Endpunkt der anhaltenden Remission nach 52 Wochen wurde verfehlt. Spannend ist jedoch ein deutlicher Geschlechterunterschied im Ansprechen: Ein potenzieller Nutzen zeigte sich nahezu ausschließlich bei Frauen. Könnten damit geschlechtsspezifische Behandlungsstrategien künftig an Bedeutung gewinnen?

Nahaufnahme einer älteren Frau in heller Kleidung, die mit beiden Händen die Schläfen berührt; der Hintergrund ist unscharf und hell gehalten.
Secukinumab verfehlte in der Phase-III-Studie GCAptAIN zwar den primären Endpunkt bei Riesenzellarteriitis, zeigte jedoch Hinweise auf eine bessere Wirksamkeit bei Frauen. (© Yaroslav Astakhov/stock.adobe.com)

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Die Hoffnung war groß: Nachdem die Phase-II-Studie TitAIN überzeugende Signale geliefert hatte, galt der Interleukin(IL)-17A-Inhibitor Secukinumab als vielversprechender neuer Kandidat in der Therapie der Riesenzellarteriitis (RZA). Doch die nun vorgelegte internationale Phase-III-Studie GCAptAIN dämpft die Erwartungen – zumindest auf den ersten Blick. Denn hinter den Zahlen verbirgt sich ein differenziertes Bild, das insbesondere für die Behandlung von Frauen Bedeutung haben könnte.

Die Riesenzellarteriitis ist die häufigste Vaskulitis des höheren Lebensalters, mit einem Erkrankungsgipfel zwischen dem 70. und 79. Lebensjahr. Bis zu drei Viertel der Betroffenen sind Frauen, und rund die Hälfte zeigt gleichzeitig Symptome einer Polymyalgia rheumatica (PMR). Therapeutisches Rückgrat sind nach wie vor Glukokortikoide (GC) – mit allen bekannten Schattenseiten: häufige Rezidive beim Ausschleichen, erhebliche Toxizität bei Langzeitgabe und ein ohnehin schon fragiles Nebenwirkungsprofil in dieser Altersgruppe. Osteoporose, Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie, kognitive Einbußen und erhöhte Infektanfälligkeit verschärfen die Multimorbidität vieler Patienten zusätzlich.

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