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Ärztin oder Radiologin betrachtet ein Mammografie-Bild am Befundungsmonitor
4 Jahrzehnte Nachbeobachtung

Mammografie-Screening verschiebt Stadienverteilung – Brustkrebsmortalität sinkt europaweit

Seit Ende der 1970er-Jahre wurden in Europa flächendeckend Mammografie-Screeningprogramme etabliert – mit messbaren Folgen für Inzidenz und Mortalität des Mammakarzinoms. Eine populationsbasierte Auswertung aus 21 Ländern zeigt nun, wie sich Stadienverteilung und Sterblichkeit über vier Jahrzehnte entwickelt haben. Während in-situ- und Stadium-I-Karzinome deutlich häufiger entdeckt werden, gehen fortgeschrittene Tumoren und Brustkrebstodesfälle zurück – allerdings mit erheblichen Unterschieden zwischen den Ländern.
Ein übergewichtiges junges Paar steht eng zusammen und ist mit einem Maßband umwickelt.
Metabolische Risikofaktoren in den Fokus rücken

Darmkrebs bei jungen Erwachsenen: Adipositas und Diabetes als Risikotreiber

Darmkrebs trifft zunehmend auch junge Erwachsene unter 50 Jahren. Eine internationale Metaanalyse mit Daten von über 117.000 Personen rückt in diesem Zusammenang 5 metabolische Risikofaktoren in den Fokus: Adipositas erhöht das Risiko um 45%, aber auch Typ-2-Diabetes, Hyperlipidämie, arterielle Hypertonie und das metabolische Syndrom sind eng mit der steigenden Inzidenz verknüpft. Prävention und Screening müssen daher früher ansetzen.
Arzt und Patientin sitzen sich gegenüber, Ärztin hält ein Tablet in der Hand
Gynäkologische Onkologie

Endometriumkarzinom: GLP‑1‑Rezeptoragonisten (GLP‑1‑RAs) senken Risiko unter Gestagentherapie

Eine populationsbasierte Kohortenstudie aus der TriNetX-Datenbank zeigt, dass die Kombination von GLP‑1‑RAs mit Gestagenen das Karzinomrisiko bei Frauen mit endometrialer Hyperplasie deutlich senkt – mit konsistenten Effekten über Subgruppen hinweg und niedrigeren Hysterektomie-Raten.
Niedersachsen, Hannover: Delegierte und Gäste sitzen zu Beginn des 130. Deutschen Ärztetages im Hannover Congress Centrum HCC.
Übergriffe beim Ärztetag

Sexuelle Übergriffe beim Ärztetag: Bundesärztekammer kündigt Schutzkonzepte an

Beim Deutschen Ärztetag in Hannover sollen Medizinstudentinnen Opfer verbaler und körperlicher sexueller Übergriffe geworden sein – von anzüglichen Kommentaren bis zu unerwünschten Berührungen. Die Bundesärztekammer reagiert mit angekündigten Schutzkonzepten und macht Machtmissbrauch zum Schwerpunktthema des Ärztetags 2027.
Podcast Cover: Study Snacks Pneumologie 1200x627
04:45 min
Podcast: Study Snacks – Pneumologie

Neoadjuvante Therapie des resektablen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) | Study Snacks – Pneumologie #031

Kann eine Kombination aus Immuntherapie und Chemotherapie vor der Operation das Leben von Patient*innen mit Lungenkrebs verlängern? Diese Frage steht im Mittelpunkt der aktuellen Folge des Thieme-Podcasts Study Snacks aus dem Fachbereich Onkologie. Im Fokus: eine im August 2025 im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie von Forde et al., die neue Langzeitdaten der bekannten Phase-III-Studie CHECKMATE 816 vorlegt.
Heller Wohnbereich mit weißen Wänden und Holzboden
Gynäkologische Onkologie

Ovarialkarzinom: Radon im Wohnraum erhöht Inzidenz und Mortalität

Radon und Ovarialkarzinom: Eine prospektive US-Kohortenstudie mit über 127.000 postmenopausalen Frauen zeigt erstmals einen signifikanten Zusammenhang zwischen hoher häuslicher Radonexposition und einem erhöhten Risiko für Inzidenz sowie Mortalität des Ovarialkarzinoms – besonders ausgeprägt beim serösen Subtyp. Die Daten im Überblick.
ndoskop während einer Koloskopie mit Monitoransicht des Darminneren zur Abklärung eines positiven Stuhltests im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.
Verpasste Chancen der Früherkennung

Positiver Stuhltest: Ohne Koloskopie steigt die Darmkrebs-Gefahr drastisch

Wer nach einem auffälligen Stuhltest auf die empfohlene Darmspiegelung verzichtet, hat ein mehr als vierfach erhöhtes Darmkrebsrisiko gegenüber der Allgemeinbevölkerung. Besonders brisant: Unter den Personen ohne Folgekoloskopie ließ sich eine Hochrisikogruppe identifizieren, bei der Darmkrebs gehäuft und oft erst spät diagnostiziert wurde.
Zwei gestapelte Türme aus Lebensmitteln: links ein Turm aus Burgern, rechts ein Turm aus frischem Obst auf weißem Hintergrund
Neurobiologie der Prävention

Lebensstil-Dissonanz: Gute Vorsätze scheitern am Steinzeitgehirn

Die meisten Menschen wissen, was gesund wäre – und tun es trotzdem nicht. Hinter dieser Lücke zwischen Vorsatz und Verhalten steckt mehr als fehlende Disziplin: Ein evolutionär altes Belohnungssystem überstimmt regelmäßig die rationale Kontrolle des präfrontalen Kortex. Eine aktuelle Übersichtsarbeit prägt dafür den Begriff der „Lebensstil-Dissonanz" und liefert eine neue Argumentationsbasis für die Präventionsberatung – inklusive konkreter Handlungsempfehlungen für die Sprechstunde.
Podcast: Kopfhörer und Mikrofon
1:00:52 min
Podcast-Tipp der Redaktion

Socken aus beim Frauenarzt: Podcast über Scham in der Gynäkologie

Gynäkologie und Scham: Die Podcastfolge „Socken aus beim Frauenarzt!" zeigt, wie stark Routineabläufe in intimen Untersuchungssituationen auf Patientinnen wirken. Für Ärzte ist das eine präzise Erinnerung daran, wie wichtig Erklärung, Transparenz und Wahrung der Intimsphäre im Praxisalltag sind.
Kisten mit dem Medikament Mifepristone stehen auf einem Regal im West Alabama Women's Center in Tuscaloosa, Alabama
US-Urteil zu Mifepristone

Abtreibungspille per Post: Supreme Court bestätigt Mifepristone-Versand

Mifepristone bleibt per Post zugänglich: Der US Supreme Court erlaubt den telemedizinischen Versand der Abtreibungspille weiterhin und stoppt die Einschränkungen eines Bundesberufungsgerichts. Während der Rechtsstreit um die FDA-Regelung läuft, bleibt der wichtigste Versorgungsweg für Schwangerschaftsabbrüche in den USA vorerst erhalten.
Ambulante Chemotherapie: Im Vordergrund liegen Chemotherapie-Infusionsmaterialien auf einem Tablett, im Hintergrund sitzt eine Patientin mit Kopftuch entspannt in einem Behandlungsstuhl während der Therapie.
Machbar und sicher

Chemotherapie zu Hause: Versorgungswege neu denken

Intravenöse Chemotherapien lassen sich im häuslichen Umfeld sicher und ohne Infusionsreaktionen oder Katheterinfektionen verabreichen. Mobile Versorgungsteams und eine virtuelle Leitstelle ermöglichen eine engmaschige Überwachung – mit hoher Patientenzufriedenheit und spürbarem Gewinn an Lebensqualität.
Thrombus in einem Blutgefäß:
Onkologische Thromboseprophylaxe

Biomarker bei Krebspatienten: GDF-15, NT-proBNP, hs-TnT und CRP verbessern Thrombose- und Blutungsrisikoabschätzung

Eine Post-hoc-Analyse der AVERT-Studie zeigt, dass GDF-15, NT-proBNP, hs-Troponin T und CRP die Risikoabschätzung für venöse Thromboembolien und Blutungen unter primärer Thromboseprophylaxe deutlich präzisieren. Wie sich die Marker im Verlauf verhalten und welche Konsequenzen sich für die Therapieentscheidung ergeben.