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Innere Medizin

Studien, Leitlinien-Updates und Praxiswissen

Der Themenbereich Innere Medizin bietet Ihnen fundierte Orientierung im breiten Spektrum internistischer Disziplinen. Von aktuellen Leitlinien-Updates und neuen Therapieempfehlungen über Sicherheitswarnungen bis hin zu praxisrelevanten Studiendaten aus Infektiologie, Gastroenterologie und Nephrologie: Wir bereiten komplexe Evidenz prägnant für Ihren internistischen Versorgungs- und Klinikalltag auf.

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Neuste Artikel

Eine medizinische Fachperson zeigt mit einem Finger auf eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs auf einem Tablet; auf der linken Lungenhälfte ist ein auffälliger, farblich hervorgehobener Bereich zu sehen, daneben liegt ein Stethoskop
Marker mit Gewicht

PD-L1 bleibt „Taktgeber“ bei der Therapie des fortgeschrittenen NSCLC

Beim fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Lungenkarzinom bleibt PD-L1 der entscheidende Biomarker für die Therapiesteuerung. Studien wie PACIFIC oder die KEYNOTE-Studien 024, 189 und 407 belegen den klaren Nutzen einer PD-L1-gestützten Stratifizierung. Bei Hochexprimierern stellt sich sogar schon die Frage, ob eine Chemotherapie überhaupt noch erforderlich ist.
Lupe personalisiert
Studienteilnehmer gesucht

Rheuma-Verdacht? Mit diesem Online-Tool kommen Betroffene gut vorbereitet zum Arzttermin

Auch wenn bereits ein Verdacht auf ein rheumatische Erkrankung besteht, sind die Diagnosewege oft lang: Viele Betroffene warten Monate oder sogar Jahre auf eine gesicherte Diagnose. Ein neues, kostenloses Online-Tool des Uniklinikums Erlangen soll Betroffenen helfen, Symptome strukturiert zu erfassen und besser vorbereitet ins Arztgespräch zu gehen. Für die begleitende Studie zur Weiterentwicklung von „Rheumatic?" werden nun Teilnehmende gesucht.
Amputationsraten senken, Extremitäten erhalten

GLP-1-Rezeptoragonisten senken Amputations- und Sterberisiko bei Typ-2-Diabetes mit pAVK

Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und peripherer arterieller Verschlusskrankheit waren GLP-1-Rezeptoragonisten im 5-Jahres-Verlauf mit einer signifikant niedrigeren Mortalität, weniger Major- und Minor-Amputationen sowie selteneren Revaskularisationen und Hospitalisierungen assoziiert als eine Metformintherapie. Besonders ausgeprägt fiel der Nutzen bei Betroffenen mit chronisch extremitätenbedrohender Ischämie und Adipositas aus – ein Argument für den frühen Einsatz dieser Substanzklasse in der diabetologischen Versorgung.
Mammografie
Vermeidbare Krebsfälle

Krebs-Screening und keiner geht hin? Das sind die Gründe

Obwohl Krebsvorsorgeprogramme nachweislich die Krebssterblichkeit mit Blick auf unterschiedliche Tumorarten senken können, werden die Angebote nicht von jedem genutzt.
Ein älterer Mann liegt nach einem Sturz auf dem Teppichboden und wird von einer Pflegekraft oder Angehörigen an der Hand hochgezogen; im Vordergrund liegt sein Gehstock.
Bröckelnde Evidenz

Kalzium und Vitamin D ohne relevanten Nutzen bei Fraktur- und Sturzprävention

Kalzium- und Vitamin-D-Präparate zählen zu den am häufigsten verordneten Supplementen zur Prävention osteoporotischer Frakturen und Stürze. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse zieht die klinische Relevanz dieser Praxis grundlegend in Zweifel: Weder die Monotherapie noch eine kombinierte Supplementation erreichten die vorab definierten Schwellenwerte für einen klinisch bedeutsamen Nutzen – auch nicht in Hochrisikogruppen.
Zwei Hände bedienen ein Tablet, auf dessen Bildschirm das Wort „Pankreaskarzinom“ groß dargestellt ist.
Ältere besonders benachteiligt

Pankreaskarzinom: Leitlinienempfehlungen häufig nicht umgesetzt

Die Versorgung von Patienten mit Pankreaskarzinomen ist verbesserungsfähig. Obwohl eine multimodale Therapie mit Operation plus Chemotherapie nachweislich die besten Ergebnisse liefert, erhalten in Deutschland nur etwa 45% der Betroffenen eine adjuvante oder additive Chemotherapie. Von den über 80-jährigen Erkrankten wurden fast 40% weder operativ noch zytostatisch behandelt.
Herz mit Gefäßen vor schwarzem Hintergrund - Vorhofflimmern
Erstlinientherapie neu gedacht

Pulsed Field Ablation verdoppelt fast Erfolgsrate bei persistierendem Vorhofflimmern

Bislang verlangen Leitlinien vor einer Katheterablation bei persistierendem Vorhofflimmern einen Therapieversuch mit Antiarrhythmika. Dass dieser Umweg möglicherweise verzichtbar ist, legen aktuelle Daten einer internationalen randomisierten Studie nahe. Die direkt eingesetzte Pulsed Field Ablation erreichte nach 12 Monaten eine fast doppelt so hohe Erfolgsrate wie die medikamentöse Rhythmuskontrolle – bei vergleichbarer Sicherheit. Ein möglicher Paradigmenwechsel für die rhythmologische Versorgung.
Frau mit CGM-Sensor am Oberarm liest Glukosewert am Smartphone ab. In der anderen Hand hält sie einen Insulin-Pen
Diabetesversorgung neu gedacht

CGM aus „erster Hand“: Hausärzte erzielen starke Ergebnisse

Die kontinuierliche Glukosemessung ist längst in der Versorgung von Menschen mit insulinpflichtigem Diabetes angekommen – doch verordnet wird sie meist in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis. Aber auch wenn Hausärzte ein CGM-System verordnen, sinken HbA1c-Werte klinisch relevant und deutlich stärker als ohne Sensor. Zugleich gehen wiederkehrende Krankenhausaufenthalte und Notaufnahmebesuche spürbar zurück – auch wenn keine diabetologische Schwerpunktpraxis die Behandlung unterstützt.
zwei muskulöse Arme beim Armdrücken
FLT3-Inhibitoren im Duell

Gilteritinib vs. Midostaurin bei FLT3-mutierter AML – Wer hat die Nase vorn?

Erstmals liefert eine Phase-III-Studie einen direkten Head-to-Head-Vergleich zweier FLT3-Inhibitoren in der Erstlinie der FLT3-mutierten AML – und schaffte es so in die Late-Breaker-Session auf dem Jahreskongress der European Hematology Association (EHA2026) in Stockholm: Demnach senkt Gilteritinib das Rezidivrisiko gegenüber Midostaurin zwar deutlich, ein Vorteil beim Gesamtüberleben bleibt jedoch aus. Folgetherapien dürften das Bild maßgeblich beeinflusst haben.
Mehrere Formulare zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung liegen neben einem Blister mit Tabletten auf einem Tisch.
Streit um AU-Reform

Krankschreibung: Linke laufen Sturm gegen Ende der Telefon-AU

Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag fordert die Landesregierung auf, den Bundesplänen zur Abschaffung der telefonischen AU und zur Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag nicht zuzustimmen. Fraktionschefin Susanne Schaper warnt vor überfüllten Praxen, steigender Ansteckungsgefahr und einem Generalverdacht gegen Beschäftigte.
Hepatitis Virus
Chancen und Risiken einer neuen Antisense-Therapie

Chronische Hepatitis B: Bepirovirsen ermöglicht funktionelle Heilung

Eine chronische Hepatitis-B-Infektion galt bisher als nicht heilbar – doch das könnte sich nun ändern. In einer aktuellen Phase-3-Studie erreichte jeder fünfte Patient unter Bepirovirsen eine funktionelle Heilung, während es in der Placebogruppe keinem gelang.
Nahaufnahme von Händen mit verfärbten Fingern als Zeichen eines Raynaud-Syndroms, einem typischen Frühsymptom der systemischen Sklerose.
Instrument für die Routineversorgung und Forschung

Frühes Monitoring bei systemischer Sklerose per mDAI zahlt sich aus

Der modifizierte EUSTAR Disease Activity Index (mDAI) erlaubt bei systemischer Sklerose eine klinisch belastbare Stratifizierung nach Krankheitsaktivität. Besteht eine aktive Erkrankung, entwickeln Betroffene deutlich häufiger und schneller Haut-, Lungen- und Herzbeteiligungen – und benötigen intensivere immunsuppressive sowie antifibrotische Therapien. Ein frühes Aktivitätsmonitoring wird damit zum entscheidenden Baustein der Versorgung, dieses Fazit zogen Experten auf dem EULAR-Kongress 2026 in London.

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