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Neuste Artikel

Erstmals absolute 10-Jahres-Risiken

Hautkrebsrisiko bei CLL-Patienten verdoppelt

CLL-Erkrankte weisen ein nahezu doppelt so hohes 10-Jahres-Risiko für Hautkrebs auf – vor allem für Basalzell- und Plattenepithelkarzinome. Die absoluten Risiken für Metastasen und hautkrebsbedingten Tod bleiben jedoch gering. Eine dänische Matched-Kohortenstudie mit über 50.000 Teilnehmenden liefert nun erstmals belastbare absolute Risiken für die klinische Beratung und Surveillance.
Roboterarm berührt menschliche Hand
FOKO Kongressbericht

KI in Gynäkologie und Geburtshilfe: Datenschätze gemeinsam heben

Von der automatisierten Arztbrieferstellung über leitlinienbasierte Chatbots bis hin zu Prognosemodellen für Frühgeburt und Präeklampsie – auf dem FOKO 2026 wurde deutlich, wie nah KI-Anwendungen der klinischen Praxis bereits sind. Doch Konfabulation und fehlende Interoperabilität setzen dem Einsatz noch klare Grenzen.
Unterwasseraufnahme einer Meeresschildkröte vor den Malediven
FOKO Kongressbericht

Tropeninfektionen in der Schwangerschaft: Zika, Malaria und Schistosomiasis im Fokus

Durch den Klimawandel breiten sich tropische Vektoren wie die Asiatische Tigermücke zunehmend in Europa aus – mit Konsequenzen auch für die gynäkologische Praxis. Welche Risiken Zikavirus, Malaria und urogenitale Schistosomiasis speziell für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch bergen und wann ein Screening indiziert ist, fasste eine Expertin auf dem FOKO 2026 zusammen.
Polizeiwagen
Tötungsdelikt vor Gericht

Doppelter Tötungsvorwurf: Wissenschaftler soll Frau und Baby in Psychose getötet haben

Ein 44-jähriger Wissenschaftler soll während einer akuten Psychose seine Ehefrau und das zwei Monate alte Baby in der gemeinsamen Düsseldorfer Wohnung mit einem Küchenbeil getötet haben. Vor dem Landgericht läuft nun ein Sicherungsverfahren – mit Aussicht auf dauerhafte Unterbringung in einer geschlossenen Psychiatrie.
Podcast Cover: Study Snacks Gastroenterologie 1200x627
06:01 min
Podcast: Study Snacks – Gastroenterologie

Remission einer MASH nach bariatrischer Operation verlängert Überlebensrate | #054: Study Snacks – Gastroenterologie

Die metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis (MASH) entwickelt sich zunehmend zu einer der zentralen Herausforderungen der modernen Gastroenterologie. Adipositas, Diabetes und das metabolische Syndrom treiben die Prävalenz der chronischen Lebererkrankung kontinuierlich nach oben – mit teils dramatischen Langzeitfolgen: Über Jahre hinweg kann eine MASH in eine Leberzirrhose münden und die leberbedingte Mortalität deutlich erhöhen.
Closeup of female hand with IV drip infusion in treatment session at hospital
Platinresistentes Ovarialkarzinom

Pembrolizumab plus Paclitaxel erzielt erstmals signifikanten Überlebensvorteil

Die Phase-III-Studie ENGOT-ov65/KEYNOTE-B96 belegt erstmals einen signifikanten Gesamtüberlebensvorteil durch die Kombination aus Pembrolizumab und wöchentlichem Paclitaxel – mit besonders ausgeprägtem Nutzen bei PD-L1-positiven Tumoren. Die Zulassung durch die Food and Drug Administration (FDA) und die European Medicines Agency (EMA) ist bereits erfolgt.
Von komplexen Omics-Daten in die Klinik

Mikrobiomforschung: Funktion statt Sequenz im klinischen Fokus

Wie sich das Darmmikrobiom gezielt über die Ernährung beeinflussen lässt, rückt zunehmend in den Fokus der klinischen Praxis. Mediterrane Kost, Restore-Diät und fermentierte Lebensmittel modulieren die mikrobielle Zusammensetzung messbar und eröffnen neue Wege in der personalisierten Therapie. Auf dem 132. DGIM-Kongress erläuterte Prof. Stephan C. Bischoff, Stuttgart, warum gerade ein funktionsorientierter Blick auf die Mikrobiota im klinischen Alltag weiterhilft.
Gelbes dreieckiges Warnschild mit schwarzem Strahlensymbol und der Aufschrift „Radioaktiv“.
Atomarer Schatten

40 Jahre nach Tschernobyl: Wie stark ist Deutschland heute noch radioaktiv belastet?

Angst, Verunsicherung und Messgeräte bestimmten das Frühjahr 1986 – auch in Deutschland. Vier Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 stellt sich erneut die Frage: Wie lange wirkt der atomare Fallout nach? Wo sind Böden, Wälder und Lebensmittel noch belastet – und wo ist Entwarnung möglich?
Ärztin im Live-Stream auf dem Smartphone
Zwischen Patientennähe und Profit-Interessen

Pharma-Werbung durch Influencer auf Instagram, TikTok & Co.

Khloé Kardashian bewirbt Migränemittel, Fitness-Influencer promoten Steroide, Patienten-Influencer teilen ihre Erfahrungen mit Antidepressiva – und Millionen Follower sehen und hören zu. Was nach authentischem Erfahrungsbericht klingt, ist nicht selten bezahlte Pharmawerbung. Ungefährlich ist das nicht: Die Promotion verschreibungspflichtiger Medikamente durch Social-Media-Influencer ist nicht selten geprägt von Fehlinformation, mangelnder Transparenz und einer emotionalen Überzeugungskraft, die kritisches Hinterfragen systematisch untergräbt.
Schreibtisch mit Laptop, der den Schriftzug Kolumne trägt
Christines Kolumne

Wanted: Ägyptische Hebammen

Gebären ist privat? Schön wär’s. Zwischen staatlich missliebigen Kaiserschnitten, nicht vorhandenen Hebammen und Skalpell-Fließbandarbeit zeigt sich: Die Art, wie ein Kind zur Welt kommt, ist weniger eine medizinische als eine geopolitische Frage. Willkommen im globalen Kreißsaal.
Globus auf Weltkarte mit Spielfiguren drum herum
Klimawandel Geburtstrends

Weniger Jungen bei Hitze: Temperatur beeinflusst Geburtenverhältnis

Auswertungen von mehr als fünf Millionen Lebendgeburten aus 33 Ländern südlich der Sahara und Indien zeigen einen klaren Zusammenhang – ab einem Schwellenwert von 20 Grad Celsius steigt das Risiko spontaner Fehlgeburten, und männliche Nachkommen sind überproportional betroffen. Regionale Unterschiede im Trimester-Timing machen das Bild komplex.
Chirurgische Instrumente liegen während einer Kaiserschnittentbindung auf einem Tisch.
Geburtsmedizin International

Kaiserschnitt-Rate in Ägypten: 72 Prozent – warum Ärzte zum Skalpell greifen

Sieben von zehn Babys kommen in Ägypten per Kaiserschnitt zur Welt – eine der höchsten Raten weltweit. Hinter den Zahlen stehen wirtschaftlicher Druck auf Ärzte, drohende Haftstrafen bei Komplikationen, fehlende Hebammen und Schwangere, denen oft jede Wahl genommen wird. Wie die Regierung in Kairo gegensteuert und warum Experten von einem Bruch des hippokratischen Eids sprechen.