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Neuste Artikel

Abstrakte Darstellung der Strahlentherapie bei Brustkrebs
Therapiestandards

Brustkrebs-Bestrahlung in einer Woche: 26 Gy als neuer Standard

Eine randomisierte Studie mit über 4.100 Patientinnen belegt nach zehn Jahren, dass ein einwöchiges Bestrahlungsschema mit 26 Gy in fünf Fraktionen dem klassischen dreiwöchigen 40-Gy-Regime in Effektivität und Verträglichkeit nicht unterlegen ist. Was das für die adjuvante Brustkrebstherapie bedeutet.
Schreibtisch mit Laptop, der den Schriftzug Kolumne trägt
Christines Kolumne

Oh Krankenschein, mein Krankenschein, wo bist du nur geblieben?

Es klingt ja schon fast zu blöd, um wahr zu sein. Oder, um es mit Vince Ebert zu sagen (dieser Physiker-Komiker, Sie wissen schon) Wot se fack, Deutschland. Krankschreibung ab Tag eins - Blacky Merz ist da gnadenlos - und nicht nur die AU muss ab Tag 1 vorliegen, sondern die telefonische Krankschreibung soll auch gleich weg.
In der Diagnostik der Radiologie der Universitätsmedizin Rostock wird mit Hilfe der Magnetresonanztomographie ein Tumor festgestellt.
Zahl der Neuerkrankungen könnte sich fast verdoppeln

WHO warnt vor drastischem Anstieg der Krebs-Diagnosen bis 2050

Krebs könnte sich in den kommenden Jahrzehnten zu einer noch größeren globalen Herausforderung entwickeln: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet bis 2050 mit rund 35 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr – fast doppelt so vielen wie heute. Neben Rauchen und Alkoholkonsum geraten vor allem Übergewicht und Bewegungsmangel in den Fokus. Zugleich kritisiert die WHO gravierende Unterschiede bei Früherkennung, Behandlung und Überlebenschancen weltweit.
Grafische Darstellung mit zahlreichen ineinander liegenden Symbolen für weiblich und männlich in Blau und Rosa auf unscharfem Hintergrund.
Organschutz ungleich verteilt

Gender Health Gap in der Diabetologie: Systemisches Defizit, kein Einzelfall

Frauen mit Typ-2-Diabetes erhalten lebensverlängernde, organschützende Therapien deutlich seltener als Männer – trotz häufig sogar größerem Nutzen. Real-World-Daten zeigen ein systematisches Versorgungsdefizit. Gleichzeitig belegt ein datenbasiertes Modell: Geschlechtersensible Präzisionsmedizin kann Therapieversagen um 38% reduzieren und Komplikationen wirksam senken.
Hand schieben einen Holzwürfel mit rotem Kreuz nach vorne, ein Würfel mit grünem Haken bleibt im Hintergrund
OPTIMAL-Studie rüttelt an der IVUS-Empfehlung

Hauptstamm-PCI: IVUS-Guidance ohne klinischen Mehrwert gegenüber Angiografie

Der intravaskuläre Ultraschall (IVUS) gilt bei der perkutanen Koronarintervention (PCI) am ungeschützten linken Hauptstamm vielerorts als Standard – und wird in aktuellen Leitlinien mit Klasse-Ia-Empfehlung geführt. Eine internationale randomisierte Studie mit über 800 Patienten relativiert diese Position nun deutlich: Nach knapp 3 Jahren Nachbeobachtung zeigte sich kein Vorteil der IVUS-gestützten gegenüber der rein angiografisch gesteuerten Prozedur – weder bei Mortalität noch bei Myokardinfarkten oder Revaskularisationen. Auch die Schlaganfallrate überraschte.
Eine junge Frau sitzt auf einer Parkbank im Freien, trägt einen kontinuierlichen Glukosesensor am Oberarm und blickt auf ein aufgeklapptes Laptop auf dem Schoß.
Unterschätzter Einfluss der Hormone auf den Diabetes

Monatszyklus und Menopause erfordern therapeutisches Fingerspitzengefühl

Diabetes verläuft bei Frauen anders – und Hormone spielen dabei eine zentrale Rolle. so steigt der Insulinbedarf in der Lutealphase um bis zu 15% – moderne AID-Systeme bilden das nicht ab. In den Wechseljahren lösen sich vertraute Muster auf: Rund zwei Drittel der Frauen mit Typ-1-Diabetes berichten nach der Menopause über instabilere Glukoseverläufe. Eine zyklus- und lebensphasenadaptierte Diabetestherapie daher wäre dringend angeraten, in der Praxis bleibt dies jedoch in der Regel außen vor. Dies gilt es zu ändern.
Visualisierung einer Handskelettstruktur mit Blutzellen und Datenflächen
EULAR 2026: Neue Wege bei Psoriasisarthritis

Synovialbiopsie und Gewichtsverlust verbessern Therapieerfolg bei Psoriasisarthritis

Zwei neue Ansätze könnten die PsA-Therapie verändern und das Ergebnis für Betroffene wesentlich verbessern: Eine biopsiegesteuerte Therapieauswahl brachte 68 % der Betroffenen in Remission oder geringe Krankheitsaktivität – deutlich mehr als das klinische Standardvorgehen. Und die DIPSA-Studie verweist auf den wichtigen Beitrag einer Gewichtsreduktion bei übergewichtigen PsA-Patienten. Denn diese senkt die Krankheitsaktivität – unabhängig davon, welche Ernährungsstrategie dahintersteckt.
Histologisches Bild eines neuroendokrinen Tumors aus einem Dünndarmpolypen
Steigende Inzidenz, gute Prognose

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien – die großen Unbekannten

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien (GEP-NEN) werden immer häufiger diagnostiziert – vor allem in frühen, nicht metastasierten Stadien. Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie aus Ontario nahm jetzt Inzidenz, Gesamtüberleben und krebsspezifisches Überleben über 2 Jahrzehnte in den Fokus.
Stethoskop auf Euro-Scheinen
Sparzwang gefährdet Menschenleben

GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz darf nicht zum Versorgungskiller werden

Durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) drohende Versorgungslücken für über 9 Millionen Menschen mit Diabetes. In DDG zertifizierten Kliniken könnten laut aktuellen Daten jährlich rund 1.140 Leben gerettet werden – doch pauschale Sparvorgaben gefährden spezialisierte Strukturen in Praxen und Krankenhäusern.
Tasse Cappuccino mit Milchschaum in Herzform
Mikrobiom-Forschung

Kaffee als Mikrobiom-Booster: Studie belegt Effekt auf Darmbakterien

Kaffee gilt als verdauungsfördernd. Doch wirkt sich der Konsum auch positiv auf das Darmmikrobiom aus? Eine aktuelle experimentelle Studie zeigt, dass regelmäßiger Kaffeekonsum die Zusammensetzung spezifischer Darmbakterien verändert und positiv auf die Darm-Hirn-Achse wirkt.
Aspirin-Tabletten
Tumor-Demaskierung durch ASS

Blasenkrebs früher entdecken: Unbekannte ASS-Nebenwirkung

Acetylsalicylsäure (ASS) bringt offenbar Blasentumore zum Bluten, die ansonsten asymptomatisch geblieben wären. Dementsprechend erhalten ASS-Anwender häufiger Zystoskopien – und werden seltener mit invasivem Blasenkrebs diagnostiziert. Andere nichtsteroidale Antirheumatika zeigen diesen Effekt nicht.
Typischer, in der Klinik gebräuchlicher Medikamentendispenser mit vielen unterschiedichen Tabletten und Kapseln
Arzeimittelversorogung im Alter

Jeder vierte ältere Mensch in Deutschland erhält potenziell ungeeignete Medikamente

Polypharmazie im Alter ist Alltag – doch wie steht es um die Qualität der Verordnungen in Deutschland? Die NAKO-Analyse bringt jetzt Licht ins Dunkel: Eine potenziell inadäquate Medikation, aber auch Über- und Unterversorgungen sind weit verbreitet. Besonders auffällig: Mehr als die Hälfte aller Osteoporose-Betroffenen bleibt unbehandelt, während Bluthochdruck, Parkinson und Depression mit einem deutlich erhöhten Risiko für unangemessene Verordnungen einhergehen.

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