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Hämatologische Neoplasien

Neue Therapieoptionen, differenzierte Risikostratifizierungen und eine sich rasant entwickelnde Evidenz prägen den Bereich der malignen hämatologischen Erkrankungen. Der Themenbereich "Hämatologische Neoplasien" greift die relevanten Fortschritte auf und ordnet sie praxisnah für den klinischen Alltag ein – mit klarem Fokus auf diagnostische Konsequenzen und therapeutische Entscheidungen.

Sie finden hier aktuelle Inhalte zu Leukämien, Lymphomen, Multiplem Myelom und verwandten Erkrankungen, die Ihnen helfen, Studienergebnisse, Leitlinienänderungen und neue Behandlungsstrategien sicher zu bewerten.

Neuste Artikel

Arzt gibt Daten über ein Tablet ein.
Loncastuximab tesirin, Epcoritamab und Odronextamab

G‑BA kippt die anwendungsbegleitende Datenerhebung für drei DLBCL‑Therapien

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G‑BA) verzichtet künftig auf eine anwendungsbegleitende Datenerhebung für 3 neuere Wirkstoffe zur Behandlung des diffus großzelligen B‑Zell‑Lymphoms. Betroffen sind Loncastuximab tesirin, Epcoritamab und Odronextamab. Hintergrund ist, dass die pharmazeutischen Unternehmer die geforderten Analysepläne und Studienprotokolle nicht fristgerecht eingereicht haben – mit Folgen auch für die Preisverhandlungen. 
Cancer cell receptor on the cell surface on the bi lipid membrane layer front view
Ursachen und Lösungsansätze

Vier Gründe, warum Lymphome resistent gegen moderne Krebstherapien werden

Moderne Therapien wie CAR-T-Zellen und Checkpoint-Inhibitoren haben die Behandlung bösartiger Lymphome revolutioniert. Doch oft kommt es zu Rückfällen: Tumorzellen entwickeln Resistenzen. Eine neue Übersichtsarbeit zeigt die vier zentralen Mechanismen auf – und welche innovativen Strategien in der Pipeline sind, um diese Hürden zu überwinden.
Illustrative 3D‑Darstellung von Lymphozyten im Blut bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL)
CLL-Therapie im Wandel

Nicht kovalenter BTK-Inhibitor bald für die Erstlinientherapie?

Bislang ist der nicht kovalente BTK‑Inhibitor Pirtobrutinib zugelassen für die Therapie der rezidivierten oder refraktären chronischen lymphatischen Leukämie (CLL). Jetzt zeigt Pirtobrutinib in 2 Phase‑III‑Studien eine eindrucksvolle Wirksamkeit bereits in der Erstlinie. Im Vergleich zu einer Chemoimmuntherapie oder zu Ibrutinib verbessert der BTK-Inhibitor das progressionsfreie Überleben deutlich – bei gleichzeitig besserer Verträglichkeit. Besonders ältere und weniger fitte Patienten und Patientinnen könnten profitieren, so das Fazit der Studienautoren auf dem ASH 2025 . 
Holzwürfel mit der Aufschrift „AML“ liegen auf einer hellen Fläche, umgeben von einem Stetoskop
Aza‑Ven statt intensiver Chemotherapie?

Akute myeloische Leukämie – neue Induktionstherapien im Fokus

Die Kombination aus Azacitidin und Venetoclax (Aza‑Ven) zeigt in der PARADIGM‑Studie ein deutlich längeres ereignisfreies Überleben als eine intensive Induktionschemotherapie – selbst bei Patientinnen, die für eine intensive Therapie geeignet sind. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine chemotherapiefreie Induktion künftig für deutlich mehr AML‑Patientinnen infrage kommen könnte.
Symbolbild: Eine Orange, die durch einen geöffneten Reißverschluss eine rote Apfelhälfte im Inneren zeigt
„Täuschen und tarnen“

Ungewöhnliche Entität: Hodgkin-Lymphom in Pankreas durch Biopsie entdeckt

Nicht jeder Pankreastumor ist das, was er scheint. In sehr seltenen Fällen kann ein Hodgkin-Lymphom dahinter stecken, wie jetzt eine außergewöhnlicher Fallbericht zeigt.  Die Diagnose gelang erst durch eine Biopsie – und veränderte den gesamten Therapieplan. 
Dreidimensionale Darstellung der Molekülstrukturen von Azacitidin in hellblauen Farbtönen. Mehrere glänzende, kugelförmige Atome sind durch feine Verbindungen miteinander verknüpft, im Zentrum eine komplexere chemische Struktur. Der Hintergrund ist unscharf, wodurch das Azacitidin-Molekül im Vordergrund hervorgehoben werden.
Effektiv und besser verträglich

Kürzere Azacitidin-Zyklen – eine Option bei MDS mit niedrigem Risiko

Verkürzte Behandlungszyklen mit hypomethylierenden Substanzen könnten für Patienten mit MDS niedrigen Risikos eine wirksame und weniger toxische Alternative sein. Eine auf dem ASH 2025, dem 67. Jahreskongress der American Society of Hematology, präsentierte Studie zeigt: Das 5-tägige Azacitidin-Regime bietet das beste Nutzen-Risikoprofil und verbessert sowohl ereignisfreies als auch Gesamtüberleben – ohne übermäßige Myelosuppression.
Akute myeloische Leukämie (AML)-Zellen im Blutkreislauf – isometrische Ansicht
Neue ASH-Leitlinie 2025

AML-Behandlung bei älteren Patienten: Mehr Optionen, mehr Präzision

Eine kritische Evaluation der aktuellen Evidenz verspricht die aktualisierte ASH-Leitlinie zur Behandlung der neu diagnostizierten AML bei älteren Erwachsenen. Zu ihren zentralen Empfehlungen zählen insbesondere die Priorisierung einer aktiven Behandlung gegenüber einer rein supportiven Behandlung, der bevorzugte Einsatz venetoclaxbasierter Kombinationstherapien anstelle von Monotherapien sowie die Integration von FLT3-Inhibitoren in die etablierte Induktions- und Konsolidierungstherapie.
Frisches Gemüse wie Paprika und Zucchini liegt neben einer roten Hantel auf einem hellen Untergrund.
Weniger Fatigue, Angst und Schmerzen

ASH 2025: Virtuelles Lifestyle-Coaching für Lymphompatienten

Chemotherapie bei Lymphompatienten ist oft mit gravierenden Nebenwirkungen verbunden – bis hin zu Therapieabbrüchen. Eine Interimsanalyse der LIFE-L-Studie, vorgestellt auf dem ASH 2025, zeigt: Ein virtuelles Programm mit Fokus auf Ernährung und Bewegung kann Symptome wie Fatigue und Schmerzen reduzieren und die körperliche Leistungsfähigkeit steigern. Das Ziel: bessere Therapietreue und Behandlungsergebnisse. 
Rote-Hand
Risiko einer schweren Hyperkalzämie

Rote-Hand-Brief zu Crysvita® (Burosumab)

Burosumab kann bei bestimmten Risikopatienten zu schwerer Hyperkalzämie führen. Eine engmaschige Kontrolle von Serumkalzium und Parathormon ist essenziell, um Komplikationen zu vermeiden.
Kombination zwei unterschiedlich farbiger Puzzleteile
EHA Kongressbericht

DLBCL: ADC flexibel kombinierbar

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Polatuzumab vedotin (Pola) ist bisher in Kombination mit BR zur Zweitlinientherapie des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) zugelassen. Die PELARGO-Studie belegt jetzt ein akzeptables Nutzen-Risiko-Verhältnis für das ADC in Kombination mit Rituximab plus Gemcitabin und Oxaliplatin (R-GemOx).
Haut
EHA Kongressbericht

Multiples Myelom: Tragbares Device für die Subkutanapplikation vereinfacht Antikörpertherapie

Die IRAKLIA-Studie ist die erste Studie mit einem tragbaren Device zur s.c. Applikation eines CD38-Antikörpers in der Myelomtherapie. Isatuximab s.c. war dabei ebenso effektiv wie Isatuximab i.v.
Spritze die in Zielscheibe fliegt
EHA Kongressbericht

CML: STAMP-Inhibitor erfüllt die Vorgaben

Die europäische Zulassungsbehörde hat vergleichende Sicherheitsdaten für Asciminib zur Erstlinientherapie der chronisch myeloischen Leukämie (CML) gefordert. Die liegen jetzt vor.