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Solide Tumoren

Die Seite "Solide Tumoren" bündelt relevante Inhalte zu häufigen und seltenen Entitäten, modernen Systemtherapien und begleitenden Versorgungskonzepten. Sie erhalten komprimierte, fachlich fundierte Informationen, die Ihnen helfen, im dynamischen onkologischen Umfeld den Überblick zu behalten und evidenzbasierte Entscheidungen im Sinne Ihrer Patient*innen zu treffen.

Die Beiträge unterstützen Sie dabei, aktuelle Studienergebnisse, Leitlinienempfehlungen und therapeutische Innovationen sicher einzuordnen und auf Ihre klinische Praxis zu übertragen.

Neuste Artikel

Erstmals absolute 10-Jahres-Risiken

Hautkrebsrisiko bei CLL-Patienten verdoppelt

CLL-Erkrankte weisen ein nahezu doppelt so hohes 10-Jahres-Risiko für Hautkrebs auf – vor allem für Basalzell- und Plattenepithelkarzinome. Die absoluten Risiken für Metastasen und hautkrebsbedingten Tod bleiben jedoch gering. Eine dänische Matched-Kohortenstudie mit über 50.000 Teilnehmenden liefert nun erstmals belastbare absolute Risiken für die klinische Beratung und Surveillance.
Illustration eines menschlichen Magens mit einer deutlich sichtbaren tumorartigen Läsion an der Magenwand.
Erhaltungsstrategie auf dem Prüfstand

Magenkarzinom: Camrelizumab basierte Erhaltungstherapie verlängert Gesamtüberleben

Magenkarzinom und Erhaltungstherapie: In der Erstlinie des fortgeschrittenen HER2-negativen Adenokarzinoms des Magens gehören Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) zum Standard – doch welche Erhaltungsstrategie nach der Induktion optimal ist, war bislang offen. Eine randomisierte Phase-III-Studie liefert nun Antworten: Camrelizumab plus CAPOX mit anschließender Camrelizumab-Erhaltung verlängert das Gesamtüberleben, während eine zusätzliche antiangiogene Komponente keinen Mehrwert zeigt.
Darmkrebs Vorsorge
Altersgrenze und Intervalle auf dem Prüfstand

Darmkrebs-Screening ab 45? IQWiG sieht keine belastbare Evidenz

Sollte die Darmkrebs-Früherkennung künftig schon ab 45 statt ab 50 Jahren angeboten werden? Die USA haben hier vorgelegt. Jetzt hat auch das IQWiG im Auftrag des G-BA geprüft, ob eine Absenkung der Altersgrenze oder eine Anpassung der Koloskopie-Intervalle wissenschaftlich gerechtfertigt wäre – und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Eine eigens entwickelte Modellierung liefert dem G-BA nun dennoch Handlungsoptionen.
Grafische Darstellung des menschlichen Oberkörpers mit hervorgehobener Bauchspeicheldrüse im Zentrum, umgeben von Wirbelsäule und inneren Organen.
Muster jenseits des Sichtbaren

KI enttarnt Bauchspeicheldrüsenkrebs lange vor Symptomen

Ein KI-System erkennt unsichtbare Tumorspuren im CT – im Schnitt 475 Tage vor der Diagnose. Während die klassische Bildgebung im Frühstadium versagt, identifiziert das Modell subtile Gewebesignaturen mit deutlich höherer Sensitivität als Radiologen. Dies könnte einen Wendepunkt in der Früherkennung des Pankreaskarzinoms markieren.
Mehrere bläulich dargestellter Antikörper in Y‑Form vor einem unscharfen, hellen Hintergrund
Individuelle Risikoabschätzung

Autoantikörper sagen Nebenwirkungen der Melanom-Immuntherapie voraus

Schwere Nebenwirkungen unter Checkpoint-Inhibitoren beim metastasierten Melanom lassen sich möglicherweise vorab erkennen: 47 prätherapeutische Autoantikörper sind mit immunbedingten Komplikationen assoziiert – fünf davon prädizieren zuverlässig immunvermittelte Kolitiden über alle Therapieformen hinweg.
3D-Darstellung des Inneren des Dickdarms mit Polypen und endoskopischem Instrument zur Resektion
Schonender operieren

Minimalinvasive Darmkrebs-Resektion senkt Mortalitätsrisiko bei Hochrisikopatienten deutlich

Minimalinvasive Resektionen bei Darmkrebs reduzieren die 90-Tage-Mortalität gegenüber offenen Eingriffen um fast zwei Drittel – besonders Hochbetagte und multimorbide Patienten profitieren. Doch gerade diese Risikogruppe erhält den schonenderen Eingriff am seltensten. Eine aktuelle Studie legt eine klare Versorgungslücke offen.
Person legt eine Probe für einen FIT-Stuhltest in einen Behälter, um sie per Post zur Untersuchung einzusenden.
Zwei Screening-Wege im direkten Vergleich

Darmkrebs-Screening: Koloskopie und FIT-Test nahezu gleichauf

Koloskopie oder FIT-Stuhltest – welches Darmkrebs-Screening schützt besser? Eine aktuelle Modellierungsstudie liefert Antworten: Beide Verfahren verhindern den Großteil der Darmkrebsfälle und Todesfälle zwischen dem 50. und 85. Lebensjahr. Die Koloskopie hat bei der Inzidenz leicht die Nase vorn, die Kombination beider Methoden erzielt die besten Resultate.
Hautkrebsscreening in der dermatologischen Praxis
BVDD warnt vor teuren Spätfolgen

Hautkrebsscreening vor dem Aus?

Obwohl die Hautkrebsinzidenzen seit Jahren steigen, steht das gesetzliche Hautkrebsscreening vor de rAussetzung. Der BVDD warnt vor späteren Diagnosen, schlechteren Prognosen beim malignen Melanom und massiv steigenden Folgekosten. Schon nach der Pandemie zeigte sich, was eine Pause beim Hautkrebsscreening konkret bedeutet: Eine unmittelbare Folge waren größere Tumore mit schlechteren Heilungschancen bei der Erstdiagnose.
Darmkrebs, Darmkarzinom, Darmneoplasie, 3D-Darstellung eines bösartigen Tumors im Darm
Neuer Therapiestandard

Atezolizumab halbiert Rückfallrisiko bei dMMR-Darmkrebs im Stadium III

Patienten mit dMMR-Darmkrebs im Stadium III profitieren erheblich von einer adjuvanten Immuntherapie: Die Kombination aus Atezolizumab und mFOLFOX6 senkt das Risiko für Rückfall oder Tod um 50% gegenüber alleiniger Chemotherapie. Die ATOMIC-Studie etabliert damit einen neuen biomarkerbasierten Behandlungsstandard – bereits verankert in den NCCN-Leitlinien.
Hand mit Stift zeigt auf mehrere CT-Querschnittsbilder des Brustkorbs auf einem Leuchtbildschirm
Für starke Raucherinnen und Raucher

Niedrigdosis-CT für das Lungenkrebsscreening wird ab April 2026 Kassenleistung

Ab April 2026 haben starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren Anspruch auf ein jährliches Lungenkrebs-Screening per Niedrigdosis-CT. Der G-BA-Beschluss schafft die Grundlagen, Vergütungsziffern stehen fest. Ab April 2026 haben starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren Anspruch auf ein jährliches Lungenkrebs-Screening per Niedrigdosis-CT. Der G-BA-Beschluss schafft die Grundlagen, Vergütungsziffern stehen fest. Zudem gibt es klare Regelungen zur Anspruchsberechtigung, aber auch notwendige Qualifikationem für Screening-Ärzte sind bereits verankert.
Laborantin mit Schutzkleidung und Maske hantiert mit Pipette
Fortgeschrittener Darmkrebs

3D-Mikrotumoren verbessern die Auswahl der optimalen Chemotherapie

Bei fortgeschrittenem Darmkrebs ist eine Chemotherapie oft zentraler Bestandteil der Behandlung. Mit MicroOrganoSpheres, winzigen 3D-Tumormodellen aus Patientenproben, kann künftig schneller ermittelt werden, welche Chemotherapie am besten wirkt – ein Schritt hin zu hochpräziser individualisierter Krebsmedizin.
Medizinische Illustration der Bauchspeicheldrüse mit umliegenden Blutgefäßen.
Besseres Überleben mit neoadjuvanter Chemotherapie

Frühes Pankreaskarzinom: Muss die OP die Prio 1 haben?

Es sind spannende Daten, die die US-amerikanische Mayo Clinic jetzt zur Behandlung des frühen Pankreaskarzinoms vorgelegt hat. Demnach ist es besser, der Operation eine neoadjuvante Chemotherapie vorzuschalten – auch wenn es sich um unkomplizierte Fälle handelt. Damit stehen die Studienergebnisse im Widerspruch zur gängigen Praxis und der aktuellen Leitlinie des National Comprehensive Cancer Networks (NCCN).