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Solide Tumoren

Die Seite "Solide Tumoren" bündelt relevante Inhalte zu häufigen und seltenen Entitäten, modernen Systemtherapien und begleitenden Versorgungskonzepten. Sie erhalten komprimierte, fachlich fundierte Informationen, die Ihnen helfen, im dynamischen onkologischen Umfeld den Überblick zu behalten und evidenzbasierte Entscheidungen im Sinne Ihrer Patient*innen zu treffen.

Die Beiträge unterstützen Sie dabei, aktuelle Studienergebnisse, Leitlinienempfehlungen und therapeutische Innovationen sicher einzuordnen und auf Ihre klinische Praxis zu übertragen.

Neuste Artikel

Eine blau behandschuhte Hand hält ein transparentes Probengefäß mit gelber Urinprobe vor weißem Hintergrund.
Personaliserte Nachsorge

Liquid Biopsy bei Blasenkrebs: Tumor-DNA im Urin sicher nachweisen

Ein verfeinerter Urintest könnte neue Präzision in die Nachsorge des nicht muskelinvasiven Blasenkrebses bringen: Durch die statistische Korrektur des sogenannten Feldeffekts lässt sich tumorassoziierte DNA verlässlich von harmlosen Hintergrundmutationen unterscheiden. Damit könnte man Rückfallrisiken frühzeitig identifizieren, was neue Möglichkeiten für eine risikoadaptierte, personalisierte Therapieplanung eröffnet.
Erhhöhtes Risiko späterer Krebsdiagnosen

Lungenkrebs-Screening: Zufallsbefunde im CT mit klinischer Relevanz

Zufallsbefunde im Lungenkrebs-Screening sollten keine Nebensache sein. Denn solche sogenannten significant incidental findings (SIFs) gehen nicht selten mit zeitnahen Krebsdiagnosen einher – vor allem bei Tumoren im Harnsystem, bei Lymphomen, Leukämien sowie im Magen-Darm-Trakt. Bislang war dieser Zusammenhang nicht eindeutig belegt.
DNA-Molekül, das sich im Reagenzglas des Bluttestgeräts bildet.
Differenzierter MDT-Einsatz

Oligometastasen: Metastasengerichtete Therapie verlängert progressionsfreies Überleben

Mehr Therapie bei oligometastasierten Tumoren– aber für wen lohnt sie sich? Die auf dem ESTRO-Kongress 2026 in Stockholm vorgestellte EXTEND-Studie liefert erstmals klare, histologiespezifische Antworten: Besonders Patienten mit Prostata- und Pankreaskarzinom profitieren von einer metastasengerichteten Bestrahlung mit deutlichem PFS-Gewinn. Gleichzeitig deutet sich ein Paradigmenwechsel an – weg vom Zählen von Metastasen, hin zu ctDNA als präzisem Biomarker für Therapieentscheidungen, denn ein dynamischer ctDNA-Abfall korreliert mit längerem progressionsfreien Überleben.
Medizinische Illustration des Darms mit einem Tumor im Dickdarm
Nachsorge bei Darmkrebs

Darmkrebsrezidiv: Frühes Wiederauftreten erhöht Sterberisiko deutlich

Darmkrebsrezidiv und Prognose: Eine Analyse mit über 34.000 operierten Patienten zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Rezidivs und dem Mortalitätsrisiko. Vor allem im ersten postoperativen Jahr ist die Gefahr besonders hoch – mit konkreten Konsequenzen für die Nachsorgestrategie und das Therapiefenster.
Schematische Darstellung der Prostata
Hormontherapie hinauszögern

PSMA-Therapie beim Prostatakarzinom: 20 Monate länger progressionsfrei

Die PSMA-Radioligandentherapie zeigt in der niederländischen BULLSEYE-Studie auch im hormonsensitiven, oligometastasierten Stadium des Prostatakarzinoms beeindruckende Ergebnisse: Das progressionsfreie Überleben stieg von 5 auf 25 Monate, die belastende Hormontherapie ließ sich deutlich hinauszögern – bei guter Verträglichkeit der Behandlung.
Darstellung eines Kopfes mit einem Wecker anstelle des Gehirns vor einem farblich geteilten Hintergrund; der Tag wird mit einem hellen Roséton, die Nacht in dunkelblau mit Sternen symbolisiert
Zirkadiane Rhythmen in der Krebstherapie

„Früher Vogel“ – Wirkt die Immuntherapie morgens besser?

Die innere Uhr beeinflusst weit mehr als nur Schlaf und Hormone – offenbar auch das Ansprechen auf Checkpoint-Inhibitoren. Wer PD-1- und PD-L1-Blocker früh am Tag erhält, hat deutlich bessere Überlebenschancen. Der Effekt zieht sich durch nahezu alle untersuchten Tumorentitäten – und könnte einen pragmatischen Ansatz für die onkologische Praxis darstellen.
Ein übergewichtiges junges Paar steht eng zusammen und ist mit einem Maßband umwickelt.
Metabolische Risikofaktoren in den Fokus rücken

Darmkrebs bei jungen Erwachsenen: Adipositas und Diabetes als Risikotreiber

Darmkrebs trifft zunehmend auch junge Erwachsene unter 50 Jahren. Eine internationale Metaanalyse mit Daten von über 117.000 Personen rückt in diesem Zusammenang 5 metabolische Risikofaktoren in den Fokus: Adipositas erhöht das Risiko um 45%, aber auch Typ-2-Diabetes, Hyperlipidämie, arterielle Hypertonie und das metabolische Syndrom sind eng mit der steigenden Inzidenz verknüpft. Prävention und Screening müssen daher früher ansetzen.
Große Datenbasis, klare Signale

Krampfanfall im Erwachsenenalter: Hinweis auf okkulten Tumor?

Ein erstmaliger Krampfanfall jenseits des Kindesalters kann mehr als ein isoliertes neurologisches Ereignis sein: Besonders im ersten Jahr nach dem Anfall ist das Risiko für Hirntumoren massiv erhöht – doch auch extrazerebrale Malignome treten häufiger auf als erwartet. Welche Patienten sollten besonders aufmerksam abgeklärt werden?
ndoskop während einer Koloskopie mit Monitoransicht des Darminneren zur Abklärung eines positiven Stuhltests im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.
Vorsorge mit Augenmaß

Darmkrebsvorsorge ab 75: Wann verliert die Koloskopie an Bedeutung?

Die Koloskopie senkt das Darmkrebsrisiko – doch bei über 75-Jährigen mit zuvor entdeckten Adenomen überwiegen konkurrierende Todesursachen das Risiko, an Darmkrebs zu versterben, deutlich. Beo älteren Erwachsenen kann es daher tatsächlich sinnvoll ein, der Vorsorgekoloskopie gegenüber anderen gesundheitlichen Anliegen eine geringere Priorität einzuräumen.
Ganz so einfach scheint es nicht zu sein!

Weniger Fleisch auf dem Speiseplan = weniger Krebs?

Schützt der Verzicht auf Fleisch vor Krebs – oder birgt er neue Risiken? Eine der größten Metaanalysen weltweit mit über 1,8 Millionen Teilnehmenden vergleicht Fleischesser, Vegetarier, Veganer und Pescetarier. Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Während einige Krebsarten seltener auftreten, steigt das Risiko für andere deutlich an.
Ösophaguskarzinom (Illustration)
Argument für Paradigmenwechsel?

Ösophaguskarzinom: Roboterchirurgie verlängert Überleben gegenüber Thorakoskopie

Robotergestützte Ösophagektomie überzeugt in der Phase-III-Studie RAMIE: Beim resektablen Plattenepithelkarzinom des Ösophagus erreichten Patienten mithilfe einer robotergestützten minimalinvasiven Ösophagektomie eine 5-Jahres-Überlebensrate von 69,4% gegenüber 56,2% nach einem thorakoskopischen Eingriff – bei vergleichbarem Sicherheitsprofil. Das stärkt die Rolle der Robotik in der minimalinvasiven Ösophaguschirurgie.
Ein Wegweiser mit zwei Schildern mit den Aufschriften „Landleben“ und „Stadtleben“ an einer Metallstange vor blauem Himmel mit Wolken.
Sozioökonomische Einflüsse auf das kolorektale Karzinom

Darmkrebs-Mortalität: Entscheidet der Wohnort über das Überleben?

In sozioökonomisch schwachen Wohngegenden ist das Sterberisiko bei Darmkrebs deutlich erhöht. Entscheidende Faktoren sind späte Diagnosen, ein häufiger Verzicht auf die Operation und die Art der Krankenversicherung – selbst Privatversicherte sind betroffen. Die zugrundeliegenden Mechanismen offenbaren wichtige therapeutische Stellschrauben.